Pferde des Windes

Lernen frei zu leben und frei zu sein.
 
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 1.Kapitel -> Mitten im Winter...

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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 12:08 pm

Schweigend hatte sie im Schnee gestanden, einer kühlen Königin gleich, die über ihre Schäfchen wachte. Nur dass sie zu jenen Schäfchen zählte und nicht jenen Rang bekleiden würde, der se dazu berief, auf die Sicherheit eben jener zu achten. Mit gemessenen Schritten schloss sie zur Herde auf, musste jedoch immer wieder zurückfallen, da auch ihre Beine - sehr zu ihrem Missfallen eine Ähnlichkeit, die sie mit Sonticus verband - ebenfalls länger als die ihrer Freunde waren. Freunde.

»Amigos ... Familia ...«

wisperte sie, beinahe andächtig und doch noch immer den harten Glanz des Misstrauens in den distanzierten Augen. Sie mochte es noch nicht glauben, so gern sie sich der Illusion hingeben mochte. Doch sie hatte gespürt, welcher Zorn zwischen Nightsoul und Sonticus herrschte. Wie lange würde es noch andauern, die Freiheit? Der Frieden? Obgleich sie ihn nur ein einziges Mal gesehen hatte, ihn nun jedoch tagtäglich sehen müsste, wusste sie kaum etwas über ihren Bruder. Er hätte ein Fremder für sie sein können und eben dies wäre ihr am liebsten gewesen.
Crepúsculo warf einen kalten, hasserfüllten Blick auf eben jenen Rappen, der sich anmaßte, als einer der ersten den angesteuerten Rastplatz zu betreten. Doch Lunar hatte gelernt, ihr Temperament im Zaum zu halten und somit trabte sie, elegant und majestätisch wie stets den letzten Rest des Weges. Kaum, dass sie angekommen waren, rief Leya, von nun an ihre Leitstute, Nightsoul, von nun an ihr Leithengst, um sich kurz mit ihm zu unterhalten. Indes betrachtete Lunar die Pferde der Herde nochmals eingehender und blieb am Ende doch wieder an jenem verhassten Anblick Sonticus hängen. Seine Worte hatten alte Wunden wieder aufgerissen und er wusste dies, hatte es vorsätzlich getan, um sie zu quälen.
Schwer schnaufend widmete sie sich dem Rest der Herde, betrachtete sie eingehend und fragte sich gleichzeitig, ob auch sie irgendwann endlich ihr Misstrauen ablegen konnte und zu dieser Herde gehören konnte. Vollkommen. Nicht nur mit jenem Rang, welchen Leya ihr vermacht hatte, sondern auch mit Herz und Seele? Ihr Blick fiel auf jene hübsche Stute, welche sich als Firehearth vorgestellt hatte. Sie hatte hübsches Fell, ohne Frage, doch gefiel Crepúsculo ihr nachtschwarzes Fell noch immer am besten. Einzig die weiße Schnippe, welche das gleichmäßig glänzende Schwarz durchbrach, missfiel ihr, doch damit ließ es sich leben. Schließlich musste wenigstens etwas sie von Sonticus unterscheiden, obgleich ihre Wesen ohne Frage unterschiedlicher nicht sein könnten.

.o( Es realmente tan pequeño?Es usted realmente diferente de él? *)o.

fragte eine innere Stimme sanft, beinahe zaghaft. Energisch schüttelte die nachtschwarze Stute ihre lange, seidig fallende Mähne aus, doch die Stimme verstummte nicht. Immer wieder auf ein neues musste sie sich fragen, ob sie tatsächlich so anders war als ihr Bruder, welchen sie bereits zu hassen begann, kaum dass man ihr von ihm berichtet hatte. Doch man ermahnte sie, nicht voreilig zu urteilen, womöglich war jene Kreatur auch lediglich Gefangener seiner selbst.
Ein kühler Blick auf Sonticus und sie wusste, dass er gewiss kein Gefangener sein würde. Viel mehr schien das unheilvolle Glitzern, begleitet von seinen unheilvollen Worten, er könne die Damen nicht enttäuschen, darauf zu deuten, dass er es regelrecht genoss, als böse angesehen zu werden. Sie hasste ihn, missachtete ihn und vieles mehr. Sanft fiel der Schnee auf ihren Rücken und energisch schüttelte Lunar diesen wieder ab. Doch dann erregte etwas anderes ihre Aufmerksamkeit. Leya. Sie wirkte derart schockiert, betrübt und traurig, dass es keine große Kunst war, den Grund dafür zu erkennen. Mit einem kühlen, urteilsfreien Blick betrachtete sie Nightsoul, studierte sein Regen und Wandeln einige Zeit, dann ebenfalls jenes Regen und Wanden von Leya. Wenig später schritt sie auf die Leitstute zu, stellte sich beinahe schützend neben sie und blickte dennoch kühl in den winterlichen Schnee hinaus. Ihre Stimme war kühl und distanziert, doch sprach auch mehr aus ihr heraus. Eventuell wüsste Leya zu verstehen, dass Crepúsculo sich schwer damit tat, anderen ihre Gefühle zu offenbaren, sei es lediglich, um diese zu trösten.

»Por qué tan triste, líder? ** Weshalb habt Ihr derart großen Kummer, dass er getrost für Zwei reichen würde, Leitstute?«

fragte sie und kurz spürte sie den unvorteilhaften Stolz aufschwellen, einen Satz zustande gebracht zu haben, ohne zu stocken. Doch später würde sie dies gewiss häufiger erleben, schließlich konnte sie nicht erwarten, dass jemand hier allzu rasch Spanisch verstand. Ärgerlich, aber wohl nicht zu ändern.
Noch immer hatte sie ihren Kopf stolz aufgerichtet, eine königliche, hübsche Erscheinung in all dem Schnee, ohne Frage, doch ihre Haltung machte unmissverständlich deutlich, dass sie gegen derlei Gedanken gefeit war.

»Ciertamente, no es permitir que me*** ... Verzeihung. Es ist mir gewiss nicht gestattet, mir ein Urteil zu bilden, doch niemand ist in der Lage ...sin mentir**** ... nein, wie sagt Ihr? ... ohne zu lügen ... zu behaupten, sich nie ein Urteil zu bilden. Somit würde ich mein Veredicto ... ah, mein Urteil, ziehen. Ihr liebt ihn, nicht wahr? Doch er no se devuelve el amor ... doch er ... liebt Euch nicht? Er ...Se te hace sentir ... er will es auch glauben machen?«

Noch immer blickte sie hinaus in die wild tanzenden Flocken, noch immer richtete sich ihr Blick weder auf Nightsoul, noch auf Leya. Sie hatte Liebe nie am eigenen Leibe erfahren können, Fuego war ihr Freund gewesen und gewiss war dies eine andere Form jener intensiven Emotion. Die Erinnerung an ihn ließ die schwarze Stute nur unnahbarer werden. Ihre Miene verschloss sich, ihre Haltung wurde ein wenig angespannter, doch ihr majestätischer Ausdruck blieb bestehen. Sie wirkte wie eine kühle Königin, welche versehentlich auf Erden wandelte. Nur, dass in ihr jenes Feuer loderte, welches viele Wesen bereits vergiftet hatte.
Hass.
Mit einem Mal erschien Nightsoul, doch Crepúsculo wusste, dass jene Worte, die Leya sich so sehnlich wünschte, nicht gesprochen werden würden. Nicht jetzt. Sie neigte hoheitsvoll das Haupt, erwies somit auf ihre eigene Art Leithengst und Leitstute die Ehre und verschwand ebenso leichtfüßig, wie sie gekommen war. Einzig die großen Spuren im Schnee würden auf sie zurück verweisen. Und ein schwacher Duft. Sie war Crepúsculo. Sie war die Dämmerung.

*Ist das wirklich so, Kleine? Bist du wirklich anders als er?
** Weshalb so traurig, Anfüherin?
*** Es ist mir gewiss nicht gestattet ...
**** ohne zu lügen
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 12:12 pm

[Doppelbeitrag]

Leya sah, wie Night auf sie zukam.
Sie hörte seine Worte, aberkeinerlei Entschuldigung noch irgendetwas.
Sie durfte nun nicht beleidigt sein, denn sie war die Leitstute, und musste zusammen mit Nightsoul dem Leithengst, die Herde schützen.

Gut. Du wirst Nachtwache halten, und Alessio wird Krieger. Er hat seinen Mut bewiesen. Er wird morgen früh für dich übernehmen.

Nach diesen Worten kurz und knapp wendete sich die Stute, welche nun versuchte ihren Stolz zu verteidigen, von Night ab zur Herde. Sie ging zielgerecht auf Alessio zu.

Cio...ich habe mir überlegt, dich zum Krieger zu machen. Wäre das in Ordnung für dich?? Fühlst du dich bereit?

Allesio sah der Leitstute, die auf ihn zukam direkt in die Augen.

Ich, Krieger? Meinst du das ernst?
Natürlich. Gerne.

Cio war und fühlte sich bereit für einen Krieger.

Ich werde diesen Titel mit Würde tragen.


Ok, dachte Ley.

Ab heute bist du Krieger.

Ley trabte zu Night.

Cio ist krieger.

Sie sah ihn nicht weiter an. Sie überbrachte ihm nur die Naricht.
Nachdem sie sich abwendete stieß sie auf Crepúsculo.

Es ist fast genauso. Nur das ich nicht weiß, ob er mich liebt. Er sagte einfach nur
so.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 12:23 pm

Der dunkle Blick ruhte, kühl, jedoch gelassen auf Nightsoul und Leya. Anscheinend hatte das Geständnis beide einander nur wieder entfernt. Obgleich Crepúsculo die Wunden zurückgewiesener Liebe nicht kannte, glaubte sie dennoch, zu wissen, wie schmerzhaft es für Leya gewesen war. Doch sie verstand auch Nightsoul, denn in gewisser weise hätte sie wohl ähnlich reagiert. Kaum, dass Alessio, jener Hengst, der Sonticus für wenige Sekunden gebändigt hatte, Krieger wurde, schritt die Leitstute auch bereits auf sie zu.
Abwartend stand Lunar neben ihr, regungslos, erneut eine Statue aus Muskeln, Fell und Sehnen. Unbeugsam. Stolz. Unbesiegt. Und doch voller Hass und Zorn. Die Leitstute war gekommen, um ihr anzuvertrauen, dass dem so ähnlich wäre und sie es nicht wisse, ob er sie nun liebe oder nicht. Es ehrte Lunar, solch ein Vertrauen entgegengesetzt zu bekommen, dass sie ihr anvertraute, wie es um ihre Gefühle stand. Sie hätte dieses Wissen auch gegen die Leitstute ausspielen können, doch sie tat es nicht. Wozu? Wie mochte Sonticus ähnlich sein, doch jene boshafte Ader schlug einzig und allein in seinem Blut. Und so sollte es auch sein.

»Lo siento, Leya. Es tut mir Leid, dass Ihr zurückgewiesen wurdet, doch seht es aus seinen ... Ojos ... Augen. Er ist es seit jeher gewohnt, kein Gefühl außer Kälte und Distanz zu zeigen. Zudem wird es glauben, sowohl gesiegt zu haben, als auch eine ... Derrota ... Niederlage zu haben. Lasst ihm Zeit. Irgendwann wird er sich zu seinen Gefühlen bekennen.«

Ganz wie Lunar. Doch ob sie jemals jemanden finden würde, der Mut und Nerv genug hatte, sie zu lieben und ihre eisern aufgebaute Schutzhülle zu durchbrechen? Sie bezweifelte es und somit beließ sie es bei einem ausdruckslosen Gesicht, welches dem Wind zugewandt war. Nur leider brachte jener auch die prägnanten Düfte der Herde mit sich, unter anderem auch den ihres Bruders. Crepúsculo blickte kurz zu Leya hinab, einzig der Größe wegen, dann kehrte ihr Blick zu Nightsoul ein. Sie kannte solche Wesen wie ihn, die glaubten, einzig dann bestehen zu können, wenn niemand zu nahe an einen heran kam.
Sie war genauso.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Aug 06, 2010 10:39 am

Ausdruckslos und wie durch eine Mauer hörte Nightsoul Leys Worte, ihre Stimme klang wieder normal, zwar ein wenig verletzt, aber mit jenem harmonischen Klang, den der Rappe bei ihr so schätzte.

Er liebte sie und konnte es ihr nicht sagen. Die Kälte und Gleichgültigkeit, der Stolz, der nun in den Worten der braunen Stute lag, verstärkten die Mauer, die Night umgab, ohne dass sich der Hengst dagegen wehren konnte.

Irgendwann- er sah es wie durch einen nebeligen Schleier- ging leya zu Crepuscúlo. Night blieb regungslos stehen, seine Muskeln waren angespannt. Seine Umgebung drehte sich, und die Mauer, die ihn taub für alles um ihn herum werden ließ, schien den Rappen zu erdrücken. Gedanken kreisten wild in seinem Kopf umher.

Du hast diese Abfuhr und Kühle verdient!
TÖTE sie!
Du bist ein Idiot!
Verlasse diese Herde!
Töte Hate!
Schließe dich mit Sonticus zusammen!

Harte Worte, Befehle wie Stichnadeln, die sich in Nightsouls Haut bohrten, genau wie vorhin, als er mit Leya allein war. Doch jetzt führten sie in die entgegengesetzte Richtung.
Der letzte Gedanke ließ Nightsoul aufschrecken.

Schließe dich mit Sonticus zusammen!

Niemals würde er dies tun, sich mit diesem Hengst verbünden. Er mochte ihn nicht, und er würde auch Leya nicht töten, nicht einmal Hate!
Nightsoul sah sich um, als sei er aus einem Traum erwacht, und seine Umgebung war ganz klar, er nahm die Geräuche der anderen wieder war.
Lautlos stieg er auf einen erhöhten Platz am Rande der Kuhle und blieb stehen wie eine Skulptur aus Stein. Langsam wanderte sein Blick über die Herde.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Aug 06, 2010 11:34 am

Ley verfolgte stumm Lunar´s Blicke. Sie schien die braune Leitstute bestens zu verstehen. Sie mochte und schätzte die Rappstute sehr. Sie war weise, und gab ihr gute Tipps. Sie war eine vertraute von ihr.

Du hast ja so recht. Ich werde ihm seine Zeit lassen, die er braucht.

Leya sah Crepúsculo an. In ihrem Kopf, befanden sich derzeit nur noch Dankbarkeit für Lunar.

Danke! Du hast mir mit deinem Ratschlag viel geholfen.

Ley drehte eine kleine Runde um die Herde. Jeden sah sie mit freundlichen Gesicht an. Ausser Sonticus. Sie war noch immer voll Misstrauen.

Warum war er mitgekommen? Doch nicht etwa, um sich der Herde anzuschließen...

Ihr Blick blieb stehen. Misstrauich verfolgte sie jede Bewegung von dem schwarzen Hengst.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Aug 07, 2010 1:09 pm

Ray war mehr als erleichtert, als Leya und Nightsoul schließlich- wenn auch getrennt und anscheinend nicht sehr fröhlich- zurückkehrten. Langsam wurde Whitely unruhig.

Ich muss es ihnen sagen... das heißt, ich sage es ersteinmal nur Leya... Ob sie mir böse sein wird?

Die Gedanken der Schimmelstute kreisten um ihre Reise, die im Morgengrauen des nächsten Tages beginnen würde. Sie wartete noch eine Weile, hörte, wie Alessio Krieger wurde und sah Ley bei ihrer Runde zu.

Respektvoll wartete sie, bis die braune Leitstute damit fertig war, dann trabte White hate zu ihr hin und sagte:

"Äh... Leya... es geht darum... ich möchte morgen zu einer kleinen Reise aufbrechen... ich werde ein bisschen durch die Gegend streifen, noch mehr Erfahrungen sammeln... ich möchte dieser Herde eine wirklich, wirklich gute Heilerin sein und deshalb wird mir diese Reise gut tun. Ich kehre bald zurück, versprochen... ich möchte im Morgengrauen aufbrechen. Ist das in Ordnung?"

Ein wenig zitterte Whitely, doch das lag nicht nur an der Kälte. Aus einem Augenwinkel beobachtete sie ihren Bruder, wie er auf eine kleine Anhöhe stieg und seine Blick über die Herde gleiten ließ. Atemlos wandte sie sich ab, während der Blick Nightsouls sie -wie auch die anderen Herdenmitglieder- immer wieder streifte. Die Schimmelin konzentrierte sich und sah Ley an.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 09, 2010 1:52 pm

Amaterasu hatte sich umgewandt und war immer ein Stück von der Herde weg gewesen. Sie wollte die Herde nicht. Es war ein unbestimmbares Gefühl warum nicht. Doch sie hatte gelernt auf ihr Bauchgefühl zu hören. Sie hatte keine Ahnung was sie tun wollte, bis jetzt wollte sie noch nicht sterben.Jetzt dachte sie anders. Ihr Leben hatte schon lange keinen Sinn mehr gehabt doch sie hatte lange gebraucht um damit abzuschließen. Irgendwas hatte sie immer davon abgehalten sich die nächste Schlucht runterzustürzen. Vielleicht war es Lebenswille, sie wusste es nicht. doch jetzt, jetzt hatte sie es geschafft mit ihrem armseligen Leben abzuschließen. Sie lebte in einer anderen Welt. Sie war apathisch, fraß kaum noch. Das klarte ihren Geist und sie wusste, es war soweit. Mit einem letzten Blick auf die Herde die ihre Familie hätte werden können wandte sie sich um. In ihrem Blick war nichts trauriges. Das was sie an diesem Leben geliebt hatte war ihr genommen worden. Es würde wahrscheinlich sowieso eh keinen interessieren ob sie es nun tat oder nicht. Nein sie hatte keine Angst vor dem Tod. Mit ein paar kräftigen Galoppsprüngen jagte sie los. Nun rannen ihr doch ein paar tränen über die Wange. Nicht weil sie sterben würde, nicht weil niemand um sie trauern würde sondern weil der letzte Teil ihres Lebens so verdammt armselig gewesen war. Sie spürte, dass sie es hier in der Nähe tun würde. Sie würde es endlich zu Ende bringen. Vielleicht würden die Götter da oben sie aufnehmen. Vorrausgesetzt es gab sie. Vielleicht würde sie auch wiedergeboren werden. Es war ihr egal. Sie wollte vergessen. Sie spürte, dass die Schlucht in der Nähe war aber sie reagierte nicht. Ihr Entschluss kam noch einmal ins schwanken. Engel flüsterten ihr zu es noch einmal zu probieren, wollten ihr weismachen, sie würde glücklich werden. Sie hätte bremsen und umkehren können. Aber sie wollte nicht. Mit einem verächtlichen Wiehern verdrängte sie die Stimmen aus ihrem Kopf und segelte leichtfüßig genau in die Schlucht. Sie spürte wie sie fiel und immer noch überkam sie keine Angst. Im Gegenteil, sie spürte Befriedigung. Sie traf auf dem Boden auf, spürte wie ihre Knochen mit einem scheußlichen Geräusch brachen. Sie tat ihren letzten Atemzug und während sie die Augen zum sterben schloss, fühlte sie zum ersten Mal seit langen wieder so etwas wie Glück.

((So ich werde mit neuem Charakter zurückkommen, tut mir Leid falls es dort in der Nähe keine Schlucht gibt, vielleicht hat sie einfach nur die Zeit vergessen beim Rennen... weiß auch nicht mehr welche Farbe ich hatte...))
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 09, 2010 3:41 pm

(echt schön geschrieben... ich freu mich schon auf deinen neuen chara)
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 09, 2010 6:01 pm

[Ist voll cool geworden!!]

Leya, sah, dass Whitely auf sie zu trabte. In ihr spürte sie die Worte, welche in ihr mit Tränen verbunden waren. Mit Trauer. Ihre Gefühle wedelten durcheinander.
Aufeinmal tobte um sie ein kräftiger, eiskalter und beängstigender Wind. Er riss ihr Mähne in den Wind. Ihre Gedanken schweiften mit. Würde sie Ray verlieren??
Was, wenn sie nicht zurück finden wird?
Ley war klar, dass sie dadurch ihre derzeit beste Freundin verlor. Vielleicht auf ewig.
Von aussen ließ sich die braune Stute nichts anmerken. Sie beobachtete einfach nur die wunderschön, weiße, zittrige Stute. Dieser Angst und diesem Zittern wollte sie schnell ein Ende bereiten.

Nun, Ray. Dann verliere ich dich als meine beste Freundin, ausser Night, einzige Vertraute, und einzige und beste Heilerin...
Ich denke...dir fällt es auch nicht leicht zu gehen. Oder irre ich?
Und...ich denke, es würde euch nicht leicht fallen mit Nightsoul darüber zu sprechen. Ich nehme an, deswegen sprichst du zuerst mit mir...
Mach dir um Night keine Fragen. Ich werde noch heute mit ihm reden, wenn du möchtest.

Naja, dann will ich dich gehen lassen. Ich hoffe du kehrst zu uns gesun zurück.
Auf deiner Reise möchte ich dir schon jetzt viel Glück wünschen.

Die braune Stute sah die ganze zeit in Rays Augen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 09, 2010 7:24 pm

White Hate hörte die Worte von Leya. Sie senkte verlegen den Kopf.

Es ist ja nicht für immer... ganz im Gegenteil, nur für ein paar Wochen, der Winter wird noch nicht vergangen sein, wenn ich zurückkehre! das verspreche ich dir, Ley! Und- sicher verstehst du dich auch mit Lunar, ich habe dich vorhin mit ihr sprechen gehört...

Ray sah die braune Stute an, ihre Augen waren nun nicht mehr ängstlich, sondern ruhig, entspannt und klar, als sie Leya in die Augen blickte. Ihre Haltung war nicht mehr klein, verlegen und verspannt, sondern wieder aufgerichtet und stolz. Der Glanz kehrte in Whitely zurück, in die Stute, die ihr Leben lang gebeugt unter anderen Mächten verbracht hatte. Es war weder der Glanz oder Stolz der Macht, sondern der Freiheit und des Vertrauens. Sie war Leys Freundin.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 09, 2010 7:48 pm

Wütend preschte Momna Moana Soledad durch den Schnee, den sie sonst liebte. Er war still, verschluckte all die Geräusche die sie sonst störten. Woher ihre plötzliche Wut kam das wusste sie nicht. Aber sie war schon immer irgendwo da gewesen tief in ihrem Inneren. Der Hass auf all die Wildtiere die ihre hilflose Mutter zerfleischt hatten, Wut auf jene Junghengste die ihr das angetan hatten. Und ganz tief drinnen auch der Hass auf sich selbst. Ihretwegen war ihre Mutter gestorben. Sie hatte sie nicht verteidigen können. Wegen ihr war sie gestolpert. Mit einem wütenden Schnauben wurden ihre Galoppsprünge noch kräftiger und schneller. Der Wind wurde stärker und ihre Wähne wehte im Wind. Doch es war ihr egal. Egal, egal, egal! Sie ignorierte einen schmerzlich vertrauten Geruch in ihrer Nase, der Geruch von Pferden. Doch sie war zu wütend, viel zu wütend um klar denken zu können. Sie preschte weiter, als ob damit die Gedanken wegfliegen könnten. Der Geruch der Pferde wurde intensiver, sie hielt wohl direkt auf sie zu. Zögernd verlangsamte sie. Die Wut, der Hass und der Schmerz hatten wohl doch einen kleinen Fünkchen verstand zurückgelassen. Zuerst hatte der Schmerz ihre Seele ausgebrannt und tiefe Wunden zurückgelassen. Wunden die nie geheilt waren. Dann nach langer Zeit alleine, ohne jegliches Sprechen waren die Junghengste gekommen. Seit da loderte zusätzlich die Flamme der Wut und des Hasses in ihr. Inzwischen mussten die Pferde sie wohl gewittert haben. Schwer atmend, die Flanken bebend von dem Galopp blieb sie stehen.

Sollten sie doch kommen und sie finden, dachte sie trotzig. Und wenn sie mich umbringen wenn schon. Es gibt doch eh keinen der um mich trauert.

So stand sie schließlich da. Das Fell stumpf und die Augen glanzlos. Außenstehende hätten sie wohl auch als willenlos und apathisch bezeichnen können. Aber irgendwo in ihrer Haltung war doch ein kleines Fünkchen Stolz zu erkennen, der die ganze Zeit überlebt hatte. Sie hob den Kopf um die Pferde besser zu riechen. Es war nicht nur der Geruch der sie irritierte. Da war auch ein anderer nach Gefahr. Alles in ihr schrie danach umzudrehen und wegzurauschen einfach wieder allein und einsam weiterzuleben, irgendwann ihr Fohlen zur Welt zur bringen und dann weiterzusehen. Aber irgendetwas hinderte sie daran. Starr und in irgendeiner Form auch majestätisch stand sie still und unbewegt da während in ihrem inneren der Kampf tobte.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Di Aug 10, 2010 3:48 pm

Es war ihm zur Aufgabe geworden, über die Herde zu wachen, sie zu beschützen, mit seinem Leben, wenn es sein musste.
Schützen vor der Nacht und ihren Gefahren, seinen Verbündeten.
Verteidigen mit seinem Leben, um das hier nun auch keiner mehr trauern würde. Er hatte Leya verletzt.

Nightsoul schnaubte leise, und kleine Atemwölkchen bildeten sich vor seinen Nüstern. Plötzlich witterte er den Geruch einer fremden Stute. Ganz in der Nähe. Alamiert fuhr der Rappe hoch und trabte schnell zu Leya.

Schnell?!

Er beeilte sich, trabte schnell zu Leya?! War ihm die Herde so wichtig geworden, wichtiger als sein Stolz... wichtiger als seine Natur?!

Sofort verlangsamte Nightsoul seinen Schritt und wiehrte voller Wut und Hass auf dieses ganze Theater hier. Eine Herde! Es waren nicht die Kämpfer der Dunkelheit, es waren die Pferde des Windes!

Eine Herde! Eine Herde! Eine Herde!

Das passte ganz und gar nicht zu dem Hengst, der sie führte! Zu Nightsoul, dem Kämpfer der Nacht! Nightsoul- Nachtseele!
Plötzlich kam dem schwarzen Hengst all das hier fremd und absurd vor. Dennoch lief er zu Ley, sah für einen Augenblick in ihre Augen, aber das Feuer, die Glut, der Schmerz, die Zärtlichkeit und Liebe, die ihn sonst bei ihrem Anblick erfüllte, blieben aus. Wie ein kalter Stein lag sein Herz in seiner Brust. Als wäre nie etwas passiert. Als hätte Leya ihm nie ihre Liebe zu ihm gestanden.
Alles war ganz normal. Mit rauer Stimme sagte er:

"Da ist eine fremde Stute. Nicht die, nach der ich gesucht hatte, der Geruch ist anders. Ich gehe mal hin."

Seine Stimme, kalt und ausdruckslos. Nightsoul wandte sich um und schritt langsam voran, folgte dem Geruch der Stute. Sein Gang war stolz und ungebeugt, der Gang eines freien Hengstes. Schickte dieser Gang sich für einen Leithengst einer Herde, in der man gebunden war?

Vor ihm tauchte die fremde Stute auf, und Night wollte sie töten. Sie stand einfach da, und hätte sich nicht gewehrt, da war sich der Hengst sicher. Doch er ließ sie am Leben.

"Wer bist du, Stute?"

sagte er mit bedrohlicher Stimme, die sich wie ein grollendes Donnern anhörte.

"Was willst du hier? Ich bin Nightsoul, der Kämpfer der Nacht..."

Er stellte sich immer noch mit seinem Titel vor.

"... und ich bin Leithengst der Pferde des Windes. Du hast die Herde sicher gewittert. Also, nun sprich!"

Der Schwarze baute sich vor der Stute auf, aber ging nicht ganz so nah ran. Denn sonst hätte er sie garantiert angegriffen, getötet. Dann wäre er sicher weggelaufen, auf ewig verschwunden. Aber erst, nachdem er auch Hate und Leya getötet hätte. Und da flammte das Feuer wieder auf, es kehrten Glut, Schmerz, Zärtlichkeit und Liebe zu der braunen Stute zurück.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Di Aug 10, 2010 6:19 pm

Momna witterte wie ein fremder Hengst näher kam. Doch sie rührte sich nicht. sollte er doch kommen und sie töten. was sollte es, ihr würde weder einer nachtrauern noch einer zu Hilfe eilen.

Dann sprach er sie an. Sie hörte ihn leicht verwundert an, hatte sie doch nie den Sinn einer Herde gehört bekommen. Auch die bedrohliche Stimme irritierte sie nicht. Konnte doch der Satan persönlich vor ihr stehen und sie würde na und? denken. wer auch immer dieses Pferd war, er sah im Moment nicht so aus als würde er sie umbringen. Sie legte fragend den Kopf schief, dann antwortete sie ruhig und teilnahmslos. Ihre Stimme war brüchig, zu lange nicht benutzt wurden.

"Mein Name ist Momna Moana Soledad. Zumindest wurde ich so getauft. Ja ich habe die Pferde gerochen. Na und? Ihr könnt mit mir sowieso machen was ihr wollt.Nur zu tötet mich ich werde euch nicht daran hindern. Was ich hier will? Nun ich bin zufällig hier in der Gegend."

bei den letzten Worten klang fast so etwas wie Spott in ihrer Stimme.Sie fürchtete den Tod nicht. Schließlich band sie ja auch nix an dieses Leben. Und sie war überrascht überhaupt noch sprechen zu können. Aber gut im Moment hatte sie ihre sonst so unbändige Wut im Griff. Außerdem wäre sie dem fremden Hengst sowieso unterlegen also hatte es keinen Zweck ihn anzugreifen. Sie beobachtete genauestens seine Mimik und versuchte daraus zu lesen. Doch ohne Erfolg. also blieb ihr nix anderes übrig als zu warten.

Ihre Gedanken schweiften wieder ab sie dachte an den letzten Winter zurück. Er war sehr friedvoll gewesen und sie hatte ihn genossen. Nicht immer bloß den Klang der eigenen Hufen und der Vögel zu hören. Und doch waren diese Klänge ihre einzigen treuen Begleiter gewesen. Verwundert über diese Gedanken versuchte sie diese zu vertreiben. Nein sie war nicht einsam, weil sie nie wirklich etwas anderes kennengelernt hatte. Wie konnte man etwas vermissen, dass man nicht kannte? Okay ihr Leben war natürlich verdammt leer gewesen. Aber was solls? Es war ja nix da das diese Leere hätte füllen können. Und wozu sich Illusionen hingeben irgendwas würde es doch schaffen? Ihr ganzes Leben bestand doch aus Apathie. Mechanisch wie ein Roboter lief sie, fraß sie und schlief sie. In ihrem Inneren tobten natürlich manchmal Gefühle doch diese verbannte sie meistens wieder dorthin wo sie herkamen: in die Leere. Auch die Wut war schon immer irgendwo dagewesen. Doch sie hatte nie die Macht gewesen wie jetzt. Sicher war sie zügellos schon immer gewesen. Doch nie so stark.

Wie schon so oft regte sich in ihrem Gesicht nichts während sie dachte. Ihre Mimik schien hart gewordenes wachs zu sein. Fast hätte sie über diesen Vergleich gelacht. Wenn man es so wollte war es dies. Ihr Köroer ein Roboter, ihr Gesicht eine Wachsmaske und irgendwo ganz tief drinnen eine brennende Seele. Schöne Aussichten.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Aug 11, 2010 3:32 pm

Warum der Rappe die fremde Stute nicht jetzt tötete, wird er wohl selbst nie begreifen.
Es machte ihn wütend, ihre Gelassenheit, ihre Ruhe... ihre Gleichgültigkeit! Und der Spott, der in ihren letzten Worten mitschwang.
Die Stimme der Stute war brüchig als schien sie schon lange nicht mehr gesprochen zu haben.
Eine gleichgültige, einsame Stute, die mit dem Leben abgeschlossen hatte.

Immer noch verspürte Nightsoul diese Gier, zu töten, Blut zu wittern... Doch stärker war dieses Feuer, diese Liebe. Deshalb trat er nur einen kleien Schritt vor. Deshalb ließ er sich von dieser Stute verspotten! Deshalb tötete er sie nicht, holte nur kräftig aus und verpasste ihr einen Hieb gegen den Hals, der sie zum Straucheln bringen sollte.
Dann antwortete er:

"Ich sehe, du würdest dich von mir töten lassen, und nicht würde ich lieber tun, als dich zu töten. Doch es gibt zwei Gründe, warum ich es nicht tue- den ersten werde ich dir nicht verraten..."

Dieser Grund war natürlich Ley. Weil er sie wieder liebte, weil er ihre wunderschönen Augen wieder vor sich sah, weil ihre harmonische Stimme ihn wie eine Melodie leise begleitete.

"...der zweite ist, das du durch das Leben noch mehr leidest, als wenn ich dir tausend Wunden zufüge, an denen du langsam stirbst. Die Wunden sind schon da, und ganz langsam werden sie dein Leben zerfressen!"

Höhnisch blickte der Rappe auf Momna Moana Soledad herab.

"Oder hast du den Mut, es selbst zu beenden?"

Er machte eine Pause, dann drehte er sich um und schritt zurück in das Dickischt.

"Wenn du noch irgendwas hast, dass dich am Leben hält, dann folge meiner Herde-oder auch nicht. Komm oder bleib, mir ist es egal."

fügte er noch im Gehen hinzu, dann verschwand er in Richtung Kuhle.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Aug 11, 2010 5:35 pm

Leya bemerkte, wie Ray während ihrer Antwort immer mehr aufblühte. Nun war sie wieder die lebenslustige Stute. Sie schien sich über die Antwort der Leitstute zu freuen.
Ley sah ihre Augen.

Ich werde Night dann bescheid sagen. Ich freue mich schon auf deine Rückkehr. Du kannst im Morgengrauen aufbrechen!

Kurz bevor die braune Stute sich abwand, schenkte sie ihrer Freundin noch ein schönes Lächeln. Dann drehte sie sich weg. Misstrauisch wurden ihre Nüstern von einem fremden Geruch abgelenkt. Sie blickte vorsichtig in Nights Richtung.

Hat er auch etwas gerochen? Was wird er tun?

Ihr Blick wendete sich keinen Augenblick von ihm ab. Einen Augenblick später, beobachtete Ley, wie Night im Dickicht verschwand.

Ist er dem Geruch gefolgt?

Egal was los war...Leya musste es tun. Sie hatte trotz ihrem Rückschlag noch starke Gefühle für ihn. Sie hatte Angst ihn zu verliern. Geräuschlos folgte sie den Spuren von Night.

Er muss dem fremden Pferd gefolgt sein. Seine Spuren und der Geruch gehenin dieselbe Richtung.

Als sie angekommen war, wo die Gerüche endeten, Sah sie ein Pferd. Nur eins. Ein fremdes. Wo war Night?
Sie trabte misstrauisch auf die Stute zu.

Wer sind sie? Und haben sie einen schwarzen Hengst gesehen? Ich bin Leya...die Leitstute der Windpferde...
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Aug 11, 2010 7:40 pm

Er bemerkte Leys Geruch ganz nahe- wie konnte das sein? War sie ihm gefolgt? Am liebsten hätte der schwarze Hengst die braune Stute jetzt abgefangen, mit ihr geredet- doch wieder störte sein Stolz. Sene Vergangenheit.

Leya die Namenlose, es tut mir so leid!

dachte er traurig. Er hörte die Stimme Leyas, und es war nicht die Melodie in seinem Kopf. Anscheinend war sie auf die fremde Stute getroffen.
Night wiehrte ganz leise seine Gedanken in den Wind, dann war er wieder in der Kuhle, stellte sich auf seinen Platz, als wäre nichts gewesen, wachte reglos, aber nur für eine Weile. Schließlich fasste der Rappe sich ein Herz und sagte:

Ich habe eine Stute getroffen, die sich uns vielleicht anschließen wird. Seid freundlich zu ihr.

Dann war er wieder wie erstarrt.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Aug 11, 2010 8:30 pm

Nach diesen Worten des schwarzen Hengstes der sich als Night vorgestellt hatte musste sie nun doch lachen. Und der hieb gegen den Hals tat ihr nicht mal mehr weh. Einmal mehr kam ihr der Spruch in den Sinn den ihre Mutter so oft zitiert hatte: Nur den kannst wirklich hassen, den du wirklich liebst, denn bloß er kann dir wirklich wehtun. Nein sie kannte keinen mehr der sie liebte geschweige denn den sie liebte also verspürte sie auch keinen Schmerz mehr. Wie die vielen ungeweinten Tränen. Es war alles längst verloren wofür sie sie hätte vergießen können. Er würde nichts lieber tun als mich zu töten dachte sie. Aber er dachte das Leben würde sie auch so zerfressen. Nein wirklich wie lustig. das Leben hatte sie zerfressen, aber es hatte etwas übrig gelassen und dieses etwas, mechanisches roboterhaft gelenkte Wesen würde sich nun nicht mehr seelisch zerstören lassen. Ob sie den Mut hatte es selbst zu beenden? sie fragte sich selbst und kam zu dem Entschluss: Sie würde es selber nicht zu Ende bringen dazu hatte sie es schon zu lange fertig gebracht alleine zu sein und sie hatte ein ungeborenes Fohlen in ihrem Bauch. Wenigstens wollte sie es zu anderen Pferden bringen damit es nicht dasselbe Schicksal erleiden musste wie sie. Sollte ein anderer sich vornehmen ihr Leben zu beenden so sollte er es. Sie hatte noch immer keine Angst vor dem Tod. Aber bevor sie ihm antworten konnte war er auch schon weg und eine neue Stute trat vor sie. Diese sah wesentlich freundlich aus und fragte ob sie besagten schwarzen Hengst gesehen hatte. Nun so beschloss sie diesmal wieder zu antworten. Ihre Stimme klang nicht viel besser als vorhin.

wer ich bin? Schwierige Frage gleich zu Anfang!

sagte sie und ließ ein freudloses trockenes Lachen erklingen

Ich könnte dir jetzt meinen Namen nennen, der lautet Momna Moana Soledad... furchtlose Einsamkeit wenn man die Bedeutung wissen will. Aber ich bin nicht mein Name. Die Wahrheit ist: Ich bin Nichts! Nichts nichts nichts!

rief sie mehr in den Wald als zu der Stute. Dann erinnerte sich, dass sie wohl den Hengst immer noch suchte

Ja der ist hier vorbeigekommen. Er dürfte jetzt wieder bei den anderen Pferden sein. Leya welche Funktionen hat eine Herde?

fragte sie danach noch zögerlich. Sie hasste sich dafür unwissend zu sein aber das bestätigte auch wieder nur ihre Worte sie wäre nichts. Für einen winzigen Moment schien so etwas wie Schmerz in ihre ausdruckslosen, stumpfsinnigen Augen zu kommen. Doch beim nächsten Augenaufschlag war der Ausdruck bereits wieder der Apathie gewichen, so dass man sich fragen könnte ob er überhaupt dagewesen war. Die Wachsmaske saß wieder perfekt.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 12, 2010 5:35 pm

Whitely nickte Leya zu, und legte sich dann hin. Sie war sehr müde. Night kehrte zurück, sagte etwas von einer fremden Stute. Für einen Moment war sie versucht, zu fragen, ob die Fremde vielleicht ihre Hilfe als Heilerin benötigte.
Aber sie konnte ihn nicht ansehen, nicht mit ihm sprechen, nicht seinem Blick standhalten, ohne ihm die Wahrheit zu sagen, dass sie gehen würde.
Und das schaffte sie nicht, weshalb auch immer- sie wollte, dass Leya das regelte.

Ich werde auf die Ankunft der Stute warten müssen.

dachte Ray und seufzte leise.

Aber dösen- ja das werde ich.

So stand sie da, mit geschlossenen Augen, im Eingang der von Leya beschriebenen Felseinkerbung, so dass sie nicht vom Schnee gestört wurde, und döste still vor sich hin.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Di Aug 17, 2010 12:12 pm

Regungslos, einer Statue gleich, stand der imposante Rapphengst unter den wenigen Bäumen, die den Schnee halb von seinem nachtschwarzen Fell abhielten. Es bot einen durchaus ansehnlichen Kontrast, sein rabenschwarz glänzendes Seidenfell und die schneeweißen Eiskristalle auf eben jenem Fell. Eitelkeiten jedoch hatten ihm nie gestanden und jetzt würde er damit gewiss nicht beginnen. Gelangweilt streifte sein Blick die Umgebung, beinahe verzehrte er sich danach, das Geräusch eines fauchenden Berglöwen zu vernehmen, damit dieser langsame und vor allem langweilige Haufen von Pferden endlich einmal ein wenig Geschwindigkeit aufbrachte. Sinnlos!
Grollend schüttelte er seinen massigen Leib aus, verfolgte mit spöttischem Ausdruck die Schneeflocken, die von seinem Fell rieselten und sich zu seinen Hufen langsam aufbauten. Dann nahm er einen ebenso großen wie zierlichen Körper wahr, ebenfalls schwarz und blickte auf. Crepúsculo versuchte sich als Seelentrösterin, auch wenn ihre Miene ein wenig verkrampft aussah und ihr Blick häufiger der schneeweiten Endlosigkeit als wirklich Leya galt. Aber anscheinend waren Stuten diesbezüglich genügsam, denn der anfangs so gern gesehene Ausdruck tiefster Verzweiflung wich langsam dem Frieden. Grollend blickte er seine Schwester an, sein funkelnder Blick wurde finster und durchbohrte die schwarze Dämmerung beinahe, doch diese mied wohlweißlich seinen Blick. Kluge Stute!

.o( Pass nur auf, dass dich deine Klugheit nicht eines Tages doch noch umbringt,Stute! )o.

Sein Ausdruck wich langsam von Zorn in blutige Zufriedenheit und lautlos wie ein Schatten glitt er in die Dunkelheit der Bäume. Man möchte meinen, er würde im Schnee wenigstens ein Geräusch verursachen, doch hatte Sonticus keine neun Jahre überlebt, ohne wenigstens ein wenig an seiner Technik zu feilen. Und so schlich sich die Gefahr lautlos durch die Schatten des Waldes, entglitt den Blicken der Herde gekonnt und schürte somit wahrscheinlich nur noch Angst und Misstrauen. Ein geisterhaftes Lachen löste sich aus seiner Kehle, leise, lediglich für Crepúsculo zu vernehmen, die in unmittelbarer Nähe stand. Sie wusste als einzige von allen um die Grausamkeit, die in jedem Gramm seiner stahlharten Muskeln ruhte und hatte mit eigenen Augen angesehen, zu welchen Taten er fähig war. Es wäre eben diese Erinnerung, die Erinnerung an ihren gemeuchelten und vollkommen entstellten Vater, dessen unreines und verachtenswertes Blut noch immer an seinen Hufen klebte und dort kleben würde.
Mit tödlicher Eleganz, der Eleganz eines Raubtieres, glitt er weiter, ein wenig tiefer in den Wald und rieb seinen stolzen Körper an den dort stehenden Bäumen. Dann verharrte er still, ließ die Natur und das Wesen der Pferde das Restliche machen und genoss den Anblick der dunklen Augen Crepúsculo´s, als dieser gewahr wurde, dass Sonticus nicht mehr länger unter jenen drei Bäumen stand, die ihn zuvor vor Schnee geschützt hatten. Der Duft, welchen er an den Bäumen verteilt hatte, wehte nun hauchzart um die Nüstern seiner `Schwester´ und der Rappe sah dabei zu, wie sie sich umdrehte und in den Wald hinein sah. Sie murmelte etwas auf Spanisch, das zu verstehen ihm nicht wichtig genug war und ein verächtlich kalter Zug trat um seine Augen. Nun trennten sie kaum mehr fünf Meter voneinander, doch sah sie durch den Schneefall und sein perfekt schwarzes Fell in der Dunkelheit nichts, erkannte ihn nicht und glitt immer wieder suchend mit den Augen durch den Wald. Ohne ihn zu erkennen. Umso erschrockener war sie, als sie plötzlich seine dunkle, raue Stimme vernahm, leise, mit dem Wind.

»Weshalb so ängstlich, kleine Dämmerung? Du wirst doch wohl keine Angst vor der Dunkelheit haben ...«

Seine Stimme wurde immer leiser, bis sie kaum mehr ein zartes Wispern des Windes war und doch wusste Sonticus, dass sie ihn verstanden hatte. Sie warf ihm einzelne Spanischteile an den Kopf, zu erzürnt, als das sie zu Übersetzen fähig wäre. Ihr durchaus hübsches Gesicht spiegelte nicht einmal minimal einen Teil von dem wilden Feuer wieder, welches in seiner Brust hauste. Ein geisterhaft grausames Lachen verließ seine Kehle, leise, aber präsent. Er sah, wie Crepúsculo sich versteifte und streifte geräuschvoller als zuvor, jedoch noch immer erstaunlich leise um sie herum. Hektisch blickte sie sich um, machte den Quell der Geräusche aus und blähte zornig die Nüstern. Auch ihr Blick war dunkel, wie der seine und ein beinahe keckerndes Lachen verließ nun seine Kehle.

»Du bist wie ich. Satan und Lunar. Wir haben gleiches Blut, Schwester. Früher oder später schlägst du dich auf meine Seite.«

sagte er mit nun eiskalter Stimme, tonlos und beinahe drohend. Die Ohren seiner Halbschwester wichen automatisch in die Mähne zurück und ihre Nüstern zuckten, als sie versuchte, seinen Duft auszumachen. Er stand nun direkt vor ihr, doch noch immer erkannte sie nicht mehr als lediglich eine Silhouette. Mit einem Satz war er plötzlich ganz dicht vor ihr, konnte sogar noch den verachteten Geruch der Herde aufnehmen, ignorierte diesen aber. Crepúsculo wich zurück, doch Sonticus folgte ihr und somit blieb sie wiederum stehen. Obgleich auch sie groß für eine Stute war, überragte er sie dennoch u Haupteslänge und senkte seinen massigen Kopf nun bedrohlich dicht an den ihren. Sie würde sich unweigerlich an Nightsoul und jenes knirschende Geräusch erinnern, als Sonticus seinen Schädel auf den des Leithengstes gedonnert hatte, weshalb sie ihn nun umso misstrauischer betrachtete. Kurz, bevor seine Schnauze ihr Ohr berührte, hielt er inne und wisperte leise und mit rauer Stimme

»Ich sehe es. Ich spüre es. Ich WEIß es.Du kannst dich deinem Schicksal und deiner Bestimmung nicht entziehen.«

Das beben, welches ihren Körper durchlief, weckte in ihm den schier unbezwingbaren Drang, sie zu verletzen, sie bluten zu sehen. Und mit einer einzigen Bewegung biss er der Stute in den rabenschwarzen Hals, genoss das Gefühl von Fleisch und Blut wischen seinen Kiefern und riss fester an jenem Stück. Das schmerzverzerrte Keuchen war ihm vorerst Milderung genug, wenngleich er viel lieber noch grausamere Dinge mit ihr angestellt hätte. Während er zurücktrat, glänzten seine Augen sonderbar fiebrig und die Stute sah wohl den Ausdruck blanker Gier in seinen schwarzen Augen. Klugerweise wich sie einen Schritt zurück, dann jedoch bäumte der Rappe sich lautlos auf und ließ seine Hufe auf Crepúsculo niederfahren. Und ebenso lautlos, wie er zuvor durch den Schnee geschlichen war, brachte er seine Halbschwester zu Fall, setzte seinen Huf auf ihre Schulter und schnaubte gierig aus. Dann jedoch sprang er über sie hinweg, hieb nochmals nach hinten aus und verschwand, das schmerzgepeinigte Stöhnen Crepúsculo´s noch lange in den Ohren.
Der Schnee färbte sich zartrosé, als sein blutiger Huf aufkam, als das Blut seiner Schnauze langsam zu Boden floss. Er genoss den Blutrausch, den Duft, das Gefühl, den Geschmack. Oja, er liebte es ganz einfach! Schweigend und als sei nichts weiter geschehen, ließ er sich gelangweilt und gelassen unter jene drei Bäume von vorhin nieder, den Rücken beinahe an die raue Rinde gelegt. Sein durchaus zufriedener Gesichtsausdruck gekoppelt mit dem fiebrigen Glanz seiner Augen, dem Vorhandensein von Blut und dem Fehen von Crepúsculo ließ schreckliches ahnen. Doch wenig später trat die geschundene Stute aus dem Wald hervor, heftig hinkend, das Gesicht schmerzverzerrt. Sonticus beobachtete sie und genoss ihren Anblick. Zwar hätte er sie lieber blutüberströmt und vollkommen entstellt gesehen, aber dies war wenigstens ein Anfang.


____________________________________

Sie hatte es geahnt. Kaum, als ihr Blick den leergefegten Ruheplatz Satan´s bemerkt hatte, stieg eine dunkle Vorahnung in ihr auf. Dann auch noch der Geruch, der sie wie eine Decke einzuhüllen schien und die Dunkelheit, welche sie leise auslachte, ohne dass jemand anders es hörte. Weshalb also ging sie in den Wald hinein? Aus dem einfachen Grund heraus, dass Lunar kein Feigling war und sich dem stellen würde, was dort auf sie zukam. Doch was dann kam, war bei weitem mehr, als sie erwartet hätte. Crepúsculo hätte gedacht, dass ihr elendiger Bruder zu feige gewesen wäre, um mitten in der Herde einen solchen Übergriff zu starten. Aber anscheinend hatte er sein Blutverlangen nicht annähernd unter Kontrolle und dies war etwas, was Lunar Sorge bereitete. Ihre kühle Miene hatte in der Dunkelheit noch kälter gewirkt und als er sich dann endlich zeigte wusste sie, dass etwas nicht stimmte.
Das hinterhältige Funkeln seiner Augen hatte sie verraten.
Dann hatte er ihr gesagt, was sie ohnehin wusste und sie gebissen. Der Schmerz, der über sie hinwegspülte wie eine Welle benebelte all ihre Sinne und keuchend sackte sie ein wenig zusammen. Dann jedoch riss er sie zu Boden und sein kalter, scharfer Huf riss ihr die Haut leicht ein. Bislang hatte sie sich auf den Hass konzentriert, doch nun spürte sie, dass auch die Angst ihre Kehle einschnürte. Als er über sie hinweg sprang, klopfte ihr Herz lautstark. Und dann brach die Welt zusammen.

Mühsam hinkend, jedes Mal leise zischend, wenn der brennende Schmerz ihres Rückens unerträglich wurde, kehrte sie einige Zeit nach Sonticus zur Herde zurück. Doch wider aller Vernunft ließ sie sich in eine einsame Ecke sinken und versuchte den Schmerz durch die beißende Kälte des Schnees zu lindern. Alles, was sie jedoch erreichte, war größerer Schmerz und ein brennendes Taubheitsgefühl, welches langsam ihre im Schnee liegende Seite ergriff. Zischend erhob sie sich wieder, betrachtete den Abdruck ihres Körpers im Schnee und besah sich das viele Blut, welches dort lag. Er musste ihr irgendetwas gebrochen haben, eine Rippe oder ähnliches, welche nun ein inneres Organ malträtierte. Woher sonst sollte das gesamte Blut kommen?

»El diablo en persona!*«

zischte sie zornig, als ihr Blick den von Sonticus traf. Eine weitere Welle von Schmerzen, heftiger als zuvor, ließ sie erbeben, doch dies machte es nur noch schlimmer. Zischend stieß sie die Luft aus und im gleichem Atemzug fluchte sie leise

»Desde el infierno y escupir incluso allí temía. ¡Miserable!**«

Dann überflutete der Schmerz ihr Gehirn und ihren gesamten Körper, die Nebel ihrer Gedanken und ihres Geistes wurden dichter und Crepúsculo brach im Schnee zusammen. Der Schmerz war vorläufig zu viel gewesen.


* Der Teufel persönlich!
** Aus der Hölle ausgespuckt und selbst dort gefürchtet. Elendiger!
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Di Aug 17, 2010 5:09 pm

Crepusculo. Lunar. Whitely sah, wie die Stute zusammenbrach, hatte vorher Sonticus gesehen... Die weiße Stute wiehrte apatisch und aufgeregt.

Lunar! Lunar!

rief sie, dann lief sie zu der Stute.

Was hat er dir angetan? Lunar!

Eilig hantierte White Hate mit ihren Kräutern, reinigte und verpflegte die Wunden und blieb verwirrt und wieder so ängstlich, mit gemischten Gefühlen, vor der Stute stehen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Aug 18, 2010 3:49 pm

Schweigend und irgendwie sehr wütend starrte Night auf Sonticus und Crepusculo- konnten sie ihre Familienstreitigkeiten nicht sein lassen?
Nun gut, Sonticus... der war ja anscheinend der Schuldige.
Nightsoul schnaubte verachtend und voller Hass.

Wie tief ist er gesunken, dass er seine eigene Familie umbringen würde? Das verletzt doch eher Stolz und Ehre...

Doch was sollten diese Gedanken, hätte der Rappe doch noch vor wenigen Stunden, Minuten, gar Sekunden ebenfalls seine Schwester angegriffen.

Wie auch immer.

Jetzt ging es um das Handeln. Hate, seine Schwester kümmerte sich um Lunar. Also würde er sich Satan vorknüpfen.
Er stieg hinab von seinem Aussichtspunkt und lief zu Sonticus.

Du, Sonticus!

wiehrte er unwirsch.

Lass sie in Ruhe! Ich möchte dich nicht noch einmal in so unmittelbarer Nähe zu Crepusculo sehen. Verstanden?

Noghts Kopf brummte nicht mehr, aber dennoch erinnerte sich der Rappe noch gut an die Kraft des Hengstes.

Ich weiß, dass du stark bist, aber auch nicht unbesiegbar. Vielleicht hast du sogar irgendwo etwas Gutes in dir

Etwas Gutes. Albernes Geschwätz- gut und böse- so etwas existierte für Nightsoul nicht. Nur Mörder und Opfer.
Der Hengst schnaubte schulterzuckend und ging zurück.

Soll er doch machen was er will- wenn er Lunar tötet, überlebt auch er nicht!
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Aug 21, 2010 10:29 am

Leya stand noch immer angespannt und misstrauisch vor der neuen Stute. Ihre Worte beruhigten sie ein wenig. Sie hörte die seltsamen Worte und die seltsame frage.

Eine Herde, schützt einander. In Gefahr, wird man dort beschützt. Man findet dort Freunde und kann eine bestimmte Position einnehmen, wie Heiler, ...
Entschuldige meine Frage, aber warst du noch nie in einer Herde??

Ley blickte sie verwundert an.

Willst du mitkommen?? Ich kann dich meiner und Nights Herde vorstellen. Bis auf eine Ausnahme sind alle sehr nett.
Vielleicht wirkte auch Nicht komisch, aber das ist nur der erste Eindruck! Folgt ihr mir??
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Aug 25, 2010 9:27 pm

Momna sah die Stute überrascht an. Auf die Frage hin sah sie bloß weiter gleichgültig drein. Ihre wut hatte sie druch ihr Schreien abreagiert. Jetzt war sie wieder ganz in ihrem monotonen Rhythmus drin mit ziemlich gleichgültiger Miebe und bereute es die Stute je gefragt zu haben. Was sollte es schon bringen so eine Herde? Mit ihrer Lustlosigkeit sollte sie lieber einsam bleiben und einsam sterben. Aber eine innere Stimme meldete sich die sie fragte was mit dem Fohlen wäre. Ja was war mit dem Fohlen? sollte sie versuchen es glücklich zu machen? Momna war selber überrascht das sie sich begann ernsthaft Sorgen um das Fohlen zu machen. sie versuchte sich dagegen zu wehren die Mutterinstinkte zu entwickeln. Eine Weile tobte so ihr innerer Kampf hin und her bevor ihr einfiel das die Stute vielleicht eine Antwort erwartete. Schließlich antwortete sie nur genau so lustlos wie sie aussah:

Nein warum sollte ich?

Dann starrte sie wieder weiter vor sich hin während sie versuchte in sich heineinzuhorchen was sie eigentlich wollte. Sie hatte Angst ihr altes Leben zu verlieren. so seltsam es auch klang irgendwie hatte sie sich daran gewöhnt ein Roboter zu sein. Dann sah sie mit einer winzigen Spur Trauer auf:

Ich bringe der Herde bloß Unglück. Es wäre nicht gut wenn ich euch folge.

Noch bevor sie geendet hatte waren ihre augen wieder so glanzlos wie zuvor. Dann rang sie sich aber durch noch etwas hinzuzufügen:

Wenn ihr erlaubt dann begleite ich mein noch ungeborenes Fohlen zu euch wenn es kräftig genug ist. Es soll in einer Herde aufwachsen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Aug 27, 2010 11:41 am

[ich brauch mal ne kurze Zusammenfassung!]
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Sep 09, 2010 3:58 pm

(Alle ausser mir und Momna sind wie gehabt bei der Höhle.)

Ley sah die Stute an. Total in sich eingegangen und lustlos. Genau wie ihre Antworten.
Leya sah sie komisch an. Als dann noch das mit dem ungeboren Fohlen kam, fragte sie sich wie sie, wenn sie das Glück hatte ein Fohlen zu bekommen so abstoßend und kalt sein.

Ein Fohlen...?
Wie schön. Doch...ihr sagtet, dass ihr euer Fohlen dann in die Herde begleiten wollt...und, was ist mit euch?

Leya sah Momna Moana Soledad verwirrt und traurig zu gleich an.

Soll das arme Fohlen ohne Mutter aufwachsen?
Wollt ihr einem so kleinen, süßen Geschöpf, dass antun?
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Sep 13, 2010 8:31 pm

Momna hörte der Stute weiterhin zu. Himmel, wenn das so weiterging redete sie hier mehr als in ihrem bisherigen gesamten Leben. Was ja auch nicht weiter verwunderlich wäre, schließlich hatte sie nie lange Zeit zum Sprechen gehabt. Innerlich seufzte sie. Was sollte denn das hier werden? Ja irgendwie liebte sie das Fohlen schon - ein bisschen zumindest. Vielleicht hätte sie es richtig lieben können wie eine normale Mutter ihr Fohlen wenn sie es sich gewünscht hätte. Aber an Fohlenwunsch konnte man ja nicht mal annähernd denken. Aber die Umstände wie sie es bekommen haben ließen immer und immer wieder dieselben Erinnerungen aufleuchten. Immer wieder derselbe Schmerz der sie Nacht für Nacht durchfuhr. Sie könnte das Fohlen doch nicht so lieben wie es das vielleicht verdient hätte. Was sollte sie bloß tun? Ja was wäre danach mit ihr? Würde sie sich die nächste Klippe runterstürzen? Oder doch wieder alleine durch die Gegend irren? Was aus ihr werden würde das war ja wohl das unwichtigste. Woher sollte sie denn das wissen? Ihr war es schließlich egal was mit ihrem weiteren Leben passierte. Schlimmer konnte es nicht mehr werden. Dann gab sie der Stute, die versuchte freundlich zu sein doch noch Antwort schließlich könnte das Schicksal ihres Fohlens davon abhängen:

"Ich weiß nicht was danach mit mir passieren wird. Vielleicht habe ich dann mit meinem Leben abgeschlossen und stürze die nächste Klippe runter. Vielleicht lebe ich aber auch einfach so weiter wie bisher. Wen interessiert das schon?"

Die Stute schaute sie irgendwie verwirrt und traurig zugleich an. Gefühle wie Verwirrung kannte sie nicht mehr. Verbannt in ihrem tiefsten Inneren. Im grunde genommen kannte sie nur noch ein bisschen Angst um ihr Fohlen und das bisschen Mutterliebe. Nicht vergessen natürlich Gleichgültigkeit und der manchmal aufkeimende Selbsthass sowie Wut. Nein so eine Mutter würde sich kein Fohlen wünschen.

"Ich werde es einem so kleinen, unschuldigen Geschöpf nicht antun mit so einer Mutter wie mir aufzuwachsen. Schau mich doch an! Würdest du so etwas als Mutter wollen? Nein jedes andere Pferd könnte ihm eine bessere Kindheit ermöglichen. das sollte ich akzeptieren und du vielleicht auch."

Resigniert schüttelte sie den Kopf. Dann starrte sie weiter in die Ferne. was wollte diese Stute überhaupt noch weiter von ihr?! Ihr konnte es doch egal sein was mit ihr weiter passierte. Wahrscheinlich war sie so fröhlich zur welt gekommen, hatte ihre Kindheit genauso fröhlich verlebt und nichts schlimmes erlebt. Wie denn auch?! Anscheinend hatte sie ja das ganze Unglück abbekommen. Oh du wunderbares Leben womit habe ich dich bloß verdient? dachte sie verächtlich. Na mal sehen was es weiter so bringen würde.
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