Pferde des Windes

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 1.Kapitel -> Mitten im Winter...

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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Sep 13, 2010 8:31 pm

Momna hörte der Stute weiterhin zu. Himmel, wenn das so weiterging redete sie hier mehr als in ihrem bisherigen gesamten Leben. Was ja auch nicht weiter verwunderlich wäre, schließlich hatte sie nie lange Zeit zum Sprechen gehabt. Innerlich seufzte sie. Was sollte denn das hier werden? Ja irgendwie liebte sie das Fohlen schon - ein bisschen zumindest. Vielleicht hätte sie es richtig lieben können wie eine normale Mutter ihr Fohlen wenn sie es sich gewünscht hätte. Aber an Fohlenwunsch konnte man ja nicht mal annähernd denken. Aber die Umstände wie sie es bekommen haben ließen immer und immer wieder dieselben Erinnerungen aufleuchten. Immer wieder derselbe Schmerz der sie Nacht für Nacht durchfuhr. Sie könnte das Fohlen doch nicht so lieben wie es das vielleicht verdient hätte. Was sollte sie bloß tun? Ja was wäre danach mit ihr? Würde sie sich die nächste Klippe runterstürzen? Oder doch wieder alleine durch die Gegend irren? Was aus ihr werden würde das war ja wohl das unwichtigste. Woher sollte sie denn das wissen? Ihr war es schließlich egal was mit ihrem weiteren Leben passierte. Schlimmer konnte es nicht mehr werden. Dann gab sie der Stute, die versuchte freundlich zu sein doch noch Antwort schließlich könnte das Schicksal ihres Fohlens davon abhängen:

"Ich weiß nicht was danach mit mir passieren wird. Vielleicht habe ich dann mit meinem Leben abgeschlossen und stürze die nächste Klippe runter. Vielleicht lebe ich aber auch einfach so weiter wie bisher. Wen interessiert das schon?"

Die Stute schaute sie irgendwie verwirrt und traurig zugleich an. Gefühle wie Verwirrung kannte sie nicht mehr. Verbannt in ihrem tiefsten Inneren. Im grunde genommen kannte sie nur noch ein bisschen Angst um ihr Fohlen und das bisschen Mutterliebe. Nicht vergessen natürlich Gleichgültigkeit und der manchmal aufkeimende Selbsthass sowie Wut. Nein so eine Mutter würde sich kein Fohlen wünschen.

"Ich werde es einem so kleinen, unschuldigen Geschöpf nicht antun mit so einer Mutter wie mir aufzuwachsen. Schau mich doch an! Würdest du so etwas als Mutter wollen? Nein jedes andere Pferd könnte ihm eine bessere Kindheit ermöglichen. das sollte ich akzeptieren und du vielleicht auch."

Resigniert schüttelte sie den Kopf. Dann starrte sie weiter in die Ferne. was wollte diese Stute überhaupt noch weiter von ihr?! Ihr konnte es doch egal sein was mit ihr weiter passierte. Wahrscheinlich war sie so fröhlich zur welt gekommen, hatte ihre Kindheit genauso fröhlich verlebt und nichts schlimmes erlebt. Wie denn auch?! Anscheinend hatte sie ja das ganze Unglück abbekommen. Oh du wunderbares Leben womit habe ich dich bloß verdient? dachte sie verächtlich. Na mal sehen was es weiter so bringen würde.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Sep 15, 2010 6:29 pm

Leya war müde und sie war es leid, mit dieser Stute zu disskutieren.

Gähn...bin ich müde. Komm doch erstmal mit...meine Beine tun mir so weh...ich muss mich ausruhen. Bitte folge mir...zu meiner Herde...sie werden dich freundlich als Gast aufnehmen und begrüßen...

Ley dachte seltsamer Weise nicht wie sonst an Sonticus...sondern an die anderen...die Guten.

Wir können doch bestimmt später über alles reden...oder nicht?

Ley sah völlig fertig und abgekämpft der anderen Stute ins Gesicht. Die braune Stute wartete auf eine Antwort.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Sep 16, 2010 3:37 pm

Fireheart hatte sich einen Schlafplatz gesucht und es sich gemütlich gemacht. Dann hatte sie die Herde beobachtet. Schon bald würde sie einschlafen, das bemerkte sie an ihren schweren Liedern. Sie hatte sich nicht getäuscht. Sie legte den Kopf auf die Vorderbeine und schon bald sank sie in einen tiefen Schlaf.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Di Sep 21, 2010 8:18 pm

Momna musste stark ein Lächeln unterdrücken. Sie wusste nicht wie lange sie nicht mehr ordentlich geschlafen hatte. Lange konnte man ja alleine die Augen nicht zu machen um sich nicht zu einer leichten Beute zu machen. Aber sie war es ja von klein auf gewohnt wachsam zu sein ihr machte es nicht viel aus aber der Stute offenbar schon.
Als sie weiterhörte musste sie erneut ein Lachen unterdrücken. Ja immer schön alles auf später verschieben wird sich schon von alleine klären. Immer schön die kleinen Problemchen unter das Gras kehren musste man sich ja nicht jetzt drum kümmern. Natürlich kann man später über alles reden aber ob sie das wollte das fragt wieder niemand. Ja klar wer sollte denn auch auf die wahnwitzige Idee kommen ausgerechnet sie, die roboterhafte, mechanisch wirkende Stute zu fragen? Viel wichtiger war jedoch jetzt die Frage ob sie folgen sollte oder nicht. Ihre Sehnsucht nach einer Hand voll tiefen und erholsamen Schlaf war schon da aber ob die Herde sie auch wirklich schützen würde falls sie angegriffen werden würde? Vielleicht ist es auch gar nicht so verkehrt zu schauen wie eine Herde so abläuft für das Fohlen. Aus sicherer Entfernung und ohne irgendwelches Sprechen wenn möglich versteht sich ja von selbst. Man konnte ja auch nicht von ihre erwarten das sie einfach mal so zu anderen Pferden getrabt kam freundlich "Hallo" sagte und einfach drauflosquatschte. Wo wären wir denn dann?
Sie sah der anderen Stute fest in die Augen. sie wirkte völlig fertig und erschöpft. Nun gut dann auf in in eine neue Erfahrung dachte sie noch bevor sie antwortete:

nun gut ich werde mitkommen. Aber erwarte bloß nicht das ich freundlich mit anderen rede oder ähnliches. Ich möchte nicht beitreten.

Nachdem sie dies noch einmal unmissverständlich auch mit einem Blick deutlich gemacht hatte, machte sie sich bereit der stute zu folgen. Eigentlich war es nicht ihre Art unfreundlich zu sein aber die herde machte ihr Angst. Neues machte ihr Angst. Warum musste sie hier diesen Pferden begegnen? Sie konnte doch jetzt nicht einfach wieder weggehen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Okt 02, 2010 11:23 am

Leya war gestresst, und müde. Sie war schon dabei sich von der Stute wegzudrehen, als sie ihre Worte hörte.Ley blieb schräg stehen. Doch diese Worte munterten sie nur in sofern auf, das sie endlich zurückkonnte.

Ok...dann komm...

Die braune Stute drehte sich nun ganz weg.

Dann erwarte aber auch nicht soviel Freundlichkeit von den andern...

Ley hätte auf der Stelle umkippen können...so müde war sie. Sie trabte nun langsam vorraus. Sie drehte sich nicht um, den einerseits, fand sie das sie viel zu müde war, und anderseits, dass es es vielleicht bei dieser Stute gar nicht wert war.
Endlich bei der Kuhle angekommen, sah sie sofort nach Night, blieb bei ihm dann stehen und
verkündete:

Alle mal...herhören. Das dort ist Momna Moana...*gähn*...Soledad. Seid bitte nett zu ihr...

Ley blickte der fremden scharf in die Augen.

...aber erwartet nicht das selbe von ihr...*gähn*...wie ihr merkt bin ich todmüde...heute, hier am ersten Tag. Ich lege mich dann gleich hin. Für euch wird es auch das beste sein. Alessio hat heute Nachtwache...habt also keine Angst.


Cio sah zu Leya.

Geht in Ordnung...ich mach mich langsam bereit...


Leya lächelte ihm zu. Sie legte sich hin, blieb aber wach und wartete auf Reaktionen von anderen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Okt 02, 2010 1:05 pm

Night, der steinerne Wächter registrierte mürrisch, wie Leya die fremde Stute mitbrachte. Er lauschte halbherzig ihren Worten. Sie konnten sich also schlafen legen! Nightsoul schnaubte abfällig und blickte zu Alessio.

Ich werde sicher nicht schlafen!

dachte er und behielt seine Position bei. Du lieber Himmel, was hatte er sich auch für eine Stute ausgesucht! Die vergaß, was sie kurz vorher besprochen hatten_ Nightsoul würde Nachtwache halten.
Aber war ja auch egal. Der Rappe blieb einfach stehen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 03, 2010 10:33 am

Jetzt umspielte tatsächlich und wahrhaftig ein sarkastisches Lächeln ihr Gesicht. Soso ich darf also keine zu große Freundlichkeit erwarten. Ob ich die will hat ja sowieso keiner gefragt. Momna ließ ihren Blick über die Herde schweifen. Viel konnte sie nicht erkennen aber das machte ihr nichts aus. Langsam und gemächlich trottete sie ein Stück weg von der Herde. Dort ließ sie sich auf den Boden fallen und starrte in die Dunkelheit.
Wieder zogen Bilder ihres bisherigen Lebens an ihr vorbei. Der Tod ihrer Mutter, die Hengste, die Tage und Monate der Einsamkeit. Und plötzlich musste sie blinzeln. Tatsächlich rollte ihr eine Träne über die Wange. Entsetzt sprang Momna auf. Sie hatte noch nie geweint. Nie, nie, nie! Was machte diese verdammte Stute mit dieser verdammten Herde mit ihr? Panik ergriff sie und ließ nur noch Platz für einen gedanken in ihr. Flucht! Alle Müdigkeit war schlagartig vergessen.
Mit weiten Sprüngen galoppierte sie davon. Weg hier, weg! Immer weiter rannte sie. Ohne Gedanken wohin und was sie woanders eigentlich wollte. Jegliches Zeitgefühl ging für sie verloren. Ihr kam es vor als würde sie Stunden rennen wie lange sie in Wirklichkeit rannte wusste sie nicht.
Irgendwann blieb sie keuchend stehen. Sie hatte jegliche Orientierung verloren und ihre Beine knickten ihr vor Müdigkeit weg. Mühevoll hielt sie ihre Augen offen, wohlwissend das Schlaf ihr Ende bedeuten würde. Was zum Teufel hatte sie da gerade getan? Sie hatte die wahrscheinlich einzige Chance ihres Fohlens ein normales Leben zu führen vertan. Innerlich fluchte sie weiter. Warum musste immer ihr so etwas passieren? Langsam blieb kein Platz mehr für Gedanken. Die Müdigkeit drohte sie mehr und mehr zu überwältigen und ihr wurde kalt. Verzweifelt wehrte sie sich gegen solche Gedanken und die Kälte. Sie konnte jetzt nicht sterben. Für ihr Fohlen nicht. Irgendwo in ihr hatte sich ein Überlebensinstinkt geregt der sie jetzt zu ernsthaften Gefühlen trieb. Na toll dachte sie bitter da merk ich endlich Ansätze von Gefühlen und Leben und wenn nicht bald was passiert bringts mir trotzdem nichts mehr.

Götter wenn ihr irgendwo da seid und einen Fünkchen Anstand habt dann tut endlich mal was anstatt mich immer ins Verderben rennen zu lassen!


rief sie laut egal ob sie jemand hören konnte oder nicht.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 03, 2010 11:24 am

Leya ist, obwohl sie vor hatte wach und aufmerksam zu bleiben auf einmal in tiefe Träume gesunken. In der Kuhle hatte sie sich ein Plätzchen suchen wollen, es mit ein wenig Moos überdecken wollen, und dann darauf schlafen wollen. Doch soweit kam es gar nicht mehr. Aufeinmal stand Allesio vor ihr.


Alessio sah, wie Momna Moana Soledad, die neue Stute weg gallopierte. Er trabte sofort zu Ley.

Ley! Momna Mona...ach...wie auch immer...die neue Stute ist weg gallopiert. Was soll ich tun?

Cio sah der Leitstute tief in die Augen.


Leya lag noch immer ruhig da. Als diese Worte bei ihr aber richtig angekommen waren sprang sie schnell auf.

Was? Das...das...kann doch nicht sein! Du..Allesio. Gallopiere ihr hinterher! Schnell...es ist wichtig. Momna muss wieder hier her kommen.

Ley sah Alessio in die Augen.

Und nun los!


Allesio wartete nicht lange. Er drehte sich weg, und gallopierte ihr hinterher. Leise rief er Leya noch hinterher!

Ok! Ich werde sie finden. Verlass dich auf mich!

Und schon nach diesen Worten war er nicht mehr zu sehen. Cio gallopierte durch den dichten Wald, und rief ihren Namen, wie Ley ihn sagte...

MOMNA!!

Er hatte ihre Spur aufgenommen, und stand nun ein paar Meter hinter ihr.

Momna! Kom zurück...warte! Wo willst du hin?

Cio legte ein wenig zu, und stand jetzt neben ihr.

Bitte komm zurück!

Er legte sich, um auf ihrer Höhe zu sein, hin.

Wir würden uns riesig darüber freuen!

Alessio lächelte sie an.

Ich bin übrigens Cio...
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 03, 2010 11:47 am

Momna wartet weiter fluchend. Bekam sie jetzt schon Einbildungen? Stand da tatsächlich ein Hengst aus der Herde vor ihr? Die Götter mussten sie doch erhört haben! Irgendwie freute sie sich darüber. Sie musste doch nicht sterben. Ihr Fohlen war so gut wie gerettet. Aber sie konnte doch jetzt nicht einfach mitgehen und eine heile Welt vorspielen! Tief in ihr saß immer noch die verdrängte Trauer, die nie verarbeiteteten Ereignisse der Vergangenheit. Sie konnte wirklich nicht einfach fröhlich spielen. Aber was sollte sie jetzt tun? Sich einfach wieder verschließen vor den Anderen damit nie jemand erfährt was sie erlebt hat? Wahrscheinlich war das das Beste. Schließlich interessierte es bestimmt keinen was sie erlebt hatte und sie musste da alleine durch. Aber mit zurück zur Herde sollte sie. Sie brauchte dringend Schlaf und dazu brauchte sie jemanden der auf sie aufpasste. Darüber nachdenken was sie weiter tun sollte konnte sie immer noch später. Vielleicht hatte diese Leitstute wirklich Recht und nach einer Nacht würde man besser darüber reden können. Sie drehte ihren Kopf in Richtung des Hengstes und antwortete:

Ich wollte einfach bloß weg. Und wer sind wir die sich darüber freuen würden? Aber danke das du die dir Mühe gemacht hast und mir gefolgt bist, Cio. Ich bin Momna Moana Soledad. Nenn mich wie du willst.

Dann schwieg sie weiter unschlüssig ob sie genug gesagt hatte oder bereits zu viel.Unruhig begann sie ihr gewicht von einem Bein auf andere zu verlagern. Sollte sie einfach umdrehen und versuchen den Weg zurück zur Herde zu finden und warten bis er hinterherkam? Sollte sie warten bis er anfing vorne weg zu gehen? Sollte sie ihm einfach hinterherlaufen? Er schien zu wissen wo die Herde war im Gegensatz zu ihr. Sie hatte noch immer überhaupt keine Orientierung. Hatte sie die je gehabt? Oder war viel mehr ihr gesamtes Leben planlos verlaufen von einem Tag in den anderen einfach schauen was passiert? Für sie war das stet normal gewesen aber wer weiß wie andere Pferde, normale Pferde so leben? Ob sie wohl auch oft alleine sind? Sie traute sich nicht zu fragen, also begrenzte sie sich darauf weiter ihr gewicht zu verlagern und schweigend da zustehen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 03, 2010 12:48 pm

(für Alessio)

Cio hörte die Worte von der Stute. Irgendetwas schien sie zu bedrücken. Er merkte, dass die Stute ziemlich müde war. Er im Gegensatz dazu war putzmunter.

Dann komm...du bist sehr müde. Es ist nicht gut für dich noch so lange durch den Wald zu irren. Denn, du siehst ziemlich orientirungslos aus.

Cio lachte. Er stand auf.

Komm...ich weiß wo es lang geht. Folge mir einfach, Momna.

Der Rapp-hengst mochte diesen Namen. Er war wunderschön. Er ging langsam voraus. Der Weg führte an einem Bach entlang, durch ein kurzes Stück Nadelwald, und dann an einem sehr großen, derzeit von Schnee bedeckten Stein vorbei. Und schon waren sie wieder angekommen. Bei der Herde der Pferde des Windes.

Ach ja, falls es dich interressiert. Diese Herde ist die Herde der 'Pferde des Windes'. Den Rest über die Herde erzähle ich dir, wenn du möchtest morgen...
Ach ja...hier in der Kuhle findest du Schutz. Mach es dir gemütlich. Und, wenn du Hilfe brauchst...ich habe heute Nachtwache, also beschütze ich heute Nacht die Herde.

Er nickte ihr lächelnd zu, und ging dann zu Leya.

Na...da ist sie...hab ich zu viel versprochen?

Cio war im Moment perfekt gelaunt.


Oh! Danke.

Leya stand noch immer da, und wartete nur darauf. Nun ging sie zum Unterschlupf, nahm ein bisschen Moos und Gras, legte es sich zurecht, und machte es sich darauf gemütlich. Kurz darauf schlief sie schon tief und fest.


ZEITSPRUNG
Zeitsprung bis zum nächsten Morgen.


Als Leya aufwachte, trafen sie ein paar Sonnenstrahlen. Sie stand leise und langsam auf.
Es war ein herrlciher Tag. Die sonne fand ihren Weg sogar durch die dichten Bäume.
Ley schüttelte sich kräftig, und sah dann noch Cio, welcher sehr müde war. Sie trabte leise auf ihn zu.

Na! Ganz schön müde was? na ja, leg dich schlafen. Wir werden so und so noch einige Zeit nicht los ziehen. Ich bin ja nun wach. Aber schlaf dich richtig aus!

Ley grinste ihn an. Jetzt war sie wach, und Cio wurde abgelöst...


Alessio blickte Ley, die auf ihn zugekommen war schläfrig an...

Ok...danke.

Er trabte in Richtung Kuhle, und da die Sonnenstrahlen Wärme aussendeten, legte Cio sich auf eine Stelle, die schneefrei war. Die Sonnenstrahlen schienen ihm aufs Fell, und er war innerhalb von ein paar Minuten eingeschlafen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 03, 2010 2:57 pm

Nightsoul beobachtete interessiert, wie Momna Moana Soledad verschwand. Was füer eine Stute... er liebte sie nicht-so viel war klar-, aber dennoch faszinierte ihn diese Stute. Sie hatte etwas Melancholisches, Trauriges, Depressives an sich. Das war irgendwie beruhigend. Viel zu schnell hatte Alessio, Leyas Laufbursche, wie es Nightsoul erschien, sie zurückgeholt. Dann ging auch er wieder auf seinen Posten und allmählich kam die Herde zur Ruhe.

Eigentlich eine Frechheit, dass Ley mir nicht zutraut, allein Nachtwache zu halten!

dachte Nightsoul, als er Alessio bei seiner Nachtwache beobachtete. Es war eine ruhige Nacht und wahrscheinlich hätte er sie 'schön' genannt, wenn er etwas mit diesem Begriff anfangen könnte. Aber Schönheit bedeutete ihm nichts. Hatte es noch nie. Dazu war er der Krieger der Nacht.

[Zeitsprung, nächter Morgen]

Leya wachte am Morgen als erste auf und schickte Alessio schlafen. Dann stand sie irgendwie ratlos in der Gegend rum, und Night ging zu ihr hin.

"Morgen."

sagte er in seinem freundlichsten Ton, zu einem 'Guten Morgen' konnte er sich aber noch nicht durchringen. Dennoch versuchte er ein liebevolles Lächeln- es kam eine schreckliche grimasse dabei herraus, aber das war ja egal- so zeigte er Freundlichkeit. Dann verbarg er sich im dichten Dickicht der Bäume und döste im Stehen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 03, 2010 5:45 pm

Whitely hatte die Ankunft der Stute nicht bemerkt. Sie wollte zwar nur dösen, aber sie war richtig fest eingeschlafen. Nun wachte sie am nächsten Morgen auf- dem Morgen ihres Aufbruchs. Gott sei Dank war Ley schon auf. Und Nightsoul aber auch... Ray wusste, dass Leya noch nicht geschafft hatte, mit ihrem Bruder zu reden, aber sie würde es ihm auch nicht sagen... sondern sich einfach von Leya verabschieden und dann verschwinden. Ley würde das schon regeln, sie würde das der ganzen Herde sagen... und so würde es auch Night erfahren...
Feige war es, natürlich- aber irgendwie wollte Ray schnell weg. Sie freute sich schon jetzt auf ihre Wiederkehr, aber jetzt musste sie sich selbst finden- um dann entgültig bei den Pferden des Windes bleiben und leben zu können.
Die Gelegenheit war günstig, Nightsoul döste. White Hate ging vor zu Ley. Sie sah die Stute mit gemischten Gefühlen an und meinte dann:

"Ähm... Ley? Ich werde jetzt wohl aufbrechen... ich komme bald wieder, versprochen! Und ich werde eure Fährte finden, egal wie weit ihr zieht! Bis bald, Leya!"

Whitely stupste ihre Freundin sanft an und verschwand dann eilig im Unterholz. So begann sie, ihre letzte einsame Reise. Sie wusste, dass die Reisen mit einer Herde um so schöner werden würden.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Okt 04, 2010 8:20 pm

In irgendeiner Form dankbar folgte Momna dem Hengst. Sie sagte nichts hörte einfach noch zu. Zweifel quälten sie ob sie gerade das richtige tat. Zweifel ob sie wirklich in der Nähe einer Herde leben sollte. Aber vorerst bleib ihr keine zeit zu lange zu Grübeln schnell erreichten sie die Herde wieder und irgendwie erleichtert ließ sich Momna fallen. Sie befand sich immer noch ein Stück von der Herde entfernt aber dieses Mal schlief sie schnell ein und rannte nicht wieder weg. Und zum ersten Mal seit langem schlief sie tief und traumlos. Keine Schreckensbilder die ihr Vorwürfe machten und sie verfluchten, keiner der sie verfolgte, nichts. Es war fast unheimlich still und scchwarz in ihrem Traum. Falls man es überhaupt Traum nennen konnte.

[Zeitsprung]

Als Momna ihre augen öffnete war sie einen Moment lang verwirrt. Wo war sie? Wer waren die anderen? Was machte sie hier? Als sie sich umblickte fiel ihr nach und nach ein was sie hier machte. Irgendetwas komisches war diese Nacht passiert. Und je länger sie grübelte desto stärker wurde dieses Gefühl. Doch so lange sie auch dachte ihr fiel einfach nicht ein was ihr dieses Gefühl gab. Erstaunlich frisch und erholt stand Momna auf und blickte sich um unschlüssig was sie jetzt tun sollte. Sie hatte keine Lust mit irgendwem zu reden. Sie genoss die friedliche Stimmung und ließ ihre Gedanken schweifen. Ohne es zu wollen dachte sie an ihren ersten Winter. Als sie am Morgen neben ihrer Mutter erwacht war und plötzlich alles weiß gewesen war. Und dann wie sie ihn sofort angefangen hatte zu lieben und darin herumzutollen, lachend, fröhlich und ahnunglos. Unwillkührlich lächelte sie auch jetzt. Sie war so naiv und jung gewesen. Und ihre Mutter hatte danebengestanden und gelacht. Ja das waren noch Zeiten gewesen. Damals hatte sie noch Glück gekannt und unbeschwert lachen können und ohnehin keinen Gedanken daran verschwendet was morgen war und das nicht alles auf der Welt aus Gutem bestand. Und was war heute? Heute glaubte sie nur noch schwer an das gute im Pferd. Was morgen war daran dachte sie immer noch nicht aber oft daran wieso etwas passiert. Irgendwie konnte es kein Zufall sein das sie ausgerechnet jetzt und hier auf solche Pferde stieß. Hatten die götter da oben, vorrausgesetzt es gab sie wirklich noch etwas mit ihr vor? Solche und ähnliche Gedanken beschäftigten Momna während sie still dastand, einer Statue gleich. Hätten sich ihre flanken nicht regelmäßig gehoben und gesenkt hätte man sie wahrscheinlich wirklich für eine halten können. doch weder bemerkte Momna es das es vielleicht seltsam aussah wenn sie nur dastand noch hätte es sie gekümmert. Sie hatte immer daran geglaubt das Schönheit von innen kam und nicht von außen. Und irgendwie hatte sie diese Meinung nie geändert.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Okt 07, 2010 1:17 pm

Leya hörte Whitely´s Worte, und ihr fiel es schwer sich zu verabschieden...obwohl sie es schon naja...,für die Zeit, die die Herde schon bestand, lange wusste. Ihr rutschte eine Träne über den Kopf. Und noch ein paar mehr. Sie vielen vor ihr in den Schnee. Ley blickte dabei nach unten. Doch als sie ihren Kopf anhob, versuchte sie ein Lächeln vor zu bringen. Das gelang ihr.

Ich hoffe doch...das du uns wieder findest...sonst hat unsere Herde doch ihre einzige Heilerin ganz verloren!

Nun schmunzelte Ley. Die Stute sah dann nur noch, wie Ray verschwand. Das ging zu schnell.
Ley rief ihr noch etwas in sich selbst murmelnd nach:

Und...viel Glück...!

Die Leitstute dreht sich nun weg, und besann sich. Ihr fiel ein, dass sie Night noch nicht bescheid gesagt hatte. Sie blickte sich nach ihm um, sah ihn aber nicht sofort. So ging sie leise, um die anderen nicht zu wecken, eine Runde. Sie sah ihn. Er döste. Also ging sie ein paar Schritte zurück, und drehte sich um. Sie sah Momna. Doch sie ging nicht auf sie zu, auch wenn sie wach war, denn sie wollte sie nicht stören. Sie lief im Schnee weiter ihre Runde, und sagte ihr nur an einer Stelle als sie noch ca. 3m entfernt war:

Guten Morgen Momna.

Schon ging sie weiter. Ein paar Meter, der Höhle gegenüber, bemerkte sie, während ihres 'Spazierganges' eine große, schneefreie Stelle. Sie war unter einem Baum im Schutz. Darauf war sehr viel Moos, und noch Gras. Die braune Stute begann zu lächeln.

Lecker...Aber...ich werde nicht soviel fressen, dann die anderen werden auch sehr hungrig sein.Wenn noch ein paar mehr wach sind werde ich entweder zwei andere losschicken um Wasser und Futter zu finden, oder ich werde mich selber mit auf den Weg machen...

Ley senkte ihren Kopf, und zupfte sich Moos und Gras raus. Danach benutzte sie etwas Schnee als Wasser, und wiehrte leise. Sie blieb an einem ziemlich 'sonnigen' Platz stehen...
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 24, 2010 1:04 pm

Samaritano´s Hufe donnerten über den Boden und er raste zwischen den Bäumen entlang. Dann stoppte er. Er ging stolz auf die leitstute zu und sah sie an.
Hallo mein Name ist Samaritano aber alle nennen mich Sam. Dürfte ich eurer Herde beitreten?
fragte er höflich und sash die Stute an.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 24, 2010 1:50 pm

Nightsoul hörte das fremde Pferd schon von weitem nahen und öffnete die Augen. Trotz der kurzen Zeit, die er auch nur dösend verbracht hatte, fühlte sich der schwarze Hengst wach und gut. Er war gut darin, nur kurz zu schlafen. Schnell lockerte Night seine Muskeln, tänzelte kurz an der Stelle und wartete. Schon stürmte der fremde Hengst durch das Gebüsch, bremste seinen Lauf und kam schließlich mit stolz erhobenem Kopf auf Leya zu.

Hallo mein Name ist Samaritano aber alle nennen mich Sam. Dürfte ich eurer Herde beitreten?

Was für eine alberne Kreatur. Aber immerhin nicht so etwas wie diese Momna Moana Soledad, diese Sorte Pferd mochte er nicht. Sie waren ihm irgendwie überlegen, an bestimmten Stellen. Und so was hasste Nightsoul.
Als dieser Samaritano nun vor Leya stand und auf ihre Antwort wartete, trat Nightsoul seinerseits aus dem Gebüsch und schritt auf den Fremden zu.

"Darf man erst mal erfahren, woher du kommst?"

herrschte er ihn an, nachdem er ihn erstmal ausgiebig gemustert hatte. Er hatte mal wieder Lust, irgendjemanden anzuschreien, auch wenn der gar nichts getan hatte. Das gab ihm einfach ein gutes Gefühl.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   So Okt 24, 2010 2:44 pm

[bitte noch in 'Eure Farbe!' eine Farbe fürs RPG aussuchen! Ich schätze, du nimmst gleich dunkelblau! Oder?]

Leya lauschte in die Stille, die aufeinmal von einem fremden Hengst gestört wurde. Das machte Leya aber überhaupt nichts aus. Sie blickte in das fremde Gesicht und lächelte ihn an. Sie war froh mal wieder jemand kennen zu lernen, der nicht gleich so stur und einfältig wie Night oder so einsam und beinahe 'verkümmert' wie Momna war.
Ley hörte die Worte, und freute sich sehr, das er so direkt war. Ley wollte sich gerade vorstellen, als aufeinmal Night dazwischen kam.

Night...musst du gleich immer so unfreundlich sein?

Die braune Leitstute war ihm einen abwertenden Blick zu.

Entschuldigt Sam...Mein Name ist Leya, aber viele nennen mich Ley...und ich hätte nichts dagegen, wenn du der Herde beitreten würdest...ach ja und das ist Nightsoul...er ist fast immer so...

Wieder warf sie Night einen bösen Blick zu...

Was meinst du dazu, Night?
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Okt 25, 2010 4:44 pm

Momnas persönliche Stille wurde gestört durch einen neuen Hengst. Im ersten Moment verärgert musterte sie ihn. Es war ein Schimmel. Mehr erkannte sie aus ihrer sicheren Entfernung nicht. Und sie kannte auch keinen Grund näher heranzutreten. Missmutig wnadte sie sich um und entdeckte eine Stelle mit ein wenig Gras. Dieser Hengst hatte sie aus ihren Erinnerungen gerissen während sie gerade über Götter, die welt, ihre Kindheit nachgedacht hatte. Es ärgerte sie einfach. Warum kam immer jemand dazwischen gerade während den schönsten und besten Gedanken? Wäre sie nicht so in sich gekehrt gewesen hätte sie vielleicht vor sich hingebrummt aber dazu war sie viel zu sehr bemüht, leise zu sein. Vielleicht war es grundlos aber sie konnte nicht anders als diesen Hengst vom ersten Eindruck an nicht zu mögen.
Für einen Moment war sie in eine scheinbar heile Welt abgetaucht und rgendwie hatte es ihr ein Stück persönlichen Frieden gegeben und dann kam dieser Hengst und störte hier einfach alles durch seine Anwesenheit. Mit solchem Gedanken stapfte sie zu der Stelle, an dem sie Gras gesehen hatte und rupfte lustlos ein paar Halme. Dann hob sie ruckartig ihren Kopf hoch und begann sich ein Stück zu entfernen.
Oh nein ihre Welt würde nicht einfach wieder heil werden und sie hasste sich dafür dass sie nicht so einfach und normal leben konnte wie andere. Warum war sie es denn immer, die offenbar das Lieblingsspielzeug der vielleicht existierenden bösen Götter was? Warum nicht irgendjemand anders, vielleicht dieser neue Hengst? Mit diesen und anderen Gedanken entfernte sie sich weiter.
Nachdem sie außer Sichtweite war und sich versichert hatte das ihr vorerst niemand folgte, tauchte sie ihre Nüstern in den Schnee, solange sie es eben aushielt. Nach einer Weile begann die Kälte leicht zu stechen. Aber es fühlte sich gut an. Und trotzdem reichte ihr der Schmerz nicht. Ohne weiter darüber nachzudenken lief sie an den nächstbesten Baum und begann sich heftig daran zu reiben. Bald begann es zu schmerzen und irgendwann gingen ein paar ältere Wunden auf. Nachdem Momna dies auf der anderen Seite wiederholt hatte, betrachtete sie ihre Seite mit einer gewissen Zufriedenheit. Immer wenn sie das Blut sah spürte sie wieder einen gewissen Schmerz und fühlte wieder, dass sie lebte. Auch wenn es vielleicht blöd klang, sie fühlte sich irgendwie wieder lebendig. Es gab ihr die Kraft weiterzuleben. Allein schon um den Schmerz vielleicht bald wieder zu spüren. Vielleicht war sie süchtig danach sich selber weh zu tun aber das störte sie nicht. Doch sie wollte das weder jemanden erzählen noch wollte sie das es irgendjemand sah. Also ließ sie sich in den Schnee fallen und wälzte sich ausgiebig um das frisch Aufgekratzte zu kühlen und die Blutungen zu beruhigen. Mit einem weiteren Blick vergewisserte sich Momna, dass man es nur bei sehr genauer Betrachtung sah. Der Schnee wies leichte rote Spuren auf und damit sie nicht noch einmal jemand suchte trottete Momna still wieder auf ihre Position leicht entfernt von der Herde. Sie hoffte im Stillen es möge niemand bemerkt haben, da alle mit dem neuen Hengst beschäftigt waren. So verharrte Momna weiter schweigend.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mo Okt 25, 2010 6:18 pm

Macht. Nacht. Night. Nightsoul. Wunderbares Wortspiel, welches dem Rapphengst durch den Kopf ging und ihn milde lächeln ließ, sodass seine eben gesagten Worte einen Kontrast zu diesem Lächeln bildete. Er war drauf und dran, Samaritano freundschaftlich zu knuffen oder ihm sonst irgendeine -beinahe- freundliche Geste zu zeigen, als Leya dazwischen trat. Das Lächeln verschwand auf der Stelle von Night's Gesicht. Wütend schnaubte er.

"Ich zeig dir gleich, was unfreundlich ist!"

murmelte er für sich selbt. Aber dann stellte ihn diese dumme Atute auch noch vor! Als wäre er nicht in der Lage, seinen eigenen Namen zu nennen! Und sie nannte nicht mal seinen Titel. Mit einer unwirschen Kopfbewegung stieß er sie einen Schritt zurück und sagte dann miesepetrig zu Samaritano:

"Nightsoul. Krieger der Nacht. Ich gebe im Gegensatz z Leya die Titellose etwas auf Titel. Hast du einen?"

Gelangweilt wartete der Rappe und überblickte die herde. Irgendetwas kam ihm komisch vor. Da fehlte jemand! Als er jedes einzelne Mitglied betrachtete, merkte er, dass Momna Moana irgendwas fehlte. Doch, nein! Da kam sie schon! Trotz ihren Täuschungsversuchen sah Nightsoul ihre Wunde.

Was hat sie denn da gemacht?

fragte er sich. Immer noch glaubte er, dass jemand fehlte. Aber es waren doch alle da!
Drei, vier Mal ging Night die Mitglieder der herde durch, ehe er sich an seine missratene Schwester Hate erinnerte. Und die war wirklich nirgends zu entdecken. Mit scharfem Blick musterte er Ley. Er hatte das Gefühl, dass die braune Leitstute etwas wusste.

"Entschuldige mich, Samaritano. Gib mir deine Antwort, wenn du mir das nächste mal über den Weg läufst!"

wiehrte er übertrieben höflich, deutete eine leichte Verbeugung an und wandte sich an Leya.

"Wo ist Hate?!"

fragte er barsch. Sein Gesicht war mehr oder weniger wutverzerrt.
Aber- wenn er es sich recht überlegte... vielleicht hatte sie sich einfach verzogen, weil sie sich fürchtete. Vor ihm, Nightsoul! Völlig entspannt und wieder freundlich stand er nun vor der Braunen, und plötzlich entflammte wieder das Liebesfeuer. Blöde Stute! Warum musste er sich einfach in dieses Miststück verlieben?
Doch die Gedanken entsprachen einfach nur seiner Art von liebevollem Humor.

"Ley... Süße, sag, hast du meine Schwester gesehen?"

fügte er nun zu seiner barschen ersten Frage hinzu und lächelte freundlich.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Mi Okt 27, 2010 4:30 pm

Irgendetwas war immer. Irgendetwas störte ihn stets in seinem Rausch, riss ihn grob daraus hervor und ließ ihn unbarmherzig darauf warten, dass er sich endlich wieder daran gütlich tun konnte. Als dann jedoch diese Witzfigur von Leithengst auf ihn zuschritt und glaubte, ihm eine große Ansprache halten zu müssen, platzte dem Hengst der Kragen. Das ging niemanden etwas an, sie konnten sich angstvoll zurückziehen und darauf hoffen, darum beten, er möge SIE verschonen, doch diese Angelegenheit ging einzig ihn und Crepuscúlo etwas an. Wobei, eigentlich ging nicht einmal seine Schwester dies etwas an. Jedenfalls nicht in seiner Welt.

"Du, Sonticus! ... Lass sie in Ruhe! Ich möchte dich nicht noch einmal in so unmittelbarer Nähe zu Crepuscúlo sehen. Verstanden? ...Ich weiß, dass du stark bist, aber auch nicht unbesiegbar. Vielleicht hast du sogar irgendwo etwas Gutes in dir."

»Wer glaubst du bitte, BIST du? Du bist weder MEIN Leithengst, noch mein Vater, obgleich dieser letzen Endes auch nicht viel davon hatte. Du kennst weder die Situation, noch ist es dir erlaubt, ein Urteil zu bilden. Ich entscheide, wann und wie ich mich diesem Bastard nähere und du musst mir nicht drohen. Gut ist relativ zu sehen und ich sehe nichts relativ. Demnach bin ich nicht gut und habe gewiss nichts Gutes in mir. Wenn dir dies jedoch zu viel ist und du Angst hast, meinetwegen, du tätest gut daran, mir Respekt zu zollen.«

sagte er, ein undefinierbar ausdruckslosen Blick aufsetzen und eine erschreckend kalte, distanzierte und ebenfalls ausdruckslose Stimme habend. Sein Blick schnitt sich wie das gefährlich tödliche Ende eines Eiszapfens durch den Körper des kleinen Hengstes und als dieser sich umwandte, zischte der machtvolle Riese ihm nochmals hinterher

»Glaube ja nicht, dass nur du mit falschen Mitteln kämpfen kannst, Wurm.«

Er war sich sicher, dass der Rappe ihn gehört hatte, doch in dessen Welt zeugte es gewiss von Stärke, wenn er sich nicht dazu äußerste. Für Satan selbst war es einfach nur eine Bestätigung dessen, was er bereits seit Beginn angenommen hatte: Dieser Hengst war schwach und ließ sich von Gefühlen steuern. Mit einem abfälligen Schnauben hievte er seinen muskulösen Körper empor, sein Blick kreuzte den seiner Schwester, welche anfangs von White Hate versorgt zu werden schien, jedoch auch nur oberflächlich. Wie es schien waren die Wehwehchen seiner Schwester nicht allzu drastisch, als dass sie diesbezüglich etwas getan hatte. Ein hinterhältiges Grinsen, kalt und fein, stahl sich auf seine harten Züge, denn ihm war ein Gedanke gekommen. Und aufgrund dieses Gedanken würde die arme, kleine, naive, leichtgläubige, sensible Heilerin bald schon an grausamsten Schuldgefühlen leiden. Ebenso wie der Rest dieser erbärmlichen Bande. Dafür würde er sorgen!

Die Ankunft einer weiteren Stute entging ihm keineswegs, er war ihm zur zweiten Natur geworden, wachsam und stets aufmerksam zu bleiben, doch interessierte sie ihn nicht. Sie war schwach, machte sich schwach, indem sie an den vermeintlichen Dämonen festhielt, welche sie dermaßen ... "traurig" wäre wohl das Wort gewesen, was ein Normalpferd nutzen würde, machten. Für Sonticus machte sie sich durch dieses Veralten nur zu einem leichten Opfer. Zu einem uninteressanten Opfer. Womöglich sollte sie einmal daran anknüpfen, wenn sie wieder einmal nach dem großen "Warum" suchte. Denn dies tat sie jede einzelne Sekunde, die sie atmete, das sah der Rappe ihr an.
Kopfschüttelnd peitschte sein Schweif durch die Luft, der Blick glitt immer wieder auf seine sich leise stöhnend windende Schwester, die anscheinend vollends ignoriert wurde. Nun, ihm sollte es gleich sein, doch es müsste noch weitaus dunkler werden. Und darauf wartete er nun.
Mit geschlossenen Augen nahm er in gesteigertem Maße seine Umwelt wahr. Sobald ein Sinn ausfällt, sind die anderen Sinne geschärfter und sorgen dafür, dass man sich selbst in dem Verlust nicht verliert. Sonticus hatte diese Technik gelernt, als er auf der Lauer lag und seinen Hinterhalt geplant hatte. Obgleich jeder Beteiligte wusste, dass er angreifen würde, sie vernichten würde, hatte man es dennoch als Hinterhalt tituliert. Doch wenn dem Opfer bewusst ist, dass es eben ein Opfer ist und auf die Falle zusteuert, ist es dann überhaupt noch eine Falle? Für Satan jedenfalls stand es nie zur Debatte, in seinen Augen waren es einfach zu schwache Gegner gewesen. Ihr Pech, sein Glück. Egal.
Die Dunkelheit kam verlässlich und hüllte die gesamte Herde in ein schwarzes Tuch aus Vergessen. Was diese Nacht geschehen würde, würde wohl niemals jemand vergessen. Das wusste er und der Gedanke daran zeichnete eine grauenvolle, maskenhafte Grimasse auf seine nachtschwarzen Züge. Es würde dafür sorgen, dass diesen Speichelleckern die Knie vor Angst schlotterten, sobald sie auch nur seinen Namen erahnten! Zudem wusste er, dass sein Opfer das schmackhafteste Opfer aller Zeiten sein würde, noch dazu, wo es so von Hass, Selbstzweifel und Angst zerrissen wurde. Die Augen noch immer geschlossen wartete er noch immer. Und bald schon wurde er belohnt, hörte die Rappstute schwerfällig aufstehen und einige leise Worte an die Wachen - Alessio und Nightsoul - richten. Es glaubte, soetwas wie »Ich werde die restliche Nacht in unmittelbarer Nähe sein, doch stört mich nicht. Ich benötige ein wenig ... Abstand.« Perfekt. Hervorragend! Nahezu ... schicksalhaft.

Mit gesenktem Kopf lief sie los, richtete ihre beruhigenden Worte an die zwei Nachtwachen und schenkte beiden ein kleines, wehmütiges, jedoch kühles Lächeln. Das Lächeln einer wahren Königin, wie es schien. Sie benötigte tatsächlich Abstand, doch der eigentliche Grund ihrer inneren Unruhe war, dass etwas geschah. Unmerklich, wie ein kleiner, unsichtbarer Bazillus, der sich bei seinem Wirt einnistete und unmerklich anwuchs, unwissend, dass der Bazillus vorhanden war und sich gierig voran fraß. Sie schaute auf ihre Hufe, welche formvolle Abdrücke hinterließen und in dem Schnee geisterhaft unwirklich schienen. Unwissentlich entfernte sie sich nicht wirklich von der Herde, lief mehr einen Bogen darum herum und war letzen Endes keine fünf Meter von der Herde entfernt. Dort legte sie sich nieder, den Kopf in den eiskalten Schnee gelegt, den Blick kummervoll in die schneeverwehte Weite gerichtet.
Die Nacht erzählte ihre Geschichten und Lunar lauschte ihnen. Hie und da hörte sie den Schnee knirschen, schloss die Augen und wünschte sich, Sombra wäre ebenfalls hier. Sie hatte ihn so gern gehabt und dann war das geschehen. ... All dieses Blut, das Grauen ... Crepuscúlo erbebte und spürte ihre Wunden schmerzhaft pochen. Sonticus hatte einen wahrhaft gezielten Tritt abgegeben, obgleich das Blut an ihrer Halswunde geronnen war, spürte sie dennoch dessen Verbleib. Und plötzlich spürte sie ihn. Er stand geradewegs vor ihr und mit ruhiger Kühle öffnete sie die Augen, hob den Kopf und sah ihrem Bruder in die geisterhaft dämonisch funkelnden Augen.
»Sonticus.« »Crepuscúlo.«
Beide sahen einander an, ohne aus den Augen zu lassen. Da wusste sie es. Wurde sich dieser Tatsache gewahr und dennoch ... sie verspürte keinerlei Angst. Ja, nicht einmal Wut. Einfach nur ... Vorfreude?
»Eine wunderschöne Nacht, findest du nicht?« fragte sie, woraufhin er seine schwarzen Augen verdrehte. Ein schwaches Lächeln erschien auf ihren Lippen und sie flüsterte leise, einzig sie beide würden dieses Gespräch noch wahrnehmen
»Nun ist er also da, der Moment. Nun, wenigstens findet Vater dann seinen Frieden.« Das Funkeln in den gierigen Augen bedeutete nichts Gutes und Lunar schaute zu ihm empor. Als seine raue Stimme erklang, sie der Bedeutung seiner Worte bewusst wurde, weiteten sich ihre Augen und Tränen flossen ihre Wangen hinab. Während er sprach, hauchte sie nur ein zartes "Nein!", voller Verzweiflung, angefüllt mit Angst, die übermächtig schien und ihr die Kehle zuschnürte, sie erstickte. Crepuscúlo verspürte die Angst in heißen und kalten Wellen, spürte eine unsagbare Verzweiflung und nackte Angst.
»Seinen Frieden ... Vater ... Mutter ... Brüder ... Schwestern ... Wir hatten eine große Familie, Crepuscúlo. Eine wirklich große Familie. Du und ich, wir waren die letzten Überlebenden und nun habe ich vollendet, was mir seit neun Jahren Lebenselixier war. Ich tötete sie alle. Wusstest du, dass du mehr als zwölf Schwestern und sieben Brüder hattest? An die vierundzwanzig Enkelkinder, von denen an die dreizehn auch wieder bereits Nachwuchs und Familie hatten? Wir hatten eine wahrlich große Familie.«


[Zeitsprung]

Mit dem Anbruch des Tages bricht stets auch ein neuer Lebensabschnitt an. Wenn die goldenen Strahlen ihre kaum noch wärmenden Strahlen über die Ebene schicken, beleuchten, was dort beleuchtet werden konnte und in goldene Farben tauchten, was Mutter Natur ihren Kindern schenkte, genießen viele der Kreaturen auf Mutter Erde einen wahrhaft friedlichen Moment. Doch dieser Morgen würde für die Pferde des Windes weit weniger bringen als eine solche Friedlichkeit.
Ein sonderbar süßlicher Geruch lag in der Luft, obgleich er süß war, unheimlich süß, wie es schien, reizte er dennoch den Magen eines jeden und animierte diesen in einigen Fällen wohl dazu, das spärliche - sofern bereits eingenommen - Frühstück wieder auszugeben. Die goldene Sonne beschien den einst jungfräulichen Schnee, das Grauen, was dort herrschte, den Tod, der dort vorhanden war. Sogleich in die Szenerie eingetaucht, wurde man etwas ansichtig, was einen den Magen nochmals umdrehen ließ und einige zart besaitete den Kopf abwenden. Auf Augenhöhe, an einem starken Ast eines Baumes hing er. Der sichtbar abgebissene Kopf einer einst wohl wunderhübschen Stute. Ihr königlicher Blick wirkte verzweifelt, ungläubig, ängstlich. Die blutigen Augen, welche an den tausend kleinen Zweigen aufgestochen waren, bluteten und das herunterrinnende Blut bildete beinahe soetwas wie den Verlauf einer Tränenspur. Überall lagen Teile der jungen Stute Crepuscúlo herum und mitten in ihnen stand, groß aufragend und noch zum Teil von Blut und Knochen, teils auch von undefinierbaren Körpersäften benetzt, ein einzelner Hengst. Mit festem Blick stand er dort, sah über die ersten Entdecker hinweg und genoss das offensichtliche Grauen. Mit einer Ruhe, die lediglich bei Tätern zu sehen war, die wussten, dass ihnen keinerlei Strafe oder Gefahr drohte, drehte er sich halb herum, wies auf all die Innereien, die allseits verstreut lagen, auf die abgezogene Haut, welche breit ausgebreitet im Schnee lag und die Konturen eines Pferdes zeigte und gleichermaßen auf das noch immer leicht blutige Skelett. Kurz darauf erklang seine ruhige, leise Stimme, welche den Hörern durch Mark und Bein gehen würde.

»Und dass es soweit kommen konnte ... Daran seid einzig ihr Schuld.«

Dann drehte er sich langsam herum, den Kopf stolz erhoben, trat aus, als er das Skelett erreichte und hörte mit geisterhaftem Lachen dabei zu, wie jenes Skelett knackend und berstend nachgab, zersplitterte und sich schlussendlich zu all den Grausamkeiten gesellte, welche sich auf der Lichtung und mitten im Wald verteilte. Das geisterhafte Lachen des Hengstes schien noch lange im Wald widerzuhallen und ein jeder wusste: Obgleich er verschwunden war, so war er doch nicht vollständig weg. Er würde weiter morden, womöglich eines Tages zurückkehren und sich dann an dem Rest der Herde gütlich tun. Doch für wie lange würde er sie nicht aufsuchen? Wann und wo schlug er als nächstes zu? Tausend erschreckende Fragen, auf die es nie auch nur ansatzweise eine Antwort geben würde. Nicht eine einzige.

[Sontoicus & Crepuscúlo sind raus ]
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Do Okt 28, 2010 4:31 pm

(ACHTUNG: Wir machen das mal so, dass Sonti Lunar etwas tiefer im Wald umgebracht hat- sonst macht das keinen Sinn mehr, weil weder Momna noch Hate noch Ley noch Night noch der Neue was bemerkt haben. Und auch nicht Cio und Night bei der nachtwache)
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Okt 29, 2010 12:21 pm

(Jo,...später bei Futtersuche, etc. kann sie ja jemand entdecken...)

Leya blickte sich, als sie zurückgestoßen wrde um...sie musterte die ganze, wenn auch nur kleine, Herde. Sie merkte, dass welche fehlten. Auf einmal stupste Night sie an, und fragte nach Whitely. Ley drehte sich kurz weg, aber merkte, dass nicht ihre Freundin Ray an dem seltsamen Gefühl der braunen Stute schuld war. Es war etwas anderes. Nun drehte sich die Leitstute wieder zu Nightsoul.
Ihr kam es seltsam vor. Erst dieser harte, barsche Ton, und dann diese Süßholzraspelei.
Leya gab aber eine Antwort, aus einer Mischung von beidem.

Ähm...Ray...oh ja...das ha...hatte ich dir ja noch gar nicht erzählt.

Ley senkte ihren Blick nbach unten.

Sie, sie ist für...eine -

Ley hielt einen Moment den Atem an, und hörte die Stille.

-sie hat die Herde für eine Weile verlassen. Sie ist auf Reisen, und wird zu gekommener Zeit, zu uns zurückkehren. Aber jetzt mal eine andere Frage-

Ley lehnte sich näher an Night heran, so dass nur er sie hören konnte.

Wo sind Lunar, und dieser Sonticus...?

Ley blickte Night besorgt in die Augen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Fr Okt 29, 2010 4:11 pm

Nightsouls unschuldiges, engelsgleiches Lächeln verschwand in der Sekunde, in der Leya mit dem Sprechen begann. Unruhig starrte er auf sie hinab, und als sie kurze Pause zwishen ihrem Gestotter einlegte, zischte er wutentbrannt:

"Wo ist sie?"

Ungeduldig wartete er ihre Antwort ab und tänzelte auf der Stelle. Ein lauter Aufschrei folgte auf Leyas Worte, und er funkelte die braune Stute an. Was sollte das bedeuten? Hate war abgehauen und Ley steckte mit ihr unter einer Decke.

"So, die feine Dame kommt und geht also, wie es ihr passt?!"

donnerte er und war drauf und dran, ley unter seinen hufen zu zermalmen. Aber musste sichj zusammenreißen und atmete mehrmals tief durch.

"Dann hab ich wenigstens eine Weile Ruhe vor ihr."

fügte er schließlich in fast gleichgültigem Ton hinzu. Doch in ihm kochte es. Er, Night, war in dieser herde Leithengst. Und solange White Hate Mitglied dieser Herde war, hatte sie dazubleiben!
Als Leya eine sorgenvolle Bemerkung über die Abwesenheit von Crepusculo und Sonticus machte, schnaubte er abfällig.

"Mir doch egal, und wenn er sie umbringt."

Dann ging er davon, in den Wald hinein. Er würde nach Hate suchen und sie zurückbringen oder töten- ach nein, das verabscheute er ja plötzlich, seine eigene Schwester umzubringen...
Ein vertrauter Geruch hing über dem Waldstück, dass Nightsoul durchquerte. Er hörte Sonticus' Worte:
»Und dass es soweit kommen konnte ... Daran seid einzig ihr Schuld.«

Er hörte, wie der Hengst davon ging. Er würde wohl nicht wiederkommen. Anscheinend hatte er gegen irgendwas gekämpft; Wölfe vielleicht. Denn zumindest war Blut geflossen. Dies war der vertraute Geruch, den Night wahrnahm.

Soll er abhauen. Hab ihn eh nicht leiden können!

dachte der Rappe und wandte sich um, um nach der Fährte seiner Schwester zu suchen. Plötzlich stolperte er über etwas. Ein toter Wolf, nahm Night an.

Doch wer hätte gedacht, dass sich der Krieger einmal irren sollte? Er blickte nach unten. Nein, es war weder ein Wolf noch ein ähnliches Tier. Es war nur ein bein eines Tieres. Eines Pferdes. Es war ein Bein Crepusculos.
Nightsoul fuhr erschrocken zurück. Er sah sich um. Schrie. Er, der Mörder. Dann schloss er die Augen. Blinzelte vorsichtig und gewann sehr langsam seine Fassung zurück. Vor ihm, direkt auf Augenhöhe, hing Lunars Kopf, aufgespießt im Geäst. Noch einmal wendete sich Night angewidert ab, dann hatte er sich überwunden und betrachtete beinahe neugierig den abgebissenen Kopf der Stute. Es war das Werk eines Meisters, eines Mörders mit mehr Erfahrung als, er, Nightsoul, sie hatte. Wahrhaftig steckte hier mehr dahinter als nur blßer Mord. Es war eine Hinrichtung gewesen. Der Rappe sah sich wieder um. Auf dem blutbefleckten Schnee lagen die Körperteile Crepusculos verstreut. Was musste Sonticus nur für eine Wut gehabt haben! Allerdings sah es nicht nach einem Werk der Wut aus.
Wie skrupellos musste man sein, um so etwas tun zu können? Nightsoul könnte es nicht, das wusste er.
Plötzlich war es ihm egal, was Hate machte. Wenn sie Pech hatte, lief sie geradewegs Sonticus in die Hufe. Der würde kurzen Prozess mit ihr machen. Night zuckte mit den Schultern und wollte gerade zurückkehen, um den anderen Bescheid zu geben-falls die nicht schon durch seinen Schrei wachgerüttelt worden waren-, als er eine ausladende Tanne erblickte. Darunter wuchs frisches, kaum von Schnee bedecktes Moos. Lächelnd lief Night dorthin und begann zu fressen, während er Sonticus' Werk ausgiebig betrachtete. Nach einer Weile wiehrte er so laut wie nur möglich:

"LEUTE, KOMMT MAL HER! IST WICHTIG!"

Schließlich musste noch irgendwer die Sauerei hier wegmachen- aber war es anderseits nicht schade, dieses Kunstwerk des Todes zu zerstören?
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Okt 30, 2010 11:22 am

Leya sah Night, und war froh darüber ihm mal richtig eins auszuwischen. Für sie war er nur noch Abschaum...nicht mehr. Maximal noch weniger.
Sie kochte aber auch innerlich.

Ich bin froh, dass ich Night nicht eher bescheid gesagt hatte...da hatte wenigstens Whitely ihre Ruhe gehabt. Aber, wie kann man nur so hartherzig, kaltblütig, starrköpfig, selbstsüchtig und hochmütig auf einmal zu sein...

Die Leitstute der Pferde des Windes, hätte explodieren können. Sie hörte nach einiger Zeit seine Rufe. Leise, und in der Ferne...für die braune Stute waren es erbärmliche Klänge eines hochmutigen Pferdes. Sie lachte kalt.
Ley trabte langsam und gemächlich zu Night. Es gab keinen Grund so zu tun, als wäre sie auf ihn angewiesen. Im Gegenteil...die Stute beobachte in aller Ruhe die Bäume und die Landschaft, und sah links von sich, jedoch in der Frene das Ende des Waldes.
Als sie jedoch nach rechts blickte, sah sie viel Blut. Ein bekannter Geruch lag in der Luft, den sie eher nicht bemerkt hatte.
Die Stute wurde unruhig, und folgte den Blutspuren. Noch wusste sie nicht, dass sie zu Night führen würden, also dachte sie sich: 'Night kann warten...'
Doch sie kam bei Night raus, und sah...

Lunar! Meine Freundin...sie hat mich verlassen...Lunar! Lunar! Lunar! Wie...wie konntest du das tun...Sonticus? Ich werde dich eines Tages rächen...das schwöre ich dir...

Ley brach in Tränen aus. Sie wiederholte jedes einzelne Wort...und Night lächelte kühl...
Eine Träne nach der anderen kullerte schnell ihren kalten braunen Körper hinunter. Jede war eine Perle Erinnerung und Schmerz.

Night, was lächelst du so kühl? Warst du das etwa?
Lunar...du hast mich verlassen...ich kann es nicht verstehen. Wie konnte er das tun? Wie konnte er das tun? Wie konnte er das tun? Sonticus!!!
Lunar, ich schwöre dir, irgendwann werde ich dich rächen! Glaube mir...
Ich werde dich rächen...
Rache an Sonticus nehmen...

Während Ley diese Worte sagte, brach sie langsam über ihrer nun toten Freundin zusammen.
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Okt 30, 2010 4:31 pm

Als Ley ankam, musste Nightsoul noch mehr grinsen. Sie war anscheinend wütend auf ihn, so wie sie daherschritt. Aber als sie Crepusculos Leichenteile und das viele Blut sah, veränderte sich ihr Gesichtsausdruck schlagartig. Fasziniert beobachtete Night, wie die Stute langsam in sich zusammensank, direkt über dem Gerippe ihrer toten freundin.

Warst du das etwa?

Diese Worte ehrten Night natürlich sehr. Beinahe wollte er 'Schön wär's' sagen, aber Leya sprach schon weiter. Nightsoul kaute gemächlich eine Portion Gras zuende, dann erhob er sich langsam, ging auf die braune leitstute zu und sagte:

"Steh lieber auf- du suast dir nur dein Fell ein. Tut mir leid, Ley, aber am besten, wir holen Momna oder Cio oder so jemanden, damit mal wer die Sauerei hier weg macht. Okay?"

Er hievte sie mehr oder weniger hoch und zog sie vorichtig unter die Tanne, zu der Stelle, an der er gefrühstückt hatte. Irgendwie sehnte er sich jetzt doch nach Sonticus, oder einem seiner Gefährten von den Kämpfern der Dunkelheit, mit denen er sich über diese Hinrichtung hätte unterhalten können. Die Perfektion, mit der Sonticus seine Schwester ermordet hatte, war einfach faszinierend, wenn auch abstoßend, irgendwie... Night war einfach nur Krieger-Mörder. Sonticus war ein anderes Kaliber. Er wünschte, er könnte nur einmal die Gedanken des satanischen Hengstes lesen. Aber nun war er ja sowieso weg.
Nightsoul seufzte und schaute hinab auf Leya, die hilflos und schutzlos vor ihm lag. Er könnte sie mal wieder töten, aber das wollte er nicht, schon lange nicht mehr- obwohl "lange" in dem Sinne eine seltsame Bezeichnung für die Zeitspanne zwischen gestern Nachmittag und heute Morgen war. Wie dem auch sei. Night schaute zrück in Richtung der Kuhle und hoffte, dass irgendwer von den anderen sich ebenfalls herscherte. Momna Momana irgendwas oder Alessio oder Fireheart, oder am besten gleich der Neue, Samaritano. Das wäre eine schöne Arbeit für ein frischgebackenes Mitglied!
Aber eigentlich war dem Rappen egal, wer das hier wegmachte- Hauptsache, es blieb nicht an ihm hängen!
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BeitragThema: Re: 1.Kapitel -> Mitten im Winter...   Sa Okt 30, 2010 6:56 pm

Momna hörte den Schrei des Leithengst, den Ruf, dass sie kommen sollte. Gelangweilt setzte sie sich in Bewegung bis sie den vertrauten Geruch von Blut roch. Prüfend streckte sie die Nase in Richtung ihrer wunden. Nein von da konnte er nicht kommen. Dafür war die Menge zu gering. Also ließ sie sich von ihrer Nase leiten und stand bald vor den verstreuten Körperteilen einer ehemals wohl sehr schönen Stute. Ihr Kopf hing nun aufgespießt an einem Ast.

Himmelherrgott nochmal! Wenn jemand eine stute umbringt dann wenigstens ehrenhaft und er sollte keine solche sauerei draus machen!

fluchte Momna im Stillen. Aber der Mörder wollte nicht bloß die Stute töten. Er wollte ein Zeichen setzen. Das erkannte Momna an der Art des Todes. Kopfschüttelnd machte sie sich an die Arbeit, das ganze wieder wegzuräumen. Vorsichtig entfernte sie den abgebissenen, aufgespießten Kopf vom Ast und begann diesen und die anderen Einzelteile unter dem Schnee zu begraben. Sie wusste das dies alles wohl im nächsten Frühling für einen unschönen Anblick sorgen würde aber der Boden war zu gefroren um es zu vergraben. Während Momna stumm arbeitete dachte sie nicht daran, warum diese Stute umgebracht worden war oder von wem. Sie erinnerte sich daran was sie gesehen hatte, nachdem ihre Mutter den Wölfen begegnet waren. Dagegen war das für Momna etwa so als ob sie ein totes Eichhörnchen finden würde. Es interessierte sie nicht wirklich. Aber damals. Sie hatte da ihre Mutter verloren, und der Anblick hatte sich in sie hineingebrannt. Die Wölfe hatten sie zerfleischt, sich um ihre Innereien gestritten und sie allgemein einfach zerfleischt. Und dieser so intensive Geruch und alles erinnerte sie daran. Nachdem Momna ihre Arbeit beendet hatte, sie blutverschmiert aussah und dachte, dass es nun noch unaufälliger war ob da zwei oder drei Böuttropfen mehr waren lehnte sie sich stumm an einen Baum. Hätte sie sich übergeben können, hätte sie es sicher getan aber so musste sie alleine mit ihrer verdammten Vergangenheit, sich slebst und diesem Geruch fertig werden. Ihre Gedanken überschlugen sich. Sie konnte nicht mehr bloß stumm dastehen. Sie MUSSTE sich irgendwie selbst verletzen um ins Hier und Jetzt zurückzukehren, um den Schmerz erträglich zu machen. Bevor ihr Verstand sich wieder einschalten konnte und sie davor warnen konnte, dass es sehr riskant war, hatte sie bereits einen geeigneteren Baum gefunden und rieb sich nun noch heftiger. Wieder überrollte sie eine Welle von Schmerz und Schuldgefühlen. Sie besah sich ihre Wunden. Es hatte kein bisschen geholfen. Nun verschwanden ihre letzten Bedenken und Sorgen. Es war wie ein krankhafter Zwang der sie dazu bewegte sich selber so lange und heftig zu beißen, bis ihre Beine und ihr Bauch mit sehr frischem Blut überlaufen waren. Und mit dem Blut schienen alle Erinnerungen, Schuldgefühle und Schmerzen hinauszulaufen. Es war so beruhigend, ja regelrecht befreiend zu beobachten wie das Blut langsam hinaus in den Schnee sickerte. In dem Moment wurde ihr bewusst, dass die anderen nun alles wissen würden. Sie hatte sich selbst verraten. Nein das durfte nicht geschehen! Verzwifelt wälzte sie sich im Schnee, doch so schnell ging das Blut weder ab noch versiegte das neue Blut. Sie war zu weit gegangen und fühlte das deutlich. Also begann sie zu laufen. Lieber wieder allein als irgendjemandem das alles zu erzählen. Weiter und weiter lief sie, stumm betend das niemand sie so finden würde. Vielleicht würde sie zurückkehren wenn sie wieder halbwegs normal aussah, vielleicht auch nicht.
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