Pferde des Windes

Lernen frei zu leben und frei zu sein.
 
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 1.Kapitel -> Mitten im Winter...

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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Jul 12, 2010 1:52 pm

Whitley lächelte Alessio zu und nickte beruhigt.

Das ist gut, Alessio! Wenn du mich entschuldigen würdest...

Ray trabte schnell zu Leya und fragte:

Hey, Leya! Kehren wir dann zurück zu der Kuhle und dem Felsvorsprung? Also, wenn Nightsoul wieder da ist?

Whitely blickte Leya fragend an. Aus dem Augenwinkel beobachtete si immer noch misstrauisch Sonticus. Sie hatte Angst vor dem schwarzen Hengst. Sie wollte, dass er verschwand, für immer! Lunar sollte bleiben, White Hate hatte die Rappstute ins Herz geschlossen, aber ihr Bruder war der Schimmelstute nicht geheuer.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Di Jul 13, 2010 11:45 am

Leya merkte, das Alessio und Whitely sich gut zu verstehen schinen. Und Ley merkte das Whitely nicht gut auf den Rappen zu sprechen war.

Wir werden dann, wenn Night wieder da ist zu der Kuhle zurückkehren.
Übrigens, was hälst du von Alessio? Sollen wir ihn zum festen Mitglied machen??

Leya war unruhig. Wegen Night. Hoffentlich war ihm nichts passiert.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Jul 16, 2010 11:17 am

White Hate nickte zu Leyas Worten. Als die Leitstute sie fragte, was mit Alessio werden solle, bestätigte die Schimmelstute auch hier Leyas Vorschlag, den braunen Hengst aufzunehmen.

Ich halte das für eine gute Idee. Was hast vor wegen dem Rappen? Ich schätze, dass sollten wir dann aber mit Nightsoul zusammen besprechen... Der Fremde da hat bewiesen wir stark er ist und Nightsoul hatte eine recht schlimme Wunde- aber ich glaube, dass mein Bruder den Anderen ohne zu Zögern erneut angreifen würde...

Ray war sich unsicher, was geschehen sollte. Sollten sie Sonticus verjagen? Doch wer von ihnen hätte den Mut dazu? Night, sicher. Aber wäre das das Rechte? Und Crepuscúlo? Was würde sie sagen, auch wenn sie sich mit ihrem Bruder nicht gerade gut verstand?
White Hate seufzte. Sie hatte keine Ahnung- zu viele Fragen und keine Antworten.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Jul 17, 2010 1:07 pm

Ley merkte, dass Whitely ihr zustimmte. Daher verkündete sie etwas.
Erst leise, zu Ray:

Um diesen Sonticus kümmert sich Night dann.

Und dann zu allen.

Wir haben beschlossen, dass wir zu einer Kuhle mit Felsvorsprung zurückkehren, sobald Night wieder da ist.
Außerdem möchte ich dich Alessio zum Teil, zum Mitglied unserer Herde machen. Ich bin auch am überlegen, dich später als Helfertier oder Verteidiger oder so einzusetzen. Lunar, dich würde ich auch gerne erstmal zum Mitglied machen. Den Rest überlegen wir später!

Ley wendete sich wieder zu Whitely.

Unsere Herde wächst.

Besorgt sah Ley in den Wald hinein mit Gedanken bei Night.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Jul 17, 2010 1:38 pm

Die Fuchsstute gallopierte ziellos durch die Gegend. Doch da entdeckte sie Hufspuren im Schnee. Erfreut wiehernd folgte sie den Spuren. Die Sonne schien auf ihr Fell und es schimmerte rötlich. Die Mähne wehte im Wind, sowie der Schweif. Sie war wunderschön und noch frei. Und da entdeckte sie die Herde. Es waren Hengste dabei, wie sie erfreut feststellte. Nicht dass sie so vom Verführen abhängig war, doch wer weiß, villeicht würde sie die große Liebe doch noch finden? Wieder wieherte sie und steuerte zielstrebig wie Fireheart nun war eine braune Stute ein, bei der sie sich sicher war, dass es die Leitstute war. Mit selbstbewusster Stimme fragte sie:

Ich grüße dich! Mein Name ist Fireheart, wäre ein Platz für mich frei?
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Jul 17, 2010 2:02 pm

Whitely hörte Leya aufmerksam zu. Alessio und Lunar wurden feste Mitglieder der Herde. Als sich die Leitstute an alle Pferde wandte, erwähnte sie Sonticus mit keinem Wort.

Hoffen wir, dass er ruhig bleibt... zumindest, bis Nightsoul wieder da ist... er und Alessio können ihn vielleicht stoppen...

Ray hing ihren Gedanken nach- war sie so von Angst erfüllt gewesen, als Sonticus, das Dämonenpferd, sie angegriffen hatte, so erschien er der Schimmelstute jetzt als einfach nur ein weiterer Träger des Schicksals, als weitere Gefahr in dieser Welt ohne wirklichen Frieden und ewige Freundschaft. Sie wanderte in Gedanken zu den Kämpfern der Dunkelheit, ihrer Geburtsherde, die sie über alles hasste. Nightsoul, den sie ebenso gehasst hatte- Licht und Schatten... Ray, der Lichtstrahl... White Hate, Weißer Hass... Die Ausgestoßene
Worte voller Verachtung, Worte, die wehtaten, gesprochen von ihrer eigenen Familie; Thunder, Nightsoul, Winterlight.
Ausgerechnet ihr größter Wiedersacher schwieg, achtete sie auf seine Weise: Akas Meelen... er erinnerte Whitely an Sonticus.

White Hate schaubte und kehrte in die Gegenwart zurück.

Oh ja, Sonticus, du bist nicht mehr und nicht weniger als Leya oder ich- du bist einfach nur einer der Schatten dieser Welt!

Keine Angst lag mehr in dem Blick, den sie dem Rappen zuwarf, mehr Verachtung.
Eine fremde Stute erreichte die Herde und fragte Leya selbstbewusst, ob ein Platz für sie frei wäre. Selbstbewusst, schön, unbeschwert...
White Hate kam sich vor wie eine kleine, graue Maus. Verstoßen aus der Geburtsherde, umhergezogen ohne Anhänger ihrer Meinung zu finden... und nun war sie nicht die Leitstute der Kämpfer des Lichts, sondern Heilerin der Pferde des Windes. Doch was sie hatte, war Erfahrung. Und bald würde die Schimmelin aufbrechen, für einige Zeit auf eine Reise gehen, die sie für alle Zeiten zu dem machen würde was sie war: Diplomatin und Botschafterin, wie Night sagen würde "Friedensengel", wie Mutter sie getauft hatte "Lichtstrahl".
Und wenn sich Nightsoul eines Tages vollkommen geändert hatte, dann würden die Pferde des Windes die freiste, gklücklichste und friedlichste Herde werden, die es gab.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Jul 17, 2010 2:18 pm

Ley sah sich weiter um, als aufeinmal eine wunderschöne Stute auftauchte selbstbewusst, schön, frei, unbeschwert. Was suchte so eine Stute alleine?? Sie müsste in einer riesigen Herde sein. Und sehr beliebt. Einen Partner haben. ein fohlen. Doch es war das Gegenteil. Das wunderte Ley.
Sie hörte deutlich die locker gestellte Frage. Eine sehr selbstsichere Stute.

Ähm...Hallo. ich bin Leya die Leitstute dieser Herde. Und ja, du willst unserer Herde beitreten. Schön. Ich kann das aber nicht allein entscheiden. Da der Leithengst dieser Herde...-

Leya schweifte mit ihren Gedanken durch den Wald zu Night. Das erste mal gestand sie sich ein, dass sie ihn über alles liebte. Angst um ihn hatte...

-...im Moment nicht hier ist, und ich keine Beraterin habe, lasse ich dich entscheiden, Ray. Ich vertraue dir. Sollen wir diese Stute aufnehmen?
Ach und übrigens, werte Stute, wie heißen sie überhaupt?

Leya erwartete von zwei Seiten Antwort. Sie war ziemlich ungeduldig. Ungeduldig jedoch wegen Night.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Jul 19, 2010 12:59 pm

White Hate war abgetaucht in ihre Gedankenwelt, als Leyas Stimme sie aufschreckte. Whitely hörte so gut wie es ging zu und schwieg dann völlig verblüfft.

Sie... lässt mich über die Aufnahme dieser Stute entscheiden?

Jemand vertraute ihr. Ihr, der Ausgestoßenen. Doch musste sich White Hate eingestehen, dass all dies mal war, in einer anderen Zeit, in einer anderen Herde. Für die Kämpfer der Dunkelheit war sie die Ausgestoßene, der Friedensengel, die Verräterin, das "schwarze" Schaf. Doch nicht hier. Hier war sie Heilerin, fast schon Beraterin, durfte sie doch über Firehearts Zukunft mitentscheiden.
Nach Leyas Frage, wie die Stute hieß, begann Ray.

"Ley, sie hat ihren namen schon gesagt- Fireheart."

Dann wandte sich Whitely der fremden Stute zu. Sie schien selbstbewusst, locker und- das war das Wichtigste- ehrlich. Die Schimmelstute nickte Fireheart lächelnd zu und antwortete Leya:

"Ja, ich bin dafür, dass wir Fireheart aufnehmen."

Irgendwie fühlte es sich großartig für Ray an, diese kleinen Worte, die kleine Entscheidung, dieses Stückchen Verantwortung- wurde sie machtgierig?
White Hates schlug heftig- wurde sie zu einem Kämpfer der Dunkelheit? Wollte sie Macht wie Akas Meelen oder Nightsoul? Oder Sonticus?
Die Schimmelstute schnaubte leise.

Ja, es ist gut, dass ich für eine Weile auf eine Reise gehe, um entgültig mit mir selbst in Frieden leben zu können, meine entgültige Bestimmung zu finden- allein, ohne Gier nach Macht

dachte sie und lächelte leicht.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Jul 22, 2010 4:36 pm

Die feuerrote Stute deutete eine Bewegung an und meinte höchst erfreut:

Danke! Ich werde die Herde nicht enttäuschen!

Dies hatte sie tatsächlich nie gemacht. Sie war eine ehrliche und treue Stute, dies stand fest. Mit einem glücklichen GLitzern in den Augen sah sie die Herde an.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Aug 01, 2010 1:30 pm

Ley machte sich noch immer um Night Sorgen. Aber sie war auch froh. Über die neue Stute.

Ok...ich glaube das du uns viel helfen kannst. Damit bist du Mitglied. Erstmal...Wenn du die Herde unterstützt, kannst du auch bald höher gestellt sein.

Ley freute sich auch darüber, das Ray so glücklich war. Ihr Leben war in vollem Schwung, und wurde immer besser.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Aug 01, 2010 5:20 pm

Er suchte lange. Erst war er geduldig, er folgte einfach dem Duft der Stute, den er noch schwach in seinem Gehirn gespeichert hatte. Erst war also alles wie immer, wie, wenn er bei den Kämpfern der Dunkelheit nach einem Opfer gesucht hatte. Gesucht- gefunden- getötet!
Und das war der erste Unterschied. Nightsoul, der Kämpfer der Nacht, würde diese Stute nicht umbringen, sondern sie freundlich in seine Herde aufnehmen, und wenn sie nicht wollte, würde er sie freundlich ziehen lassen.

Und dann wurde der schwarze Hengst ungeduldig, schnaubte, während er frierend durch den Schnee stapfte.

Wo bist du, du verdammte Stute?

Es war einige Zeit vergangen, und Nightsoul war mürrisch, bösartig, angriffslustig wie eh und je. Irgendwann drehte er um.

Pech gehabt, Kleines.

schnaubte er wütend und galoppierte durch das dichte Unterholz. In der Nähe der Stelle, an der er die Stuten, den fremden Hengst und dieses Teufelpferd zurückgelassen hatte, nahm er wieder den Duft einer Stute da.

Wenn es die ist, die ich da draußen suchte, so ist sie bald tot.

Der Rappe sog tief die Waldluft und die Düfte der vertrauten Pferde ein, die sich schon langsam zu einem herdengeruch vermischten, und filterte en Geruch der Stute herraus. Doch es war ein anderes Pferd.
Night atmete wieder aus und kleine Atemwölkchen bildeten sich vor seinen Nüstern. Nun schritt der Hengst langsam und stolz auf die kleine Lichtung.

Ich habe sie nicht gefunden.

sagte er in Leyas Richtung, dann blieb er vor der fremden, hübschen Stute stehen.

Wer ist das?

fragte er, seine Stimme klang scharf und bestimmt, aber nicht zu bedrohlich.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Aug 01, 2010 6:45 pm

Leya blickte in den tiefen Wald...Sie atmete unruhig ein, bald tratt sie von einem Huf auf den anderen.
Bei der beunruhigten Atmung der braunen Stute kam ihr ein bekannter Pferdegeruch unter. Er war zwar noch ein Stück entfernt, aber Ley war sich sicher, dass es Night war. Sie freute sich... Und nun war er wieder da. Der Schwarze Hengst.

NIGHT! Da bist du ja, endlich.

Wäre Night nicht schon vor ihr, würde sie wohl auf ihn zustürmen. Doch nun war sie traurig, dass die Stute verschwunden war.

Naja, wenn wir bei der Kuhle zurück sind und dort eine Weile lagern, findet sie uns vielleicht noch...wenn sie noch lebt, und es ihr gut geht.
Achja, dass ist Fireheart. Sie ist eine sehr nette und sympatische Stute. Ich habe sie in unsere Herde aufgenommen. Oder war das falsch??

Leya blickte unsicher zu Nightsoul, ihrem vertrauten Hengst.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 02, 2010 1:54 pm

Oh ja, er liebte sie. Und damit war Leya eindeutig im Vorteil. Night schnaubte kurz. Dann antwortete er schulterzuckend:

Mir soll's recht sein. Aber ich werde sie im Auge behalten, wie jeden von euch!

Die letzten Worte gingen an Crepuscúlo, Alessio, Fireheart, Sonticus und auch an seine Schwester Hate. Nur Ley vertraute er. Langsam. Ein bisschen. Doch sie durfte ihn nicht enttäuschen.

Gut, kehren wir zu der Kuhle zurück.

sagte er abschließend und schritt mit stolz erhobenem Kopf voran, wobei er aus den Augenwinkeln jedoch das schwarze Dämonenpferd beobachtete. Leise erinnerte ihn sein brummender Schädel an die Kraft des Hengstes. Was würde der Teufel als nächstes tun?
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 02, 2010 5:20 pm

Leya sah zu Nightsoul. Er schien es nicht so herzlich mit neuen Pferden in der Herde zu sehen. Aber er hatte es akzeptiert. Er hörte auch, das sie zur Kuhle zurückkehren würden.

Na dann los.

Diese Worte gingen im stillen bedacht an Night.

Night und ich haben beschlossen, nachdem die Suche nach der Stute nichts ergeben hatte, zur Kuhle zurückzukehren...Achja, für alle neuen eine kleine Kurzdurchsage zur Herde. Falls ihr Fragen habt wendet euch an Night oder mich. Nightsoul und ich, Leya, sind die Anführer. Wir werden entscheiden. Die Schimmelstute, nocheeinmal für alle ist White Hate, die Heilerin. Dann haben wir die Mitglieder Crepúsculo und Alessio, sowie Fireheart. Dazu kommt noch dieser Hengst mit dem wir uns noch nicht einig sind namens Sonticus. Bleibt nur noch die verschwundene Stute.
Jetzt sind hoffentlich erstmal die Verhältnisse klar.
Wir werden nun gehen. Wer sich nicht dieser Herde anschließen will kann gleich hier bleiben. Aufgehts. Night, willst du den Anfang oder den Schluss machen??

Sie blickte zu ihm. Ihm direkt in die Augen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 02, 2010 7:49 pm

Whitely sah ihn auf die Lichtung kommen, kurz nachdem sie seinen Geruch erkannt hatte. Und da verschwand das Lächeln von ihrem Gesicht, die letzte Spur ihres Hochgefühls verschwand. Ray senkte schüchtern den Kopf vor ihrem Bruder. Sie hatte ihm seine Entscheidung genommen.

Und tschüss, White Hate, Ausgestoßene, Ray, Lichtstrahl, Friedenslamm...

dachte sie kühl. Ein Grund mehr für Nightsoul, seine Schwester zu hassen. Doch Ley erwähnte Whitely in keinem Wort, aber wahrscheinlich war das nur Zufall.
Leya hatte ja keine Ahnung, zu was Nightsoul fähig war. Aber damit war White Hate gerettet.

Noch über all dies nachdenkend, spürte sie Nights wandernden Blick und hörte seine Worte.

Aber ich werde sie im Auge behalten, wie jeden von EUCH.

Ray zuckte zusammen, denn auch sie traf Nightsouls Blick. Der Blick ihres Bruders. Tod trifft Leben. Weiß trifft schwarz. Vereint als Geschwister, als Zwillinge.
Leyas Worte hörte die Schimmelstute nicht mehr. Stumm reihte sie sich ein, um der Herde zurück zu der Kuhle zu folgen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Aug 02, 2010 7:59 pm

Nightsoul hasste die Liebe für das, was sie ihm antat. Warum konnte er nicht einfach Leya umbringen? Warum liebte er sie? Hatte diese Stute denn nicht gesehen, wie er vorrausgegangen war? Warum hielt sie ihn jetzt auf, brachte ihn dazu, ihr in die Augen zu schauen?
Doch er tötete nicht, fluchte nicht, schnaubte nur leise wie so oft. Behielt die Kontrolle, behielt die Fäden in der Hand.

Sie war schön, eine prachtvolle Stute in ihrem Braun, mit ihrem Mähne und ihrem Schweif. Für Night bedeutete sie tausendmal mehr, war viel schöner als die für Außenstehende mindestens genauso hübsche Fireheart. Das Funkeln in Leys Augen war so unbeschreiblich...

Oh Gott, wie er sie liebte! Wie er sie vergöttete. und am liebsten abgrundtief hassen würde!
Nightsoul erwiederte ihren Blick, für einen Moment glänzten seine Augen sogar voller Zärtlichkeit, ehe er in dem gewohnten bestimmten, aber nicht unfreundlichen Ton, den der Rappe immer bei Leya benutzte, eine Antwort gab:

Ich mache den Anfang, Leya die Namenlose.

So hatte er sie genannt, als sie sich kennenlernten. Es schien schon jahre her zu sein, als er sie töten wollte, nach ihrem titel gefragt hatte und schließlich als Leya die namenlose verspottete. Doch jetzt waren diese Worte nett gemeint, entsprachen dem Besten seines Humors.
Dann drehte sich Night um, die strahlenden Leya-Augen verschwanden und er ging kühl voran.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Di Aug 03, 2010 1:40 pm

Leya sah, wie die anderen vorausgingen. Nachdem alle an ihr vorbeiwaren folgte sie.
Ein Stück weiter kamen sie zur Kuhle zurück. Ley wollte gleich die nähste Umgebung erkunden.
Von der Kuhle aus ging sie ein klitzekleines Stück um die Ecke als sie eine Einkerbung ereichte. Das wunderte sie nicht groß da sie sich an einer kleinen Felswand befanden.

Eine Einkerbung in der Felswand...Mal sehen...Hmm. Gut 6m nach hinten und 10m breit. Sehr gut.

Mit diesen Gedanken kehrte sie zur Kuhle und dem Rest der Herde zurück.

Hört mir zu...Ich habe hier, gleich um die Ecke eine kleine Einkerbung in der Felswand gefunden. Ca. 6m nach hinten und 10m breit. Wir könnten uns heute Nacht verteilen, um mehr Platz zu haben.

Nach dieser kurzen Ansage ging sie zu Night, dem schwarzen, prächtigen Hengst.

Night, bitte komm kurz mit. Ich möchte dir etwas sagen. Allein...

Ley trat einen Schritt zurück, und wartete auf eine Antwort.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Di Aug 03, 2010 7:32 pm

Da waren sie wieder bei der Kuhle. Keine fremden Spuren oder Gerüche waren da, nur die dort noch gut unterscheidbaren Duftspuren von Hate, Leya und Nightsoul selbst. In der kleinen Felsnische lagen unverändert die Kräuter seine Schwester.

Da wären wir.

murmelte Night leise und desinteressiert. Er ließ sich stumm unter dem Felsvorsprung nieder und starrte nach draußen, wo es -verständlich in dieser Jahreszeit- schon recht dunkel war.
Leya sah sich um und erzählte schließlich irgendetwas von einer Einkerbung in der Höhle. Night blieb liegen, bis die Stute zu ihm kam und sagte, dass sie ihn sprechen wollte- allein. Und da war wieder dieser teufliche Blick. Willenlos ergab er sich ihr, stand auf und ließ sich von Ley zu einem etwas abgelegenen Ort führen.

Ja... Ley?

fragte er, seine Stimme war zärtlich und fast vonb einer seltsamen Hoffnung erfüllt. Er blickte nur in ihre wunderbaren Augen. Sie hatte ihn gebändigt.
Was die Menschen mit Schlägen und Einsperren nicht vermocht hatten zu tun, das hatte Leya getan.
Nightsoul dachte zurück, als er in einer engen Box eingesperrt worden war, und die Striemen der Peitsche auf seinem Rücken brannten.
Doch er sah Ley noch tiefer in die Augen, verfing sich in ihrem Blick und fühlte sich leichter als je zuvor.

Oh, Liebe ich hasse dich! Oh, Ley, ich hasse dich!
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 10:24 am

Allesio blieb still, beobachtete die anderen. Immer wieder verfing sich sein Blick bei Sonticus. Misstrauisch.
E verfolgte die Worte der schönen neuen Stute, und folgte dann dem Rest der Herde in Richtung einer Kuhle. Er wusste zwar nicht genau was mit der Kuhle gemeint war, aber war auch nicht gespannt. Ruhig trabte er denn Weg entlang hinter Nightsoul her.
Als sie bei der Kuhle ankamen, freute er sich darauf sich ausrhuen zu können. Er hörte zwar wie die braune Leitstute etwas von einer Einkerbung erzählte, das war ihm aber jetzt egal. Er sah sich kurz um, und legte sich dann hin.

Oh...Bin ich müde. Ich will nur noch schlafen...
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 10:49 am

Ley sah, wie night reagierte. An einem Ort wo sie alleine waren, sah sie ihm tief in die Augen. Sie wollte ihm etwas sagen, hatte aber Angst vor den Folgen. Was würde Night tun?? Aber nun war es zu spät. Night stand vor ihr und sie konnte ihn nicht entäuschen. Ley sah seine Gesichtszüge, verfolgte seinen Blick und seine Haltung.

Du Night,...

Ley fing vorsichtig an.

...ähm ich, ich mag dich ziemlich sehr.

Sie sah nun nicht mehr in sein Gesicht.

Ich wollte dir sagen...ich liebe dich.

Die braune Stute schaute weiterhin zum Boden.

Ich musste es ihm sagen. Nun habe ich es getan.

Leya verhaarte diese Augenblicke still.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 11:21 am

Seine Muskeln waren angespannt wie vor einem Kampf. Und es würde ein Kampf werden. Ein innerlicher auf jeden Fall.

ähm... ich mag dich sehr...

waren ihre Worte. Leyas Stimme hatte einen harmonischen Klang, wenn sie zur Herde sprach, doch jetzt war sie aufgeregt, fast schon ängstlich.
Nightsoul wusste, was als nächstes kommen würde. Sein Gesicht versteinerte sich, und er sah sie unentwegt an, starrte in die unendliche Weite des Waldes, als sie schließlich ihren Blick zu Boden senkte.

Ich wollte dir sagen... ich liebe dich.

Dann war es raus, und Leya starrte den Boden weiterhin an.
Night schwieg. Er ließ seinen Blick durch den Wald wandern, und seine Gedanken rasten.

Du wirst geliebt. Geliebt. Geliebt.
Du liebst. Liebst. Liebst.
Werde glücklich.
Vergiss Akas Meelen.
Verzeih deiner Schwester.
Nenne sie nicht mehr Hate.
Liebe und werde geliebt.
Sei ein starker Leithengst.
Ändere dich.
Töte nie wieder.

Tausend Worte, tausend harte Befehle. All das würde folgen, wenn er jetzt zu Leya sagen würde: Ich liebe dich auch.

Er war noch nicht so weit, vielleicht würde er nie so weit sein. Nightsoul stellte sich kühl, ließ die Worte scheinbar unbewegt an sich abprallen. Seine Miene war steinhart und ausdruckslos, als er seine Augen von dem Wald abwandte und wieder auf Ley fixierte.

So.

sagte er kalt. Sanft berührten seine Nüstern keine Sekunde später den Hals der braunen Stute, und der Rappe fühlte ihre weiche Mähne.
Dann drehte sich der Hengst um und verschwand lautlos im Unterholz.

Er ging nicht direkt zur Kuhle, sondern drehte noch einige weite Bogen darum. Erst später kehrte er zurück, sah seine Schwester und flüsterte unhörbar:

Hate, Hate, Hate! Auf ewig White Hate!

Denn Night konnte sich nicht beugen, nicht vor seiner Schwester.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 11:25 am

Welch ein wunderbarer Schicksalsschlag! Welch angenehme Wut, die ihm entgegenschlug! Wussten sie denn nicht, dass er eben davon zehrte? Dass sie ihn hassten, ihn verachteten, ihn fürchteten! Ein boshaftes Funkeln, abgrundtief und teuflisch tanzte in seinen Augen, viel mehr jedoch wirkte es, als tanze der Teufel persönlich in seinen Augen. Er hatte ihre Blicke bemerkt, ihr Misstrauen, ihre Angst, ihre Verachtung. Schwache, kleine, verachtenswerte kleine Würmer!
Mit einem belustigten Schnauben, welches mehr der grausamen Vorwarnung eines Kriegers glich, wusste er, dass er ihnen das Leben zur Hölle machen konnte. Dass sie dies in gewisser Weise erwarteten. Und er müsste keinen Muskel rührten, sie würden sich mit ihrer Vorstellung, ihren Gedanken allein, wann und was er als nächstes tat, selbst zermartern. Er müsste schlussendlich entspannt seinen Huf auf diese kleinen, schwachen Körper rammen und dabei zusehen, wie Blut, Knochen, eventuell Hirnmasse und Hirnwasser und weitaus grässlichere Dinge, an denen er sich erfreute, aus ihren kläglichen kleinen Leibern rann. Er selbst, Sonticus - Satan! - würde boshaft lachen, würde lachen, wie es den Angstvollen noch nie untergekommen war, dass selbst der wagemutigste Kämpfer zusammenbrach wie ein Fohlen und sich nach den Tagen sehnen würde, an denen Sonticus nicht auf Erden wandelte.

.oO( Dumme, naive Windpferde. Mein Tag wird kommen, das verspreche ich. Und ich werde gnadenlos sein! )Oo.

Als wollten die Gedanken sich auch kund tun, funkelten seine Augen umso intensiver, man sah die Mordlust und die Blutgier darin. Sein einstiger Plan, denn wohl etwas zurückgebliebenen Leithengst durch psychischen Angriff aus der Bahn - und aus der Reserve - zu werfen, war fehlgeschlagen, doch er wäre kein solch verhasster Mörder geworden, wenn es nicht auch Niederlagen gegeben hätte. Gewiss, sie hielten sich in Maßen, viel mehr Geschick als bei ihm würde man gewiss nicht nochmals antreffen, obgleich auch meist Glück eine unbedeutende Rolle spielte. Unbedeutend, aber umso wichtiger wäre es, diesen Aspekt nicht vollkommen auszulassen. Wider aller Erwartungen beherrschte ein gefährlich scharfer Verstand dieses Ungetüm von schwarzem Pferd, welches sich Sonticus nannte.
Das unheilvolle Lächeln, welches über sein Gesicht tanzte und nichts Gutes für die Zukunft versprach, würde gewiss für einige Herzsprünge der Angst sorgen und genau dies genoss er so an seinem Sein. Die unbändige Angst, den Angstschweiß der Anderen und vor allem - deren Hass. Nichts gab es mehr für ein Höllenpferd wie ihn, welches wichtiger für ihn war. All jene negativen Gefühle stärkten, mächtigten ihn und würden ihn irgendwann vielleicht einmal als der Dämon des Hasses in die Geschichte eingehen. Allerdings bevorzugte er es, wenn sein Gegenüber wusste, wer ihn umbrachte. Sonticus. In all seiner Pracht, die Satan ihm beschert hatte. Denn dass kein Gott für diese Ausgeburt der Hölle verantwortlich sein konnte, schien wohl allzu deutlich.
Kurz traf sein Blick den von Alessio. Misstrauen stand ihm mehr als deutlich ins Gesicht geschrieben, doch hatte sich der Schwarze noch nie um die Meinung anderer geschert. Mit Ausnahme natürlich, wenn diese glaubten, ihn unterhalten zu müssen, sobald er dazu überging, sie zu töten. Was er nicht schon alles gehört hatte! Er sei ein elendiger Feigling, dass er stets die vermeintlich Schwachen drangsalierte. Nur, dass jenes Opfer damals eine Kleinigkeit übersehen hatte und mit eben jedem tödlichen Lächeln, welches sowohl Langeweile, als auch eine Kälte verriet, die kaum zu ertragen sein würde, welches er dem Opfer geschenkt hatte, bedacht er nun auch den braunen Hengst. Mochte er denken was er wollte, doch das Gefühl des heißen Blutes, welches ihm Takt des langsam schlagenden Herzen aus dem Körper gepumpt wurde, sich über sein nachtschwarzes Fell ergoss, es war weit mehr, als bloß ein Gefühl. Es war ... Sonticus konnte und wollte es gar nicht in Worte fassen, denn Worte neigten dazu, die Dinge zu verderben. Man hätte ihn auch nicht mit Worten beschreiben sollen und dennoch tat man es. Eine steile Falte bildete sich zornig zwischen seinen Augen, Ausdruck seines Missfallens. Man beschrieb ihn mit `grausam, blutrünstig, mörderisch und Dämon´, wenn nicht sogar noch einige Adjektive mehr. Doch dies schmälerte in seinen Augen sein eigentliches Wesen, welches von Grund auf schwarz und somit böse war. Wie konnte man einen Mörder ernst nehmen, der als `mörderisch´bezeichnet wurde? Es kam einer öffentlichen Ächtung gleich, weshalb Sonticus bereits jene Übeltäter auf das grausamste bestraft hatte. Nun verwesten sie irgendwo im Nirgendwo, gefesselt an ihre noch lebenden Kumpanen, deren verstand von Tag zu Tag weniger wurde.
Gott, wie er das liebte!

Als sich die kleine Herde in Bewegung setzte, die Vorstellung seines stolzen Wesens hatte er ohne Kommentar gelassen, ebenso wie die Ankündigung, man sei sich ihm gegenüber noch ´unsicher`, musste der Rappe sein gelangweiltes Schnauben zurückhalten. Aufgrund seiner enormen Größe war es ihm nicht gestattet, sein normales Schritttempo anzuschlagen, da er, wenn er einen Schritt tätigte, bereits zur Hälfte an den Pferden vorbeizog. Am Ende erreichte er beinahe als Erster jene Kuhle, auf welche diese Herde so erpicht war. Sonticus hatte es damals nicht verstanden und verstand es auch jetzt nicht. Eine Kuhle voller Schnee, wie toll. Gab es ja so wenige davon. Und dann die `Einkerbung´. In seinen Augen war es schon eine kleine Höhle, als Leya dann jedoch den Fehler machte und indirekt vorschlug, in jener Kuhle - und jener Höhle mit den anderen Pferden - zu nächtigen, riss ihm der Kragen.

"Ich bin doch kein elendiger Maulwurf!"

schoss er regelrecht hervor, die Ohren flach angelegt und die Augen funkelten mehr, als dass sie nun schwarz waren. Doch in der Annahme, dass die Höhle eventuell eingeschneit wurde und er dabei zusehen konnte, wie diese Herde dort eingeschlossen wurde, suchte er sich seinen Platz unter einigen dicht stehenden Bäumen. Er hasste solche "geschlossenen" Räume, denn sobald auch nur Gefahr drohte, saß man unweigerlich in der Falle. Ja, und diese Kuhle ...
Mit verachtendem Schnauben, in dem der Hass und die Feindseligkeit der ganzen Welt mitzuschwingen schien, drehte er ab. Dass er ihnen seine Rückansicht entgegen streckte, grenzte beinahe an öffentliche Demütigung, schließlich machte er ihnen somit mehr als deutlich, dass sie für IHN keine Gefahr darstellten. Andersherum jedoch sollten sie wachsam bleiben. Wer wusste schon, ob ein Geschöpf der Nacht nicht auch in der Nacht zuschlug?
Je näher er darüber nachsann, umso logischer wurde es, dass es eigentlich erwartet wurde. Konnte man sie deshalb enttäuschen?

"Ich kann doch keine Damen enttäuschen."

murmelte er gerade noch boshaft laut genug, dass man sowohl seine Worte hörte, als auch die mörderische Absicht dahinter. Ob er jedoch tatsächlich einen Meuchelmord plante oder lediglich davon sprach, wusste niemand. Einzig Sonticus und der behielt seine Absichten stets für sich.



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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 11:37 am

Ley hörte Night´s Antwort, spürte ihn, und verfolgte, wie er verschwand. Sie war wütend auf ihn. So schnell wie sie konnte gallopierte sie zur Herde zurück. Zu ihren Freunden.
Sie sah sich um, und merkte das alle dabeiwaren sich auszuruhen.
Alles konnte Night ihr nehmen. Doch nur nicht ihren Stolz.
Er jedoch hatte ihn achtlos verletzt. Ihr Herz blutete. einfach zu verschwinden...
Nein, das hätte sie gerade ihm nicht zugetraut; einem Hengst, der wahrscheinlich früher kaltblütig durch die Welt zog, und viele 1000 Pferde aus dem Leben riss.
So hatte sie ihn kennen gelernt. Sie dachte er hätte sich geändert. Durch sie selbst.
Egal was passieren würde. Sein innerlicher Hass auf Whitely oder alle anderen würde bleiben.
Ley war durch Night´s verletzendes Wort So. und sein einfaches Verschwinden noch immer total verwirrt.
Nun lag sie einige Minuten voll Hass da. Dann kam zwischendurch wieder Traurigkeit und dann war sie total verwirrt. Sie wusste nicht mehr was sie tun sollte. Ihr Kopf war ein einziger Irrgarten geteilt in Engelchen und Teufelchen.

Das kann schon mal passieren, lass ihm Zeit.

Verzeih ihm niemals.

Das war zu schnell für ihn. Verstehe ihn.

Er hat dich verletzt.

Was sollte sie nun tun?

Einfach nur abwarten?
Ihn nicht mehr darauf ansprechen??

Die braune stolze Stute stand auf, ging ein paar Runden um den Lagerplatz, und versuchte sich vorerst keine Gedanken mehr zu machen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 11:44 am

Als die kleine Herde bei der Kuhle ankam, lief Whitely schnurstraks zu ihren Kräutern und legte die, die sie neu gesammelt hatte, zu den "alten". Es war ihr mulmig im Bauch, als sie an ihrem verhassten Bruder vorbeikam und an Sonticus, diesem teuflichen Mörder, an dessen Fell das Blut seiner Opfer zu kleben schien.
Da verschwanden Night und Leya im Wald.

Was haben sie vor, was hat Night vor?

dachte Ray, für einen Moment lang voller Panik. Aber anscheinend hatte Leya selbst den Rappen aufgefodert, ihr zu folgen.
Dennoch, ein Teil der Angst blieb- doch diesmal vor Sonticus. White Hates Bruder konnte kämpfen, hatte dies stets getan, gekämpft und getötet. Und jetzt ging er.

Was ist mit Allessio? Er kann diesem Dämon eine Weile stand halten, das hat er bewiesen.

dachte sie und war plötzlich unheimlich froh über ihre Entscheidung, am Morgen die Herde für eine Weile zu verlassen. Noch einmal durchs Land zu ziehen und schließlich zurückzukehren als Weise und wirklich gute und nützlicheHeilerin.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 11:54 am

Ah, da kam sie. Seine Leya. Oder auch nicht. Wie es schien hatte er sie verletzt, doch Nightsoul wusste nicht, was das für die Zukunft bedeutete.
Es stand nur fest, dass er und sie Leittiere waren und die Herde schützen musten. Vor Gefahr. Vor Sonticus.

Diesem Teufel ist nicht zu trauen. Ich selbst werde Nachtwache halten. Und Alessio sollten wir zum Krieger ernennen.

dachte Night und begab sich zu Leya.

Leya... Sonticus dürfen wir nicht trauen, deshalb werde ich selbst Nachtwache halten. Vielleicht mit einer der Stuten. Alessio sollten wir zum Krieger ernennen. Er scheint dich und Hate recht gut verteidigt zu haben. Alessio soll sich ausruhen und am Morgen, wenn ich mich ausruhe, die Wache übernehmen. Was hältst du davon?

Auch wenn der schwarze Hengst den Vorfall eben mit keinem Wort erwähnte, hatte Leya gerade eine Entschuldigung erhalten, auch wenn es Nightsoul fast seinen ganzen Stolz kostete, sie zu fragen Was hältst du davon?
Normalerweise hätte er einfach nur seine Meinung kundgetan und wäre dann schweigend abmarschiert, hääte auf Leyas Reaktion von Weitem gewartet.
Doch jetzt blieb er stehen, tänzelte etwas undruhig auf der Stelle und wartete ungeduldig.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Aug 05, 2010 12:08 pm

Schweigend hatte sie im Schnee gestanden, einer kühlen Königin gleich, die über ihre Schäfchen wachte. Nur dass sie zu jenen Schäfchen zählte und nicht jenen Rang bekleiden würde, der se dazu berief, auf die Sicherheit eben jener zu achten. Mit gemessenen Schritten schloss sie zur Herde auf, musste jedoch immer wieder zurückfallen, da auch ihre Beine - sehr zu ihrem Missfallen eine Ähnlichkeit, die sie mit Sonticus verband - ebenfalls länger als die ihrer Freunde waren. Freunde.

»Amigos ... Familia ...«

wisperte sie, beinahe andächtig und doch noch immer den harten Glanz des Misstrauens in den distanzierten Augen. Sie mochte es noch nicht glauben, so gern sie sich der Illusion hingeben mochte. Doch sie hatte gespürt, welcher Zorn zwischen Nightsoul und Sonticus herrschte. Wie lange würde es noch andauern, die Freiheit? Der Frieden? Obgleich sie ihn nur ein einziges Mal gesehen hatte, ihn nun jedoch tagtäglich sehen müsste, wusste sie kaum etwas über ihren Bruder. Er hätte ein Fremder für sie sein können und eben dies wäre ihr am liebsten gewesen.
Crepúsculo warf einen kalten, hasserfüllten Blick auf eben jenen Rappen, der sich anmaßte, als einer der ersten den angesteuerten Rastplatz zu betreten. Doch Lunar hatte gelernt, ihr Temperament im Zaum zu halten und somit trabte sie, elegant und majestätisch wie stets den letzten Rest des Weges. Kaum, dass sie angekommen waren, rief Leya, von nun an ihre Leitstute, Nightsoul, von nun an ihr Leithengst, um sich kurz mit ihm zu unterhalten. Indes betrachtete Lunar die Pferde der Herde nochmals eingehender und blieb am Ende doch wieder an jenem verhassten Anblick Sonticus hängen. Seine Worte hatten alte Wunden wieder aufgerissen und er wusste dies, hatte es vorsätzlich getan, um sie zu quälen.
Schwer schnaufend widmete sie sich dem Rest der Herde, betrachtete sie eingehend und fragte sich gleichzeitig, ob auch sie irgendwann endlich ihr Misstrauen ablegen konnte und zu dieser Herde gehören konnte. Vollkommen. Nicht nur mit jenem Rang, welchen Leya ihr vermacht hatte, sondern auch mit Herz und Seele? Ihr Blick fiel auf jene hübsche Stute, welche sich als Firehearth vorgestellt hatte. Sie hatte hübsches Fell, ohne Frage, doch gefiel Crepúsculo ihr nachtschwarzes Fell noch immer am besten. Einzig die weiße Schnippe, welche das gleichmäßig glänzende Schwarz durchbrach, missfiel ihr, doch damit ließ es sich leben. Schließlich musste wenigstens etwas sie von Sonticus unterscheiden, obgleich ihre Wesen ohne Frage unterschiedlicher nicht sein könnten.

.o( Es realmente tan pequeño?Es usted realmente diferente de él? *)o.

fragte eine innere Stimme sanft, beinahe zaghaft. Energisch schüttelte die nachtschwarze Stute ihre lange, seidig fallende Mähne aus, doch die Stimme verstummte nicht. Immer wieder auf ein neues musste sie sich fragen, ob sie tatsächlich so anders war als ihr Bruder, welchen sie bereits zu hassen begann, kaum dass man ihr von ihm berichtet hatte. Doch man ermahnte sie, nicht voreilig zu urteilen, womöglich war jene Kreatur auch lediglich Gefangener seiner selbst.
Ein kühler Blick auf Sonticus und sie wusste, dass er gewiss kein Gefangener sein würde. Viel mehr schien das unheilvolle Glitzern, begleitet von seinen unheilvollen Worten, er könne die Damen nicht enttäuschen, darauf zu deuten, dass er es regelrecht genoss, als böse angesehen zu werden. Sie hasste ihn, missachtete ihn und vieles mehr. Sanft fiel der Schnee auf ihren Rücken und energisch schüttelte Lunar diesen wieder ab. Doch dann erregte etwas anderes ihre Aufmerksamkeit. Leya. Sie wirkte derart schockiert, betrübt und traurig, dass es keine große Kunst war, den Grund dafür zu erkennen. Mit einem kühlen, urteilsfreien Blick betrachtete sie Nightsoul, studierte sein Regen und Wandeln einige Zeit, dann ebenfalls jenes Regen und Wanden von Leya. Wenig später schritt sie auf die Leitstute zu, stellte sich beinahe schützend neben sie und blickte dennoch kühl in den winterlichen Schnee hinaus. Ihre Stimme war kühl und distanziert, doch sprach auch mehr aus ihr heraus. Eventuell wüsste Leya zu verstehen, dass Crepúsculo sich schwer damit tat, anderen ihre Gefühle zu offenbaren, sei es lediglich, um diese zu trösten.

»Por qué tan triste, líder? ** Weshalb habt Ihr derart großen Kummer, dass er getrost für Zwei reichen würde, Leitstute?«

fragte sie und kurz spürte sie den unvorteilhaften Stolz aufschwellen, einen Satz zustande gebracht zu haben, ohne zu stocken. Doch später würde sie dies gewiss häufiger erleben, schließlich konnte sie nicht erwarten, dass jemand hier allzu rasch Spanisch verstand. Ärgerlich, aber wohl nicht zu ändern.
Noch immer hatte sie ihren Kopf stolz aufgerichtet, eine königliche, hübsche Erscheinung in all dem Schnee, ohne Frage, doch ihre Haltung machte unmissverständlich deutlich, dass sie gegen derlei Gedanken gefeit war.

»Ciertamente, no es permitir que me*** ... Verzeihung. Es ist mir gewiss nicht gestattet, mir ein Urteil zu bilden, doch niemand ist in der Lage ...sin mentir**** ... nein, wie sagt Ihr? ... ohne zu lügen ... zu behaupten, sich nie ein Urteil zu bilden. Somit würde ich mein Veredicto ... ah, mein Urteil, ziehen. Ihr liebt ihn, nicht wahr? Doch er no se devuelve el amor ... doch er ... liebt Euch nicht? Er ...Se te hace sentir ... er will es auch glauben machen?«

Noch immer blickte sie hinaus in die wild tanzenden Flocken, noch immer richtete sich ihr Blick weder auf Nightsoul, noch auf Leya. Sie hatte Liebe nie am eigenen Leibe erfahren können, Fuego war ihr Freund gewesen und gewiss war dies eine andere Form jener intensiven Emotion. Die Erinnerung an ihn ließ die schwarze Stute nur unnahbarer werden. Ihre Miene verschloss sich, ihre Haltung wurde ein wenig angespannter, doch ihr majestätischer Ausdruck blieb bestehen. Sie wirkte wie eine kühle Königin, welche versehentlich auf Erden wandelte. Nur, dass in ihr jenes Feuer loderte, welches viele Wesen bereits vergiftet hatte.
Hass.
Mit einem Mal erschien Nightsoul, doch Crepúsculo wusste, dass jene Worte, die Leya sich so sehnlich wünschte, nicht gesprochen werden würden. Nicht jetzt. Sie neigte hoheitsvoll das Haupt, erwies somit auf ihre eigene Art Leithengst und Leitstute die Ehre und verschwand ebenso leichtfüßig, wie sie gekommen war. Einzig die großen Spuren im Schnee würden auf sie zurück verweisen. Und ein schwacher Duft. Sie war Crepúsculo. Sie war die Dämmerung.

*Ist das wirklich so, Kleine? Bist du wirklich anders als er?
** Weshalb so traurig, Anfüherin?
*** Es ist mir gewiss nicht gestattet ...
**** ohne zu lügen
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