Pferde des Windes

Lernen frei zu leben und frei zu sein.
 
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 1.Kapitel -> Mitten im Winter...

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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Apr 04, 2010 2:13 pm

Night zuckte ausdruckslos mit den Schultern.

Ob Leithengst oder Krieger, dass soll mir gleich sein. Ich wollte keine Herde gründen, sondern du, leya. Ich habe mich bereit erklärt, ein Leben in einer Herde zu führen, und nun frage ich die Leitstute, welchen Rang sie mir geben will.

Der schwarze Hengst schnaubte fast herrausfordernd. Und wälzte sich in der Kuhle. Nach einer Weile streckte er sich und begann etwas von den Farnen zu fressen, die an den Bäumen wuchsen. Er würdigte die anderen beiden keines Blickes. Irgendwann legte er sich hin, unter den Felsvorsprung, der genug Platz für fünf Pferde bot. Doch er schlief nicht, döste nur vor sich hin. Jederzeit zum Kampf bereit, falls irgrndwer sie angreifen wollte. In der Ferne heulte ein Wolf. Ein ganzes Rudel antwortete, doch sie waren weit weg. Irgendwo am Waldrand.

Ach ja...

Schließlich rang sich Nightsoul zu diesen Worten durch.

Ich kann Nachtwache halten.

Nicht, dass der Rappe erst jetzt damit kam, weil er müde gewesen war, keine Lust oder gar Angst hatte. Nein, er war es nicht gewohnt, Verantwortung zu tragen und die Wachsamkeit anderer Pferde zu übernehmen. Selbst bei den Kämpfern der Dunkelheit war es nie so gewesen. jeder konnte schlafen, so fest er wollte. Aber wenn es soweit war, musste er bereit sein. Und als Nightsoul allein gewesen war, hatte er nur dann geschlafen, wenn er sich wirklich sicher gefühlt hatte.
Nie wieder würde er derselbe sein.
Ja. Diese Stute hatte begonnen ihn zu verändern.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Apr 04, 2010 2:48 pm

White Hate wiegte ihren Kopf hin und her. Die Kälte ließ die Schimmelstute zittern. Schließlich gab sie Leya zur Antwort:

Nun, ich muss Nightsoul da teilweise Recht geben- die Leitstute soll wissen, was das Beste für ihre Herde und deren Mitglieder ist. Ich kann ganz gut heilen und Kranke versorgen, doch auch Botschafterin wäre ein Rang für mich- entscheide du bitte, Leya.

White Hate sah die Fuchsbraune verlegen an und sah dann zu ihrem Bruder. Sie schnaubte, als sie hörte, er könne die nachtwache übernehmen.

Du und Nachtwache? Pah! Da bleibe ich lieber mit wach- ich will morgen noch leben, Bruder. Du kannst genug Hass in dir haben, um zu töten- uns beide oder nur mich. Wenn du jemanden magst, so ist das Ley- aber mich sicher nicht. Oder hast du deine Meinung geändert, seit wir uns das letzte Mal sahen. Du weißt doch:
Tag und Nacht, Leben und Tod- Frieden und Kampf!

Stolz hob Ray ihren Kopf empr und wandte sich von dem schwarzen ab. Sie legte sich zu einer anderen Stelle in der Kuhle, wo sie zwar nicht von dem Felsvorsprung vor dem Schnee geschützt war, der in rauen Massen vom Himmel stürzte, aber dafür vor Nightsoul, ihrem schwarzen Bruder.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Apr 04, 2010 6:44 pm

Leya sah verlegen nach unten, und wälzte sich im Moos. Dann begann sie ein paar Büschel abzurupfen und zu fressen.

Ok, wenn ihr das so wollt...
Nightsoul, du bist ab jetzt Leithengst, und du Whitely...ähm...Heilerin!
Euch müsste es ja gefallen, da es euch so wieso egal war.

Leya blicke weiterhin nach unten, und hatte auch nicht vor die beiden anderen anzublicken.

Das mit der Nachtwache müsst ihr unter euch ausmachen.

Diese Worte murmelte Ley so in sich hinein, dass sie sich nicht mal sicher war, ob die anderen beiden es überhapt hatten verstehen können. Aber das war ihr egal.

Und wenn sie sich nicht einigen können...

...dachte Leya nach,

dann übernehme ich das im Notfall halt.

Leya stand auf, suchte und fand ein paar kleine Pfützen. Daran erfrischte sie sich.
Dann richtete sie sich an Night.

Du hälst wohl wirklich überhaupt nichts von einer Herde??

Nun blickte Leya ihn verlegen an.
Nachdem sie sich wieder wegdrehte, wand sie sich an Whitely.

Whitely, ich gehe jetzt zum Felsvorsprung, und ruhe mich aus. Im Notfall werden wir über den Winter hier bleiben müssen. Wenn noch andere zu uns stoßen, und sich uns anschließen, können wir eventuell immer zwei tiefer in den Wald auf Futtersuche schicken. Gut, bei Night wäre ich mir sicher, dass er lieber alleine gehen wöllte...Ich habe doch recht, oder??

Leya drehte sich um. Auf eine Antwort wartend begutachtete sie das von Night entdeckte Nachtlager. Als sie es sich angeschaut hatte, ging sie zurück, und holte etwas von dem massigen Moos, und etwas Erde. Sie versuchte es so zu richten, dass der Platz für drei Pferde reicht, und legte sich in die Mitte. Dabei leckte sie ihr Fell ab, und versuchte es zu reinigen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Apr 05, 2010 1:05 pm

Nightsoul nickte zu Leyas Entscheidung. Also war er Leithengst. Viel ändern würde das auch nicht. Er sagte:

In Ordnung. Ich übernehme auch die Nachtwache. Es ist nun die eigene Entscheidung meiner Schwester, ob sie wach bleibt oder schlafen will.

Er stand auf und verließ den Felsvorsprung. Stattdessen stellte er sich nun am Rand der Kuhle auf und sah sich von Zeit zu Zeit wachsam um. Es hätte ihm nichts, aber auch gar nichts ausgemacht, wenn nur nicht dieser verdammte Schnee gefallen wäre, unbarmherzig und kalt. Wie er. Warum also hatte er etwas dagegen?
Nightsoul wollte darüber nicht nachdenken. Er schwenkte zu Leya und beantwortete ihre weiteren Fragen.

Ich halte nichts von Herden, aber auch nichts von Einzelläufern. Also ist es mir egal was ich tue.
Und ja, du hast recht- ich gehe am liebsten allein in den Wald, auf der anderen Seite aber am leibsten mit einer ganzen Herde- verstehst du, es ist beides gleich gut oder schlimm. Doch lassen wir das Thema.

Night starrte in die Ferne des Waldes, und sah den Schneeflocken zu. Nichts rührte sich, nur in der Ferne heulten immer noch die Wölfe.


Zuletzt von Nightsoul am Mi Apr 07, 2010 1:13 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Apr 05, 2010 1:24 pm

White Hate nickte.

Also Heilerin. Ich werde mein bestes geben!

Sie freute sich über den Titel. Dass Nightsoul Leithengst war, kümmerte sie nicht. Er würde sich beherrschen. Er wollte die Nachtwache übernehmen. Sollte er doch. Rays Angst war verflogen. Als Leithengst würde es seine Ehre nur verletzen, wenn er sie töten würde. Ehre. Ob Night daran glaubte?
Whitely schnaubte. Irgendetwas sagte ihr, dass sie diese Nacht überleben würde und darauf vertraute sie nun auch. Sie ging aber nicht zum Felsvorsprung, sondern blieb da liegen, wo sie jetzt war. Denn nun ging es um ihre Ehre. White ließ den Kopf auf den kalten Boden sinken und döste ein. Doch sie schlief nicht fest.
Immer bereit sein. Ein Stück Kämpfer der Dunkelheit würde ewig in ihr bleiben.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Apr 05, 2010 2:40 pm

Ok, dann ist das beschlossen. Aber Night, ich weiß nicht, aber irgendwas sagt mir, dass du immer so bist. So unentschlossen.

Sie blickte ihn an. Um ihn würde sie sich nicht mehr bemühen.

Ich freue mich, dass du die Nachtwache übernehmen willst. Aber bis zur Nacht ist schließlich noch genug Zeit.

Ley stand auf, und blickte in die kälte.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Apr 07, 2010 1:28 pm

Night zuckte gleichgültig mit den Schultern.

Unentschlossen. Na und?

Er schnaubte und blähte seine Nüstern auf.

Ich halte im Übrigen Nachtwache, ab wann ich es für richtig halte. Sieh dich um, Leya, der Abend naht und so habe ich wenigstens etwas zu tun.

Nightsoul schnaubte wieder und wandte sich ab. Noch war es hell, ja, aber es konnte schnell dunkel werden. Sehr schnell. Der Rappe starrte wieder in den Wald, machte irgendwo weit entfernt die Shilouette von Rehen aus. Und die von einem Wolf, der sie jagte. Night grinste hämisch. Wenn er schon selbst nicht mehr töten würde, könnte er es wenigstens beobachten. Er machte einen Schritt näher und beobachtete die flüchtenden Tiere. Sie kamen nicht in ihre Richtung.

Nun gut. Eben nicht.

Night lachte leise und sah dem Wolf nach.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Apr 14, 2010 3:14 pm

White hate konnte nicht schlafen, auch nicht dösen. Es war kalt. Sie brachte Bewegung. Also stand die Schimmelstute wieder auf und schüttelte die Erde, die sich in ihrem Fell verfangen hatte. Mit abwertendem Blick betrachtete sie ihren Bruder. Er hatte anscheinend Freude daran, den Wölfen zuzuschauen.

Entspricht deinem Charakter, Night!

dachte sie schnaubend und stellte sich zu Leya.

Hey, erzähl doch mal was aus deinem Leben.

forderte sie die Fuchsbraune auf. Sie wollte Ablenkung. Von Nightsoul. Von dem Wetter. Einfach mal in eine fremde Welt eintauchen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Apr 14, 2010 3:37 pm

Nachdem Leya Whitely's Worte hörte fühlte sie sich aufgefordert zu erzählen. Also fing sie an.

Tja, ich kannte meine Mutter nicht, ich weiß nur, dass sie Selina hieß. Mein Vater hieß Dark Eyes, und lebte mit mir in einer Herde. Ich habe zwei Geschwister...einmal Antoine und Melina.
Ich lebte glücklich in der Herde. Eines Tages wollte mich ein Hengst nicht mehr akzeptieren, da ich immer mal von Träumen einer eigenen Herde sprach.
Kurzerhand wurde ich raus geschmissen, und bin seitdem auf der Suche nach welchen die sich mir anschließen...

Ley blickte sich um, und kam näher auf Whitely zu.

Jetzt erzähle du mir noch ein bisschen mehr von dir.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Apr 14, 2010 9:21 pm

Ama trabte wie so oft alleine durch die Wildnis. Sie hatte in dieser Hinsicht keinerlei Zeitgefühl mehr. Dieses richtete sich bloß nach besonderen Ereignissen. Wütend beschleunigte sie damit solche Bilder erst gar nicht wieder auf die Idee kamen zu erscheinen. Dann würde es wie schon so oft von vorne los gehen das ganze Geheule und Geschluchze und Geflehe darum all den ganzen Rotz zu vergessen. Sie schnaubte. Ja sie hasste es sich so schwach zu wissen und dennoch konnte sie nichts dagegen tun. Warum? fragte sie sich während sie inzwischen zum Galopp überging. es war eine Abfolge weicher Bewegungen der insgesamt sehr elegant und federnd wirkte. Plötzlich sogen ihre Nüstern gierig den scharfen Geruch von Pferden ein. Abrupt stoppte sie und setzte unentschlossen Huf vor Huf. Wie lange hatte ich keine Pferde mehr gesehen. Wie lange war ich nicht glücklich gewesen. Und sofort schaltete sich ihr verwundeter Teil der Seele ein: Wie lange bist ich nicht verletzt wurden?
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Apr 16, 2010 4:20 pm

White Hate hörte Leyas Vergangenheit. Auch die Fuchsbraunbe schien also einiges mitgemacht zu haben. Als sie Ray nach ihrer Vergangenheit fragte, schnaubte sie zögernd.

Ich weiß nicht... ob ich schon darüber sprechen will... auch wegen Nightsoul... ich will nichts riskireren... glaub mir, das ist besser für uns beide...

druckste sie herum und tänzelte unruhig auf der Stelle.
Auch wenn Night sich ändern sollte, er war gefährlich genug. Und Whitely wollte nicht riskieren, dass die Vergangenheit ihn wieder einholte. Er war stets gefährlich gewesen. Tödlich. Alles könnte sich ändern. Doch noch durfte sie nichts riskieren, nicht bei ihm.
Entschuldigend legte White Hate den Kopf schief, als sie zu Ley sah.

Ich... suche hier ein paar Kräuter in der Kuhle...

murmelte sie, fast ausweichend und entfernte sich ein paar Schritte. Die Moose und Farne waren klein, aber sie reichten, um im Notfall ein Pferd zu versorgen. White Hate deponierte die Kräuter in einer kleinen Nische unter dem Felsvorsprung.
Trocken und griffbereit.
Hoffentlich würde ihr Bruder nicht für ihren Gebrauch sorgen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Apr 17, 2010 10:11 am

Leya blickte Whitely mitfühlend an.

Ok, ich verstehe dich.

Dann sah sie wie Whitely ein paar Kräuter sammelte, und spürte nun wieder intensiv, wie sehr sich die beiden hassten. Sie stand da, und war innerlich wütend. Sie wusste nicht recht auf wen...
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Apr 17, 2010 10:44 am

Nightsoul wollte sich die Zeit vertreiben. Er hatte keine Lust, die ganze Zeit mit den beiden Stuten zusammenzusein. Er verließ die Kuhle und betrat den etwas tieferen Teil des Waldes. Es herrschte Stille, und hier kamen die Schneeflocken kaum bis zur Erde. Er lauschte den wohltuendem Rascheln der Büsche, wenn ein Windstoß durch sie fegte. Dann nahm er den Geruch einer fremden Stute wahr.

Nurmmer drei.

dachte er mürrisch. Nein, er würde sie nicht töten. Er ging stattdessen zurück zu den beiden Stuten und sagte:

Hier ist irgendwo eine fremde Stute in der Nähe.

Seine Stimme war mehr gelangweilt als interessiert. Aber so war Nightsoul. Und damit mussten die anderen beiden klakommen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Apr 22, 2010 4:51 pm

Echt?? Nur wo?? Der Wald ist tief...

Instinktiv spielte Ley mit dem Gedanken sie zu suchen. Doch sie dachte nach, und stellte fest, das das keinen Sinn machen würde.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Apr 24, 2010 2:01 pm

Whitely trat wieder zu Leya. Die Fuchsbraune schien wirklich zu verstehen.
Nightsoul war in den Wald aufgebrochen, doch nun kehrte er zurück. Irgendwo hier war noch eine Stute.

Leya hat auf jeden Fall recht, der Wald ist tief. Ich weiß nicht, ob eine Suche etwas bringen würde.

Die Worte waren zwar an Night gerichtet, doch Ray wurde klar, dass ihr schwarzer Brude die Fremde sicher nicht suchen wollte. Höchstens um sie zu töten.

Aber dann wäre er nicht zurükgekehrt! Vielleicht ändert er sich wirklich! Habe Vertrauen, Ray!

sagte ihr eine Stimme im Hinterkopf. Die Stimme nannte sie immer bei ihrem wahren Namen: Ray.

Ich sollte ,White Hate' als Titel haben! Ray-White Hate. Doch ich bin nur White Hate-Die Ausgestoßene.

Whitely wunderte sich ber ihre Gedanken und versuchte sich auf die Disskusion zu konzentrieren.

Was meinst du, Ley? Wer weiß, vielleicht braucht die Stute ja Hilfe?

Sie machte sich auf eine bissige Bemerkung von Nightsoul gefasst. Denn so war ihr Bruder, genau das Gegenteil von ihr. Früher hatte White Hate sich gewundert, das Fohlen derselben Mutter, dazu noch Zwillingsfohlen, so verschieden sein konnten. Jetzt wunderte sie nichts mehr, denn bei den Kämpfern der Nacht war alles möglich.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Apr 26, 2010 6:34 pm

Nightsoul beobachtete die Reaktionen der beiden Stuten. Es war klar, dass beide zumindest mit demGedanken spielten, sie zu suchen. Sie war ja eine Stute. Dennoch wunderte der Rappe sich über seine Schwester.
Glaubte sie wirklich, er würde eine Stute suchen wollen? Damit sie dann drei wären, vielleicht war die Fremde ja ein Plappermaul und nicht auszuhalten.
Night schüttelte schnaubend den Kopf.
Ja. Er veränderte sich. Aber soweit war er noch nicht. Anderseits war er der Leithengst einer Herde. Er hatte den rang zwar nicht selbst bestimmt und verhielt sich auch immer noch unschlüssig und abweisend- außer, dass er die fremde Stute "gemeldet" hatte-, aber es gefiel ihm, so eine hohe Position zu haben.
Bei den Kämpfern der Dunkelheit war es anders gewesen- nicht, dass es ihm damals etwas ausgemacht hatte. Dort gab es den Leithengst, Akas Meelen, dann noch seinen obersten Berater und Fohlen, Jährlinge, Mütter, die unter dem Begriff Schwache zusammengefasst waren. Älteste gab es nicht. Denn der Rest waren Krieger, und solange man kämpfen konnte, blieb man bei diesem Rang. Wurde man zu alt oder konnte nicht kämpfen, obwohl man weder Fohlen noch Jährling noch Mutter war, blieb man am besten zurück. Entfernte sich langsam aus der Menge. Und war eines Morgens nicht mehr da. Wer so töricht war zu bleiben, würde genau so getötet werden, wie er auch getötet hatte. Und so war es nunmal. Aus. Ende. Fertig.
Da war Nightsoul nur einer von Vielen gewesen, mutig im Kampf, doch in großer Angst vor dem Alter und der Schwäche, denn das bedeutete Tod, früher oder später, schneller oder langsamer, natürlich oder eben nicht.

Nightsoul war längst abgeschweift, als das er den Stuten weiter zugehört hätte, doch fing er die letzte Bemerkung seiner Schwester auf und er sah ihr Gesicht und wusste, dass sie das Übliche von ihm erwartete. Den gemeinen, zänkiscehn Spruch.
Doch Night verdrängte den Gedanken an die Kämpfern der Dunkelheit. Was zählte, war das Jetzt. Und jetzt war er der Leithengst einer Gruppe aus drei Pferden. Er hatte sich vielleicht sogar in die Leistute, leya, verliebt, diesen Gedanken konnte er nicht verdrängen. Er war einfach da.

Die Kämpfer der Dunkelheit sind Vergangenheit. Diese Herde ist, was zählt. Die Pferde des Windes!

Nightsoul nickte langsam, als er in die Realität zurückkehrte.

Ja, vielleicht braucht sie Hilfe. Vielleicht sollten wir sie suchen, doch bevor wir das tun, will ich noch deine Meinung hören, Ley- wenn das in Ordnung ist.

Er erkannte seine Stimme kaum wieder- sie war ausgeglichen und ruhig, fast sogar freundlich.
Das war ein neues Leben.


Zuletzt von Nightsoul am Sa Mai 15, 2010 10:37 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Mai 07, 2010 9:31 pm

Gut, wenn ihr alle dafür seid, ... dann suchen wir sie. Auf geht´s.

Ley sah sich zu Whitely um.

Wollen wir die Heilkräuter hierlassen? Das ist deine Entscheidung, Whitely...
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Mai 08, 2010 11:25 am

White Hate schnaubte leise vor Verwunderung. Seit wann fragte Nightsoul andere um ihre Meinung?
Jetzt sah sie durch den sanft fallenden Schnee hindurch einige Striemen auf seinem Fell... es waren die Wunden von Peitschenhieben... Hatten ihn die Menschen letztendlich doch gebrochen, ihn und seinen Willen?
Doch nein, so konnte es nicht sein, keine Schmerzen der Welt hatten ihrem Bruder je etwas anhaben können- aber noch nie zuvor war er von Menschen geschlagen und gedemütigt worden.

Night, was ist wirklich dein Geheimnis?

drängte sich die Frage in ihr auf. Doch sie kannte die Antwort, hatte sie immer gekannt, tief in ihrem Herzen, in ihrem Inneren, noch bevor sie hierhergekommen war, bevor die Nightsoul und Leya zusammen gesehen hatte...
Ja, es war die Stute. Sie hatte Nightsoul verzaubert, er hatte sich verliebt. Richtig verliebt. Unsterblich...

Doch ist die Gefahr nun am größten... Wenn er abstürzt von diesem Höhenflug, weil Leya ihn ablehnt, dann wird er sie töten. Und mich. Und viele weitere, unschuldige Pferde. Es würde eine neue Herde der Kämpfer der Nacht geben! Vielleicht hat das auch Akas Meelen zu dem gemacht, was er war...

Whitely musste Leya warnen. Ihre Gedanken kreisten nur noch darum. Fast überhörte sie Leyas Worte.

Ja, dann suchen wir sie...

murmelte sie.

Ähm- die Kräuter- sie können hierbleiben...

Nimm sie mit! Was, wenn er...

Ray dachte den Gedanken nicht zu Ende, verbannte ihn aus ihrem Kopf.

Zur Not werde ich sicher andere finden!

sagte sie, leicht verlegen. Dann räusperte sie sich und sah zu ihrem Bruder:

Du bist von uns der Stärkste und Mutigste- geh du bitte vor, Nightsoul...

Sie lachte gekünstelt.

Wir Stuten wollen unter uns sein.

Sie lächelte Leya an, versuchte, das Lächeln echt wirken zu lassen. Ob es ihr gelang?
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Mai 09, 2010 8:41 am

Ok, dann werden die Kräuter hier bleiben.

Ley fragte sich was mit Whitely los war. Sie wirkte so anders. Dann blickte sie zu Night. Sie sprach in einem freundlichen Ton. Auch Night hatte sich sehr verändert. Sie erkannte ihn nicht wieder...in der Mordbegier.

Und Night, würdest du vorausgehen??

Sie blickte ihn verlegen an, und konnte sich ein Lächeln zu ihm nicht verkneifen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Mai 09, 2010 12:38 pm

Nightsoul schnaubte ungeduldig zu seiner Schwester, als diese in Gedanken versunken war. Sie stammelte, als sie sprach, schien nicht bei der Sache. Und was bezweckte sie mit ihren letzten Worten-dass er vorgehen sollte und die Stuten unter sich sein wollten?!

Du führst etwas im Schilde, Hate! Mich kannst du nicht täuschen!

Auch Hates Lächeln war falsch, dass erkannte der stolze Rappe sofort. Doch als, Leya sprach, sah er zu ihr und betrachtete White Hate nur aus den Augenwinkeln.

Ja, ich werde vorgehen. Immerhin habe ich sie auch gerochen, also finde ich sie vielleicht eher!

Diesmal war seine Stimme wieder einen Schlag unfreundlicher, und diesmal musste er sich beherrschen, um nicht loszubrüllen. Er wollte wissen, was seine Schwester vor hatte. Doch er bezwang seine Wut und setzte sich in Bewegung, ging tiefer in den Wald hinein und sog die Winterluft ein. Ja, da war die schwache Duftspur wieder. Night folgte ihr, konzentriert.
Sollten die Stuten machen, was sie wollten. Er hatte es nicht nötig, ihr Gespräch zu belauschen!
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Mai 12, 2010 5:03 pm

Whitely schnaubte vorsichtig und lächelte Nightsoul zaghaft an. Dann war der schwarze Hengst auch schon im Dickischt der Bäume verschwunden. Ray sah zu Leya.

Komm, folgen wir ihm!

murmelte sie und fuhr in Flüsterton fort:

Leya... es gibt etwas, dass du wissen solltest... ich glaube, Nightsoul hat sich in dich verliebt... Bitte, bitte, enttäusch ihn nicht! Du brauchst diese Liebe nicht erwiedern, aber sag ihm niemals ins Gesicht, dass du ihn´nicht liebst! Ich... habe Angst. Er würde dich töten. Er würde zurückfallen... Wo er jetzt vielleicht sein altes leben aufgeben will...

White Hate brach ab. Sie spitzte ihre Ohren in Nights Richtung, doch der Hengst war kaum noch zu sehen. Ray sah Leya mit einem kurzen, flehenden Blick an, bevor sie sich auf die Spur ihres Bruders konzentrierte. Ja, jetzt roch auch sie den schwachen Geruch der Fremden in der Nähe.
Jetzt versuchte sie, die anderen gedanken zu verdrängen. Vielleicht brauchte diese Stute ja doch Hilfe.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Mai 12, 2010 6:15 pm

In wilden Sprüngen jagte der imposante Hengst, der so manchen Konkurrenten lediglich durch seine einschüchternde Größe vertrieb, durch die wilde Weite und genoss das unbändige Gefühl von Freiheit. Dass dabei stets ein Hauch von Tod um ihn zu schweben schien, machte ihn den hellen Tag nur umso süßer, denn obgleich er diese helle Tageszeit keineswegs mochte, wurde sie somit erträglich. Ja, vor nicht allzu langer Zeit hatte eine junge Stute ihr Leben aushauchen müssen, ihr lebloses Fohlen an ihrer Seite. Sie hatte ihn angeschrieen, er sei ein Monster, wie könne er nur ein gerade geborenes Leben wieder in den Tode treiben, als er seine Entscheidung in die Tat umgesetzt hatte. Ohne mit der Wimper zu zucken, ja, nicht einmal der Gesichtsausdruck veränderte sich, warf er seine imposante, muskelbepackte Hinterhand empor, kaum dass diese wieder festen Boden unter den Hufen hatte, riss er seine ebenso monströse Vorhand empor und hörte den Schädel der Stute bersten. Mit funkelndem Blick beobachtete er die Stute bei ihrem qualvollen Ende, genoss den Geruch des metallischen Blutes und konnte sich nicht satt sehen an dieser Pracht. Das Blut ergoss sich über den gesamten, gewiss einst wunderschön gewesenen Pferdekörper, begrub Mutter wie Sohn unter sich und ließ sie bald kaum mehr zu erkennen sein. Bald, so schien es, war der Körper der Stute blutleer und ein großer Teil dieses Blutes hatte sich über die imposante Brust des Rappen verspritzt, floss nun von dort hinab auf den Erdboden.
Ein hinterhältiges Lächeln folgte, er zog die Geschwindigkeit an und einem lackschwarzen Blitz gleich schoss er durch das langsam dichter werdende Gestrüpp. Er hatte bereits den nächsten Duft aufgenommen, eine noch ahnungslose junge Stute. Immer tiefer drang er in den Wald ein, war dabei jedoch ebenso leise wie ein Panther im Unterholz. Man schien ihn nicht einmal atmen zu hören, was die Vermutung nahe legte, dass er keine Luft benötigte. Als ob Sonticus kein lebendes Geschöpf mehr sei, sondern viel mehr der Teufel persönlich. Wobei Teufel gewiss noch die Untertreibung des Jahrhunderts zu sein schien. Einzig ein Blick in die bohrenden, rabenschwarzen Augen des Hengstes genügte und man sah den Teufel darin tanzen.

»Mäuschen, Mäuschen, sieh dich vor. Nun schreitet Satan durch das Tor ...«

flüsterte er leise, es hätte gewiss mit dem Murmeln des Windes und dem Rascheln der Blätter überhört werden können. Ein Vögelchen flog in wilder Hast panisch auf, suchte sich klugerweise einen Ort, der weit, weit entfernt von Sonticus war und an dem der Rappe nie auftauchen würde. Nicht alle schienen so wohlbesonnen, denn inzwischen war der Duft der Stute beinahe greifbar. Keine zwanzig Meter trennten ihn nun von der Stute und er wurde langsamer, achtete nun weitaus besser auf seine Umgebung. Nicht, dass sie jemanden erwartete und sein Plan, die Stute umzubringen, daneben ging, weil eine ganze Herde der Meinung war, man müsse die unedlen Erdenbewohner hier hausen lassen. Abfällig schnaubte er, erinnerte sich an den Leithengst - seinen Vater - den er umgebracht hatte Auch er war ein unedler Erdenbewohner und er hatte es nicht besser verdient. Eigentlich hätte er glücklich sein sollen, sein Ende war verhältnismäßig sanft abgelaufen. Jedenfalls in Sonticus´ Augen.
Mit einem gewaltsamen Sprung katapultierte sich der Rappe aus dem Dickicht des Waldes hervor, segelte majestätisch und elegant gefährlich für den Bruchteil einer Sekunde durch die Lüfte und wusste instinktiv, was dies für ein phänomenaler Auftritt sein musste. Gleich darauf schoss er herum, geradewegs auf Amaterasu zu.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Mai 13, 2010 11:09 am

Leya trabte hinter Nightsoul her. Sie behielt einen Abstand, und war neben Whitely. Ihre Worte verwirrten sie.

Ich...Ich glaube, ich habe mich auch in ihn verliebt. Er ist so nett!! Das würde ich ihm niemals ins Gesicht sagen...höchstens das Gegenteul.

Nun lächelte Ley die Schimmelstute an.

Du brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen!! Ich weiß, was ich tue!!
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Mai 13, 2010 2:25 pm

Nightsoul war grimmig vorangegangen. Er konnte die Nähe der fremden Stute spüren. Hinter ihm gingen langsamer die beiden ihm vertrauten Stuten, flüsterten und taten geheimnisvoll.

Was kümmert es mich?

Plötzlich tauchte wie aus dem Nichts ein weiterer Duft auf, im selben Moment, in dem Nightsoul ein Knacken in den Bäumen vor ihm hörte.
Es war ein Hengst. Night schnaubte. Sollte er jetzt beruhigt oder beunruhigt sein?
Dann roch er das Blut, das noch an dem neuen Geruch haftete. Blut einer Stute. Nights Herz schlug ihm bis zum Hals. Er merkte erst jetzt, dass er stehen geblieben war. Er lauschte und konnte seinen Herzschlag hören, so laut wie das Brüllen eines Pumas. Nightsoul schnaubte.
Dieser Hengst würde töten. Nightsoul hatte ein Gespür für soetwas.

Blut. Tod. Mörder. Kämpfer der Dunkelheit...

Der Geruch war ihm unbekannt, also konnte der Hengst nicht aus seiner ehemaligen Herde stammen.
Die letzte Stunde der ihm noch ungebekannten Stute hatte geschlagen, Nightsoul wusste es, er roch es und spürte es, als wäre er selbst jener Fremde, der da soeben in den Wald gestürmt war.
Night setzte sich in Bewegung. Mit lautem, durchdringendem Wiehren warnte er die Stuten hinter sich:

Bleibt stehen! Kommt nicht näher, ich weiß wovon ich spreche!

Mit einem einzigen Sprung landete er bei der fremden Stute und dem hengst, der auf sie zustürmte. Er war groß, mächtig. Schwarz...
Night sah sein Ebenbild in einer etwas größeren Ausgabe. Und es erinnerte ihn an sich. Vor nicht allzu langer Zeit. Als er bei den Kämpfern der Dunkelheit gewesen war.

Der Rappe dachte zurück. All das hatte er vergessen wollen, hinter sich lassen. Ley hatte ihn verzaubert. Doch jetzt war das alles nicht mehr. Jetzt stand er sich selbst gegenüber.
Entschlossen blickte der Hengst zu der fremden Stute. Er schnaubte und stellte sich zwischen sie und den Hengst. Er würde kämpfen. Um das Leben dieser Stute. Er würde wieder töten. Doch diesmal aus anderen Gründen.
Der fremde hengst war stärker als Night. Aber das machte nichts. Night wusste, wie man kämpfte. Er hatte schon andere besiegt, und jetzt würde er gegen sich kämpfen- sich selbst in einer früheren Ausgabe! Und wer kannte ihn besser als er selbst?
Nightsoul schnaubte drohend und wartete auf den Anderen.


Zuletzt von Nightsoul am Sa Mai 15, 2010 10:35 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Mai 13, 2010 4:02 pm

Die gewaltigen Muskeln unter dem rabenschwarzen Fell schienen aus Metall gemacht, so sehr waren sie angespannt. Doch obgleich dies ein anderes Wesen gewiss bis in den nahen, körperlichen Tod getrieben hätte, stand Sonticus noch aufrecht, wild, gefährlich, majestätisch. Man würde weder ihn noch seinen Stolz brechen, dafür würde er Sorgen. Mit wildem Augenausdruck, der nur zu jenen Zeitpunkten vorhanden zu sein schien, wenn er mordete, stürmte er geradewegs auf die Stute zu, ob diese nun wusste, was ihr blühte oder nicht. Eigentlich war es ihm relativ egal, ihm ging es lediglich darum, ihr Blut zu schmecken und zu spüren. Mit tief in der langen Mähne vergrabenen Ohren donnerte er einem tödlichen Zug gleich weiter, als plötzlich ein fremder Hengst zwischen beide sprang. Zu anderen Zeiten hätte Satan seine Hinterhufe brutal in den Erdboden gerammt und wäre schliddernd und wild aufbäumend zum Stehen gekommen. So jedoch fing er sich keineswegs auf, unbeirrt jagte er weiter, mitten hinein in Hengst und Stute.
Die Schulter Sonticus´ rammte gegen die Flanke des zweiten Hengstes, würde ihn somit gewiss ein wenig abdrängen und hätte somit wieder bessere Sicht auf die Stute. Er hätte es ahnen müssen, dass in diesem Wald auch wieder solche Plusterkuchen waren, die meinten, sich den Stuten gegenüber behaupten zu müssen. Das einzige, was sie in seinen Augen waren, waren feige Schwächlinge. Es interessierte den aufgebrachten Hengst in keinster Weise, dass jener zweite Rappe anscheinend ebenfalls dem Kampfe zugetan war, denn momentan zählte nur eines: das Blut, sei es nun von Stute oder Hengst. Bestmöglich sogar von beiden.
In wilder Manie biss und schnappte Satan nach jedem Quäntchen Fell, welches er zwischen Lippen und Zähne bekam, hörte jedoch auch oft genug die harten Zähne leer aufeinander klappen. Doch er drängte den Hengst mit Masse und Größe weiter zurück, seinem Körperbau konnten nicht viele etwas entgegensetzten und dieser magere Anfänger erst recht nicht. Wut blitze in den sonst so kalten Augen auf und schien die Kälte selbst aufzunehmen. Mit einem Mal riss Sonticus seine Vorderhand empor, spürte Knochen, Haut und Fleisch und warf eben diese Masse an Gewicht und stählernen Muskeln seitwärts, geradewegs auf Nightsoul. Er hätte keine Chance unter seinem Gewicht, es sollte ihm bewusst sein. Immer wieder nach dem Fremden schnappend, machte er immer wieder große Sätze nach vorn, ehe er sich während einer kleinen "Atempause" wie es schien zu Amaterasu schieben konnte. Mit wildem Blick beugte er den Hals mitsamt Kopf nach vorn, riss diesen unvermittelt empor und die Vorderhand folgte ein Stück. Wenig später donnerten seine Hufe auf die braune Stute nieder.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Mai 14, 2010 11:57 am

Nightsoul sah den hengst auf sich zukommen, doch er blieb stehen. Er spürte keinen Schmerz, denn er fühlte, wie etwas Altes von ihm zurückkehrte. Er wusste, was zu tun war. Hatte er auch noch nie gegen so einen Riesen und Mörder gekämpft, zu vergleichen nur mit Akas Meelen, so fühlte er sich stärker denn je. Denn er wusste, dass er auch aufhören konnte. Dass er nicht von der selben Wut und dem Drang des Tötens getrieben wurde wie der Dämon vor ihm.
Das war nicht er, das war schlimmer.
Night spürte, wie er gebissen wurde, doch er beharrte an seinem Platz, bis er gegen die Körpermasse des anderen Hengstes verlor. Er biss und schlug mit den Hufen, aber der Fremde war nun bei der Stute angelangt. Er donnerte auf sie, und Nightsoul spürte einfach nur Hass und Verachtung für diesesn Mörder- und doch Mitleid. Er war besessen, wollte töten.
Night kannte das. Und jetzt wusste er, wie er sein vorheriges Leben ebenfalls verachtete.
Mit einem scharfen Wiehren stürzte er sich wieder auf den Hengst. Er bearbeitete ihn mit seinen Hufen und konnte ihn schließlich von der Stute lösen.

"Lauf, wenn du kannst!"

keuchte er, während er den Hengst in den Hals biss.

"Lauf dahin, wo ich herkam, da sind zwei Stuten, die können dir helfen..."

Nightsoul erkannte seinen Fehler. Er biss fester zu und spürte das warme Blut seinen eigenen Hals hinunterrinnen.
Wenn er diesen Hengst nicht tötete, waren auch White Hate und-Ley in Gefahr. Nightsoul ließ den Hengst kurz los und verpasste ihm einen Tritt in der Seite.
Was auch immer dieser Hengst dachte- er war kein Schwächling, er konnte kämpfen. Er konnte töten. Und er würde töten!
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1.Kapitel -> Mitten im Winter...
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